Der Eluanbi Leuchtturm (, ) ist ein weißer Rundturm mit einer doppelten Galerie und darüber einem Laternenhaus. Er befindet sich am südlichsten Punkt, Kap Eluanbi von Taiwan. Die heute noch in Betrieb befindliche Navigationsanlage steht unter Denkmalschutz und ist Teil des Kenting-Nationalpark.
Geschichte Der am südlichsten Punkt von Taiwan gelegene Leuchtturm wurde 1881–1882 unter der Qing-Dynastie errichtet.
Der Bau des Leuchtturms fiel in den Zuständigkeitsbereich des britischen Diplomaten Sir Robert Hart (1835–1911), der als Generalinspektor des Chinesisch-kaiserlichen Seezolldienstes tätig war. Unter diplomatischem Druck beauftragte die Qing-Regierung W. F. Spindey, ein Mitglied der Royal Geographical Society, mit der Errichtung eines Leuchtturms.
Er entsandte 1875 Spindey mit einem Team von über 80 Personen, um das südliche Kap zu erkunden und erwarb auf dem Rückweg von den Anführern der Kuie Chia Chiao das Land für den niedrigen Preis von 100 Silberdollars.
Leuchtturm Der Bau des von dem Engländer J. Reginald Harding entworfenen Leuchtturms von Elunabi begann 1881 und wurde im darauffolgenden Jahr abgeschlossen. Die Kosten beliefen sich auf rund 200.000 Silberdollar. Er wurde 1883 erstmals in Betrieb genommen.
Der historische O-luan Pi- Leuchtturm war wohl der einzige militärisch befestigte Leuchtturm der Welt. Die Anlage umgibt ein Verteidigungsgraben und der Turm selbst besaß zahlreiche Schießscharten für Kanonen. Damit sollten den zahlreichen Überfällen durch lokale, bewaffnete Banden vorgebeugt werden. 1895 unterzeichnete die Qing-Regierung den Vertrag von Maguan und trat Taiwan an Japan ab. Der Leuchtturm wurde während des Ersten chinesisch-japanischen Krieges (1894–1895) vor dem Rückzug der Qing-Truppen zerstört. 1898 bauten die Japaner ihn wieder auf. 1910 wurde eine stärkere Lichtquelle installiert.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Turm von amerikanischen Bombern stark beschädigt und außer Betrieb gesetzt.
1947 wurde der Leuchtturm grundlegend renoviert. Er wurde 1965 mit einer rotierenden Fresnel-Linse (Vierter Ordnung) ausgestattet und wurde zum lichtstärksten Leuchtturm Taiwans, wodurch er den Beinamen „Licht Ostasiens“ erhielt. Der umliegende Eluanbi Park wurde im Dezember 1982 für die Öffentlichkeit freigegeben und der Leuchtturm selbst ist seit 1992 für Besucher geöffnet.
Literatur Walkers cultural Taiwan N° 17, Leuchttürme, 2002 205 Seiten, ISBN 957-28031-2-3
Siehe auch Liste von Leuchttürmen in Asien
Weblinks
鹅銮鼻灯塔 (Taiwans Leuchttürme) WSHNT, KUAS (chinesisch) (englisch)
Einzelnachweise Registrierungen: UKHO: United Kingdom Hydrographic Office NGA: ARLHS: (englisch)
Eluanbi Eluanbi Kategorie:Landkreis Pingtung Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren Kategorie:Rundturm