mini|Karlheinz Georgi unterweist einen Architekturstudenten im Freihandzeichnen. Foto Jörg Blobelt, 1970 in Görlitz. Karlheinz Georgi (* 16. April 1934 in Oberhohndorf; † 8. April 2019 in Dresden) war ein deutscher Maler und Hochschullehrer für Malerei, Farbgestaltung, Freihandzeichnen und elementares Gestalten an der Fakultät Architektur der Technischen Universität Dresden.

Leben mini|Dto. mini|1970 Meißen: Zeichenexkursion der Architekturstudenten des Jahrganges 1969 der TU Dresden. Motiv ist die Albrechtsburg. Es korrigieren die Dozenten Karlheinz Georgi (1) v.l., Helmut Heinze (2) und Wilhelm Landgraf (3) Foto: Jörg Blobelt, 1970 Meißen. |alternativtext= Karlheinz Georgi wurde am 16. April 1934 in Oberhohndorf bei Zwickau in einer Arbeiterfamilie geboren. Von 1940 bis 1948 besuchte Karlheinz Georgi die Volksschule, im Anschluss die Oberschule in Zwickau, an der er 1952 das Abitur ablegte. In dieser Zeit widmete er sich bereits der Bildenden Kunst. So besuchte er von 1949 bis 1952 Abendkurse in der Mal- und Zeichenschule (MuZ) von Tatjana Lietz und Horst MichelLeseprobe zu Karlheinz Georgi. Beiträge zur Architektur. Sandstein Verlag; abgerufen am 6. August 2020. Vermutlich irrt hier die Literatur und es ist der Leiter der MuZ Carl Michel gemeint. in Zwickau. Die dort erworbenen Grundlagen kamen ihm bei seinem Architekturstudium an der Technischen Hochschule Dresden, an der er 1958 als diplomierter Architekt abschloss, zugute. Während seiner Studienzeit engagierte er sich früh als Hilfs-, später als Assistent unter Georg Nerlich im Fach Malen und Zeichnen an der Sektion Architektur. Von der Lehre seines Professors inspiriert, entwickelte sich Karlheinz Georgi schon bald selbst zum Lehrbeauftragten für Malerei und Farbgestaltung; 1967 für das Freihandzeichnen und das elementare Gestalten. Neben seiner Berufung 1968 zum Mitglied des Beirates für bildende Kunst an der Technischen Universität Dresden nahm er hier maßgeblich Einfluss auf Ausstellungen und Leistungsschauen von Architektur und Bildender Kunst. 1973 studierte Georgi postgradual bei Gottfried Bammes an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Malerei und Grafik. Nach seiner Promotion 1978 zum Dr.-Ing. an der TU Dresden zum Thema „Wechselwirkung zwischen Architektur und Bildender Kunst“, erhielt er 1981 die Facultas Docendi für Architektur. Seine Berufungen zum außerordentlichen Hochschuldozenten für Freihandzeichnen und Architekturdarstellungen 1986, folgten 1990 die zum außerordentlichen Professor dto. und 1992 zum Professor für Darstellungslehre an der Technischen Universität Dresden. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2000, widmete sich Karlheinz Georgi nur noch der Arbeit als freischaffender Maler und Grafiker.Niels-Christian Fritsche: Nachruf auf Professor Karlheinz Georgi, Dresdner Universitätsjournal 09/2019 vom 14. Mai 2019.Signatur: H 80b/6226, Katalog Deutsche Nationalbibliothek

Werk Karlheinz Georgi hinterließ in seiner Zeit als freischaffender Maler und Grafiker ein aus mehreren Hundert Einzelarbeiten bestehendes Œuvre aus Malereien, Zeichnungen und Druckgrafiken, die geometrische und konstruktivistische Elemente einbeziehen. Die Abstraktion von Landschaft und Natur wird in Kombination mit unterschiedlichen mal- und drucktechnischen Verfahren kombiniert und als bildnerisches Mittel eingesetzt. Zeichnungen dominieren neben Druckcollagen, Kombinationsdrucke und Montagedrucke sein Werk.

Ausstellungen Einzelausstellungen:

1975: Kleine Galerie im Karl-Liebknecht-Haus (Stadthalle), Meerane 1984: Kleine Galerie im Toepler-Bau der TU Dresden 1991: Galerie-Theater, Wolfsburg 1999: Zentrum für Zeitgenössische Musik, Dresden 2001: Galerie Martinshof, Rothenburg/Neiße 2003: Galerie Sillack, Dresden 2003: TK Dresden Campus, Dresden 2005: Gemeindehaus der Heilig-Geist-Kirche, Dresden 2007: Evangelische Akademie, Meißen 2008: Regionalbüro MdL Dr. Gerstenberger, Dresden 2011: Galerie K. Westend, Dresden 2012: Zahnarztpraxis Reuter und Wache, Dresden 2012: Kreuzkirche Dresden, Kunstdienst der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen 2014: Galerie am Blauen Wunder, Dresden 2014: Galerie Weltecho, Chemnitz 2014: Galerie K. Westend, Dresden 2018: Galerie Borssenanger, Chemnitz 2018: Haus der Architekten, Dresden

Baugebundene Arbeiten:

1960: Wandfries Polytechnische Oberschule, Gräfentonna/Bad Langensalza 1963: Wandgestaltung Studentenwohnheime Leningrader Straße, Dresden 1964: Keramische Mosaikverkleidung Pädagogische Hochschule, Dresden 1965: Betonrelief Landtechnisches Forschungsinstitut, Potsdam-Bornin 1978: Wandgestaltung „Cafe Borsberg“, Dresden 1980: Neunteiliges Tafelwerk „Neue Mensa der TU Dresden“ 1982: Wandgestaltung Rathaus Großenhain 1986–1990: Entwürfe für Orgelprospekte für Eule Orgelbau, Bautzen für Kirchen in Dresden, Zittau, Görlitz, Löbau, Neuhaus am Schliersee, Warschau, Bonn-Holzar u. a. 2005: Wandgestaltung Geschäftsräume WoBa Striesen, Dresden 2011: Gestaltung eines Kirchenfensters Wehrkirche Großschirma

Literatur Karlheinz Georgi. Beiträge zur Architektur. Hrsg. Stiftung Sächsischer Architekten, Dresden, 2018, ISBN 978-3-95498-425-1

Einzelnachweise

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