Brăduț [] () ist eine Gemeinde im Kreis Covasna in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort ist auch unter den veralteten Bezeichnungen Barduț und Bardoț bekannt.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Brăduț im Kreis Covasna Die Gemeinde Brăduț liegt in den Nordostausläufern des Perșani-Gebirges (Munții Perșani) im historischen Szeklerland. Im Nordwesten des Kreises Covasna am Bach Cormoș – ein rechter Zufluss des Olt (Alt) – und der Gemeindestraße (Drum comunal) DC 42 befindet sich der Ort Brăduț sieben Kilometer nördlich von der Kleinstadt Baraolt und etwa 60 Kilometer (32 km Luftlinie) nördlich von der Kreishauptstadt Sfântu Gheorghe (Sankt Georgen) entfernt.
Von den fast 170 km² sind 8504 Hektar bewaldet und 7892 Hektar dienen der Landwirtschaft.
Außer den Mineralwasserquellen auf dem Gemeindegebiet, sind auf dem Areal der eingemeindeten Dörfer Doboșeni und Filia Vorkommen von Limonit und Kieselgur.Angaben auf der Webdarstellung der Gemeinde, abgerufen am 27. November 2019 (rumänisch)
Geschichte Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Brăduț, wurde erstmals 1333 urkundlich erwähnt.
Auf eine Besiedlung des Gemeindegebiets in die Jungsteinzeit deutet ein Hügelgrab auf dem Berg Tortoma. Wie auf dem Areal des Ortes Brăduț, wurden auch auf dem des eingemeindeten Dorfes Doboșeni (ungarisch Székelyszáldobos), Filia (ungarisch Erdőfüle) und Tălișoara (ungarisch Olasztelek) archäologische Funde aus der Jungsteinzeit und auch der Bronzezeit gefunden.Institutul Național al Patrimoniului, abgerufen am 16. Oktober 2022 (rumänisch).
Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte der heutige Ort dem Stuhlbezirk Homoród im Komitat Udvarhely (Komitat Oderhellen), anschließend dem historischen Kreis Odorhei und nachher dem heutigen Kreis Covasna an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Brăduț entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 460 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 2.672 89 2.482 1 100 1920 3.780 289 3.491 - - 1966 4.530 318 4.205 7 - 2002 4.688 195 3.921 2 570 2011 4.728 323 3.612 - 793 (Roma 639) 2021 4.923 225 3.216 - 1.482 Seit 1850 wurde in der Gemeinde Brăduț die höchste Einwohnerzahl 2011 ermittelt. Die höchste Anzahl der Magyaren wurde (4.140) 1992, der Rumänen (380) 1930, die der Roma (1.224) 2021 und die der Rumäniendeutschen (74) 1880 registriert.
Sehenswürdigkeiten Die orthodoxe Kirche im eingemeindeten Dorf Doboșeni, 1920 errichtet und 1940 erneuert, steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Im eingemeindeten Dorf Filia, die Ruinen der ehemaligen römisch-katholischen Kirche und deren Anwesen im 13. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Tălișoara die alte rumänische Kirche, zu der kein Baujahr angegeben wird, steht unter Denkmalschutz. In Tălișoara das Herrenhaus der ehemaligen ungarischen Adelsfamilie Daniel Mihály, laut dem Verzeichnis historischer Denkmäler des Rumänischen Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) 1669 errichtet und 1884 umgebaut, steht unter Denkmalschutz. Nach der Enteignung wurde das Anwesen von Staatlichen Betrieben zu unterschiedlichen Zwecken verwendet. Nach der Revolution 1989 wurde das Anwesen den rechtmäßigen Erben zurückgegeben, welche es verkauften und die neuen Besitzer, auch mit Hilfe europäischer Gelder, das Anwesen in ein Hotel umbauten.Angaben zum Landhaus Daniel, dem heutigen Hotel, abgerufen am 27. November 2019 (rumänisch) Im eingemeindeten Dorf Filia das Landhaus Ferenczy-Boda 1713 errichtet und 1826 umgebaut. Das Anwesen steht unter Denkmalschutz, befindet sich aber in einem schlechten Zustand.
Persönlichkeiten
József Hermányi Dienes (1699–1763) in Tălișoara geboren, war Schriftsteller, Übersetzer und Dichter.Angaben zu József Hermányi Dienes bei mek.oszk.hu, abgerufen am 23. November 2019 (ungarisch) József Benkő (1740–1814), war Historiker, Botaniker und Pastor.Angaben zu József Benkő bei jelesnapok.oszk.hu, abgerufen am 24. November 2019 (ungarisch) Lajos Kolumbán (1875–1958), war EthnografAngaben zu Lajos Kolumbán bei mek.oszk.hu, abgerufen am 23. November 2019 (ungarisch) Imre Márkó (1939–2011) in Tălișoara geboren, war Schriftsteller, Theologe und Zahnarzt.Angaben zu Márkó Imre bei mek.oszk.hu, abgerufen am 23. November 2019 (ungarisch)
Städtepartnerschaften Das eingemeindete Dorf Tălișoara unterhält Partnerschaften mit den ungarischen Gemeinden KörösnagyharsányAngaben auf der Webdarstellung der Gemeinde Körösnagyharsány, abgerufen am 24. November 2019 (ungarisch) und ÁcsAngaben auf der Webdarstellung der Gemeinde Ács, abgerufen am 24. November 2019 (ungarisch).
Weblinks
Die Gemeinde Brăduț bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1333