Gradenegg ist eine Ortschaft in der Gemeinde Liebenfels im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten (Österreich). Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ). Sie liegt zur Gänze auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Gradenegg. Der Name des Orts leitet sich vom slowenischen Gradnice (= Schlossbach-Dorf) ab.Gemeinde Liebenfels (Hrsg.): Gemeindechronik Liebenfels. 1998, S. 373.

Lage, Hofnamen Die Ortschaft liegt im Südwesten des Bezirks St. Veit an der Glan, an einem nach Südwesten hin abfallenden Hang in den Wimitzer Bergen.

In der Ortschaft werden folgende Hofnamen geführt: Zenz (Nr. 5), Messner (Nr. 6), Windischbauer (Nr. 7), Lercherkeusche (Nr. 12), Glaserkeusche (Nr. 14), Gössekeusche (Nr. 15), Schlosser (Nr. 16), Raderkeusche (Nr. 17), Wurzekeusche unterm Wald (Nr. 18), Plattenkeusche (Nr. 19) und Grabenbauer (Nr. 22).Adresssuche auf kagis.ktn.gv.at

Geschichte Der Name Gradnich wird 1192 erwähnt. Die Herren von Gradenegg saßen auf der Burg Gradenegg, etwas oberhalb der heutigen Ortschaft; die bis um 1800 bewohnte Burg gilt heute als zur Nachbarortschaft Freundsam gehörend.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die zur Steuergemeinde Gradenegg gehörende Ortschaft Teil des Steuerbezirks Gradenegg. Bei Bildung der Ortsgemeinden im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 kam die Ortschaft zunächst an die Gemeinde Glantschach, 1875 wurde sie an die Gemeinde Sörg angeschlossen. Seit Fusion der Gemeinden Sörg und Liebenfels 1973 gehört der Ort zur Gemeinde Liebenfels.

Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft zählte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 12 Häuser, 82 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 72. (noch ohne Unterholz) 1880: 15 Häuser, 75 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 60. 1890: 13 Häuser, 97 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 61. 1900: 15 Häuser, 87 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 82. 1910: 22 Häuser, 143 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 43. (nun einschließlich von Unterholz) 1923: 23 Häuser, 146 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 18. 1934: 149 Einwohner handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 18. 1961: 24 Häuser, 147 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 257. 2001: 38 Gebäude (davon 28 mit Hauptwohnsitz) mit 39 Wohnungen; 94 Einwohner und 9 Nebenwohnsitzfälle; 31 Haushalte; 3 Arbeitsstätten, 13 land- und forstwirtschaftliche Betriebe 2011: 44 Gebäude, 108 Einwohner, 39 Haushalte; 8 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. 2021: 51 Gebäude, 109 Einwohner, 45 Haushalte, 15 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 39.

Ortschaftsbestandteil Unterholz mini|Blick von der Burgruine Gradenegg auf Unterholz (links) und den Ortskern von Gradenegg (rechts) Als Ortschaftsbestandteil von Gradenegg wurde zeitweise die Rotte Unterholz geführt, die im Norden des Orts, unterhalb der Burgruine, liegt. Zunächst war diese Siedlung, obwohl auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Gradenegg gelegen, ohne gesonderte Erwähnung zur Ortschaft Freundsam gezählt worden, 1890 wurde sie als Ortschaftsbestandteil von Freundsam ausgewiesen, später als Ortschaftsbestandteil von Gradenegg. 1890: 5 Häuser, 51 Einwohner (als Ortschaftsbestandteil von Freundsam) 1910: 5 Häuser, 48 Einwohner (als Ortschaftsbestandteil von Gradenegg) 1923: 5 Häuser, 31 Einwohner (als Ortschaftsbestandteil von Gradenegg) 1961: 6 Häuser, 41 Einwohner (als Ortschaftsbestandteil von Gradenegg) In den jüngsten Ortsverzeichnissen wird das zu Gradenegg gehörende Unterholz nicht mehr eigens ausgewiesen.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Liebenfels) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan Kategorie:Ersterwähnung 1192