Alan Dinehart (* 3. Oktober 1889 in Saint Paul, Minnesota als Harold Alan Dinehart; † 18. Juli 1944 in Hollywood, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Autor.

Leben und Karriere Alan Dinehart brach die Schule ab, um sich einer durch die USA ziehenden Theatergruppe anzuschließen. Er war bereits ein erfahrener Bühnenschauspieler, als er 1918 in dem Stück A Very Good Young Man sein Debüt am New Yorker Broadway feierte. Dort trat er in den 1920er-Jahren durchgehend in über einem Dutzend Produktionen auf und war auch als Regisseur einiger Produktionen tätig. Wie so viele spracherfahrene Theaterschauspieler vom Broadway wurde Dinehart mit dem Anbruch des Tonfilms von den Filmstudios nach Hollywood gelotst.

Von 1931 bis in sein Todesjahr wirkte Dinehart an insgesamt 89 Kinofilmen mit. Der hochgewachsene, korpulente und rundgesichtige Darsteller war in seinen ersten Filmen noch mehrfach Leading Men, trat dann aber vor allem in Nebenrollen auf, insbesondere in den Krimifilmen von 20th Century Fox war er mehrfach zu sehen. Nicht selten wurde er als Schurke oder unsympathische Persönlichkeit besetzt, beispielsweise mehrfach als windiger Geschäftsmann. In Filmen wie Supernatural (1933) mit Carole Lombard und Jimmy the Gent (1934) mit James Cagney war er als gewitzter wie unehrlicher Betrüger zu sehen. Dinehart betätigte sich neben der Schauspielerei auch als Bühnenautor, beispielsweise war er Mitverfasser der Komödie Separate Rooms, die Anfang der 1940er-Jahre eines der erfolgreichsten Stücke am Broadway war und über eineinhalb Jahre lief.

Alan Dinehart starb 1944 im Alter von 54 Jahren an einem Herzinfarkt und wurde im Mausoleum des Prominentenfriedhofs Forest Lawn Memorial Park in Glendale beigesetzt. Aus seiner geschiedenen Ehe mit Louise Dyer Dinehart zwischen 1912 und 1932 hatte er einen Sohn, den späteren Schauspieler und Filmproduzenten Alan Dinehart Jr. (1918–1992), der in den 1960er-Jahren einer der Produzenten der Serie Familie Feuerstein war. Mit seiner zweiten Ehefrau, der Schauspielerin Mozelle Britton (1912–1953), mit der er von 1933 bis zu seinem Tod verheiratet war, hatte er zwei Kinder. Sein Sohn Mason Alan Dinehart (* 1936) war in den 1950er-Jahren auch Schauspieler.

Filmografie (Auswahl) 1931: The Brat 1931: Girls About Town 1932: Das Washingtoner Karussell (Washington Merry-Go-Round) 1932: Lawyer Man 1932: Street of Women 1933: Verschollen in New York (Bureau of Missing Persons) 1933: Supernatural 1933: The World Changes 1933: A Study in Scarlet 1934: Harold Lloyd, der Strohmann (The Cat’s Paw) 1934: Shirley’s großes Spiel (Baby, Take a Bow) 1934: Ein feiner Herr (Jimmy the Gent) 1935: Das Schiff des Satans (Dante’s Inferno) 1935: Musik um Mitternacht (Thanks a Million) 1935: Luxusmädel (Lottery Lover) 1936: Gefährliche Fracht (Human Cargo) 1936: Zum Tanzen geboren (Born to Dance) 1936: Charlie Chan beim Pferderennen (Charlie Chan at the Race Track) 1937: Ali Baba geht in die Stadt (Ali Baba Goes to Town) 1937: Unter vier Augen (This Is My Affair) 1937: Danger – Love at Work 1938: Shirley auf Welle 303 (Rebecca of Sunnybrook Farm) 1939: Second Fiddle 1943: It’s a Great Life 1943: What a Woman! 1944: Johnny Doesn’t Live Here Anymore 1944: Der Whistler (The Whistler) 1944: Minstrel Man 1944: A Wave, a WAC and a Marine

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