mini|Syrgenstein mit Staufen und Altenberg von Westen Syrgenstein ist eine Gemeinde im Landkreis Dillingen an der Donau in Bayern. Der Sitz der Gemeindeverwaltung und der Verwaltungsgemeinschaft Syrgenstein befindet sich im Gemeindeteil Landshausen.

Geographie Lage Die Gemeinde liegt im Nordwesten Bayerisch-Schwabens an der Grenze zu Baden-Württemberg. Im Gemeindeteil Staufen befindet sich der höchste Punkt im Landkreis Dillingen. Nächste größere Stadt ist das etwa sechs Kilometer entfernte Giengen an der Brenz.

Gemeindegliederung Die Gemeinde hat 7 Gemeindeteile (ehemalige Gemeinden mit damaligen Gemeindeteilen; in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Altenberg (Pfarrdorf) Ballhausen (Kirchdorf) Landshausen (Kirchdorf) mit Martinshof (Einöde) Staufen (Kirchdorf) mit Alter Thurm (Einöde) und Viehmühle (Einöde) Ein eigener Gemeindeteil Syrgenstein besteht nicht.

Es gibt die Gemarkungen Syrgenstein, Landshausen und Staufen.

Geschichte Bis zur Gründung der Vorläufergemeinden Von den heutigen Ortsteilen der Gemeinde Syrgenstein wurden Staufen 1130 („Stǒfen“), Landshausen 1289, Ballhausen 1327 und Altenberg 1374 erstmals urkundlich genannt.

Die reichsunmittelbaren Freiherren von Syrgenstein teilten sich seit 1693 die Landeshoheit sowie das Hochgericht in der Herrschaft Syrgenstein mit dem Herzogtum Neuburg. Sie erbauten ab 1693 das Schloss Altenberg. 1798 erfolgte der Verkauf an die Fürsten zu Oettingen-Wallerstein.

Des Weiteren bildete das heute zur Gemeinde zählende Staufen eine geschlossene Hofmark der Herren von Westerstetten und später der Grafen von Türheim.

Im Jahr 1806 übernahm das Königreich Bayern die Landeshoheit für die heutigen Ortsteile der Gemeinde Syrgenstein. Der Zuteilung der Landeshoheit ging ein Konflikt zwischen Oettingen-Wallerstein und Bayern voraus.

Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Altenberg und Ballhausen. Im Jahr 1832 kaufte Bayern vom Hause Oettingen den verbliebenen Altenbergischen Besitz.

Eingemeindungen und Umbenennung Im Hinblick auf die anstehende Gemeindegebietsreform schlossen sich am 1. Juli 1970 die Gemeinden Altenberg und Ballhausen (557 Einwohner am 27. Mai 1970) zur neuen Gemeinde Altenberg zusammen. Diese wurde am 1. Februar 1971 in Syrgenstein umbenannt. Landshausen (739 Einwohner) kam am 1. Mai 1978 hinzu, Staufen (691 Einwohner) folgte am 1. Januar 1980.Gesetz über die Änderung der Zugehörigkeit von Gemeinden zu Verwaltungsgemeinschaften vom 10. August 1979 (GVBl S. 223)

Einwohnerentwicklung Jahr19611970198719911995200020052010201520202025Einwohner26262976303831413381348036073583365837903862 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3049 auf 3721 um 672 Einwohner bzw. um 22 %.

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern. Seit den Kommunalwahlen 2014 verteilen sich die Stimmanteile und Sitze wie folgt: Parteien und Wählergemeinschaften 20202014%Sitze%SitzeCSU29,9523,64SPD22,6424,24Freie Wählervereinigung Landshausen20,9322,74Wahlgemeinschaft Staufen/Freies Bürgerforum13,5216,22Freie Wählervereinigung Ballhausen7,217,11REP5,916,21Gesamt100,016100,016Wahlbeteiligung in %65,652,8

Bürgermeister Erste Bürgermeisterin ist seit 1. Mai 2020 Mirjam Steiner (SPD); sie setzte sich in der Stichwahl am 29. März 2020 gegen Ralf Kindelmann (CSU) mit 58,0 % der Stimmen durch. Im ersten Wahlgang hatte sie unter drei Bewerbern 47,0 % erreicht. Ihr Vorgänger war von Mai 1984 bis April 2020 ihr Vater Bernd Steiner (SPD/Unabhängige Bürger). Steiner (* 1953) war damit insgesamt 36 Jahre lang Gemeindeoberhaupt und trat zur Wahl am 15. März 2020 nicht mehr an.

Wappen

Sehenswürdigkeiten mini|Kirche St. Martin in Staufen von Osten Kirchen Katholische Pfarrkirche St. Johannes Evangelist in Altenberg, geweiht 1765 Katholische Pfarrkirche St. Martin in Staufen

mini|Altenberg Sonstige Bauwerke Schloss Altenberg: 1361–1637 im Besitz der Herren von Westerstetten, danach der Herren von Syrgenstein (auch als Sürgen bekannt), die im Allgäu Ministerialen des Klosters St. Gallen waren und ihren Stammsitz auf Schloss Syrgenstein hatten. Sie errichteten um 1693 das heutige Schloss. 1798 Verkauf an die Fürsten zu Oettingen-Wallerstein. 1982 vom Freistaat Bayern erworben, der es 1986 an Prinzessin Clothilde von Liechtenstein verkaufte.Burgenwelt.org: Schloss Altenberg Staufener Schlössle, erbaut im 16. Jahrhundert Staufener Klingenplatz (Kneippanlage) Turmruine der Burg Bloßenstaufen

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 2021 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 140 und im Bereich Handel und Verkehr 149 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 265 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1672. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 12 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 294 ha, davon waren 168 ha Ackerfläche und 126 ha Dauergrünfläche.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen 3.542.000 Euro im Jahr 2021, davon waren 469.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2022): Kindergärten in Altenberg, Bachhagel, Staufen und Zöschingen Bachtal-Grundschule Syrgenstein-Bachhagel mit Schulgebäuden in Syrgenstein und Bachhagel

Weblinks

Gemeinde Syrgenstein

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Dillingen an der Donau Kategorie:Gemeindegründung 1970