Laodike () ist in der griechischen Mythologie eine Tochter von Priamos und Hekabe. Sie wird als schönste der Töchter beschrieben.Homer, Ilias 3,124; 6,252
Sie ist die Gattin des Helikaon, durch den ihr eine Versklavung nach der Eroberung Trojas erspart bleibt.Homer, Ilias 3,124; 6,252; Hyginus, Fabulae 90; Bibliotheke_des_Apollodor 3,12,5 An anderer Stelle ist sie mit Telephos verheiratet,Hyginus, Fabulae 101 der jedoch als Mann von Astyoche gilt, der Schwester von Priamos.Scholion zu Homer, Odyssee 11,220
Nach späterer ÜberlieferungÄltester fassbarer Gewährsmann ist Hegesippos_von_Mekyberna, 4. Jahrhundert v. Chr. verliebte Laodike sich als Jungfrau in Theseus’ Sohn Akamas (oder dessen Bruder DemophonPlutarch, Theseus 34), der als Gesandter mit Diomedes wegen der Rückgabe Helenas nach Troja gekommen war, und hatte mit ihm einen Sohn, Munitos (oder Munichos), der von Aithra, Akamas’ Großmutter und damaliger Dienerin Helenas, aufgezogen und nach der Eroberung Trojas Akamas übergeben wurde.Parthenios von Nicaea, Erotika parthemata 16; Johannes Tzetzes, Ad Lycophronem 314; 447; 495
In der Lesche der Knidier in Delphi erscheint sie unter den gefangenen Troerinnen.Johannes Tzetzes, Ad Lycophronem 495; Pausanias 10,26,3; Plutarch, Kimon 4 Nach anderer Lesart wurde Laodike selbst aber bei der Zerstörung der Stadt auf ihr Flehen hin von einer Erdspalte verschlungenBibliotheke des Apollodor, Epitome 5,23; Quintus_Smyrnaeus, Posthomerica 13,544–551;Tryphiodorus, Excidium Ilii 660-663; Johannes Tzetzes, Posthomerica 736; Scholien zu Lycophron 314 oder sie starb später aus Verzweiflung über den Verlust ihres Sohns, der zu Olynthos durch den Biss einer Schlange umgekommen war.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Königin der griechischen Mythologie Kategorie:Gestalt der griechischen Mythologie als Namensgeber für einen Asteroiden