Lutzingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau.
Geografie Die Gemeinde liegt in der Planungsregion Augsburg, etwa 40 km nordwestlich von Augsburg.
Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Eichbergerhof (Einöde) Lutzingen (Pfarrdorf) Unterliezheim (Pfarrdorf) Sie besteht aus den Gemarkungen Lutzingen (mit Eichbergerhof und dem Wohnplatz Goldbergalm) und Unterliezheim, beide Gemarkungen sind in der Fläche deckungsgleich mit den ehemaligen Gemeinden. mini|hochkant|Altes Pfarrhaus mini|hochkant|Pfarrkirche St. Michael
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Der heutige Gemeindeteil Unterliezheim wurde mit seinem Kloster erstmals im Jahr 1026 als Liedesheim urkundlich erwähnt. Der 1250 erstmals erwähnte Ort gehörte lange zum Herzogtum Neuburg-Sulzbach und dessen Gericht Höchstädt. Lutzingen war von den Schlachten bei Höchstädt-Blindheim 1703 und 1704 stark betroffen. Seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. 1818 entstand mit dem Gemeindeedikt im Königreich Bayern die politische Gemeinde.
Eingemeindungen Am 1. Mai 1978 wurde im Zuge der Gebietsreform die Gemeinde Unterliezheim nach Lutzingen eingemeindet. Der Gemeindeteil Goldbergalm kam 1980 von der Nachbargemeinde Höchstädt an der Donau dazu.
Einwohnerentwicklung Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 20152020Einwohner 1005 979 983 989 1016 1024 959 970 1005984 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 974 auf 994 um 20 Einwohner bzw. um 2,1 %.
Politik und Öffentliche Verwaltung Erster Bürgermeister ist seit Mai 2020 Christian Weber (CSU), der als einziger Bewerber mit 95,5 % bei der Kommunalwahl 2026 wiedergewählt wurde.Ergebnisse der Bürgermeisterwahl 2026, abgerufen am 13. Juni 2026.
Der Gemeinderat hat acht Mitglieder. Die Kommunalwahl 2026 führte zu folgender Sitzverteilung:Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2026, abgerufen am 13. Juni 2026. Parteien und Wählergemeinschaften %2020 Sitze2020 CSU 46,4 4 Wählerblock Unterliezheim 35,5 3 Freie Wähler 18,1 1Gesamt 100,0 8Wahlbeteiligung in % 77,5
Wappen
Verwaltung Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt an der Donau.
Sehenswürdigkeiten Katholische Pfarrkirche St. Michael und Pfarrhaus in Lutzingen Ölbergkapelle in Lutzingen Katholische Pfarrkirche St. Leonhard in Unterliezheim John Pawson Kapelle in Unterliezheim Ölbergkapelle in Unterliezheim aus dem Jahr 1733 Ehemaliges Kloster Unterliezheim Klosterbrauerei Unterliezheim, 1772/75 erbaut Eichbergerhof (Historisches Gebäude in dem sich Prinz Eugen in der Schlacht von 1704 aufhielt) Goldbergalm (Gaststätte nahe dem Gipfel des Goldberges, der im Gebiet der Nachbargemeinde Finningen liegt)
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 2021 gab es nach der amtlichen Statistik 53 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Lutzingen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 445. Die Zahl der Auspendler war um 392 höher als die der Einpendler. Neun Einwohner waren arbeitslos gemeldet. Im Jahr 2020 gab es 17 landwirtschaftliche Betriebe. Von den 488 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche waren 328 ha Ackerland. Bildung 2022 gab es folgende Einrichtungen: 1 Kindertageseinrichtung: 43 Plätze für Krippen- und Kindergartenalter, 31 betreute Kinder, 6 Mitarbeiter
Persönlichkeiten Martin Königsdorfer (* 20. Oktober 1752; † 7. März 1835), Schriftsteller, 1785 bis 1834 Pfarrer in Lutzingen
Weblinks
Gemeinde Lutzingen bei der Verwaltungsgemeinschaft Höchstädt a. d. Donau
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Dillingen an der Donau Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)