mini|Torsten Hammann (2018) Torsten Hammann (* 3. November 1965 in Hamburg. Abgerufen am 26. November 2019.Torsten Hammann. Profil und Vita bei CASTFORWARD. Abgerufen am 26. November 2019.) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben Privates Torsten Hammann wuchs im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg auf. Sein Vater besaß eine Lascherei auf St. Pauli, wo er selbst zwei Jahre als Lascher arbeitete.Ein Kerl mit Kiez-Erfahrung auf und abseits der Bühne. In Hamburger Abendblatt vom 17. September 2015. Abgerufen am 26. November 2019. Er lebt heute noch in Hamburg.

In den 1980/1990er Jahren war Hammann auch als Musiker aktiv. So war er Bandmitglied (Gitarre und Gesang) bei Calling Dead Red Roses und Cancer Barrack oder unterstützte Girls Under Glass als Begleitsänger auf dem Album Darius. Als Hammann erschien 1992 das Lied Belsazar auf dem Sampler 040 Hamburg Strikes Back! Darüber hinaus unterstützte er das Duo Wolfsheim bei der Produktion ihres gleichnamigen Demoalbums.

Ausbildung und Theater Seine Schauspielausbildung absolvierte er von 1992 bis 1995 an der Schule für Schauspiel Hamburg, abgerufen am 15. Dezember 2021. Nach seiner Ausbildung gastierte er 1995 am Thalia Theater und am Ernst-Deutsch-Theater (Der Talisman, Regie: Hellmuth Matiasek).TORSTEN HAMMANN. Vita. Offizielle Internetpräsenz Hartmann & Stauffacher Verlag. Abgerufen am 26. November 2019.

Anschließend hatte er Theaterengagements an zahlreichen Hamburger Bühnen, ab 1996 zunächst am Schmidt’s Tivoli Theater, erst als Eddy in der Kino-Revue Oscar, später dann in der Musical-Version von Ein Sommernachtstraum. In der 50er-Jahre-Revue Fifty Fifty (1997) war unter der Regie von Corny Littmann der Conférencier. Außerdem spielte er 2003 die Rolle des Kjell Barne in der deutschsprachigen Erstaufführung des norwegischen Theatererfolgs Elling.Torsten Hammann. Vita. Tollkühn Media GmbH. Abgerufen am 26. November 2019.

Er gastierte in dieser Zeit außerdem am Altonaer Theater (2002, als Lennie in Von Mäusen und Menschen), an den Hamburger Kammerspielen (2003) und an der Komödie Winterhuder Fährhaus (2004). Am Altonaer Theater verkörperte er in den Jahren 2004/05 den Geschworenen Nr. 6 in Rose/Budjuhns Bühnenstück Die zwölf Geschworenen.Höllische Hitze, heiße Wortgefechte - Im Zweifel für den Angeklagten. Premierenkritik. In: WELT vom 20. Januar 2004. Abgerufen am 26. November 2019. Im November 2008 wurde am Schmidts Tivoli Hammanns Krippenspiel Große Stadt, heilige Nacht unter dem Titel Stille Nacht 2008 uraufgeführt.GROSSE STADT, HEILIGE NACHT Offizielle Internetpräsenz Hartmann & Stauffacher Verlag. Abgerufen am 26. November 2019.

Ab 2010 gastierte er regelmäßig auch am St. Pauli Theater, wo er als Box-Hüne „Jochen der Rochen“ in Franz Wittenbrinks Liederabend Die Ritze debütierte.So lernt man beim Schauspiel fürs Leben. In: Hamburger Abendblatt vom 10. August 2012. Abgerufen am 26. November 2019. Von 2011 bis 2014 verkörperte er dort den Fleischer Lazar Wolf im Musical Anatevka.Anatevka: Jahre kommen, Jahre gehen. Besetzung bei Musicalzentrale.de. Abgerufen am 26. November 2019.

Von 2011 bis 2017 spielte er am Schmidt Theater den Räuber Hotzenplotz in der gleichnamigen Musicaladaption des Kinderbuchklassikers.Der Räuber Hotzenplotz - die CD kommt. Abgerufen am 26. November 2019.Räuber Hotzenplotz: Schmidt Theater. Pressereferenzen.de. Abgerufen am 26. November 2019. Großen Erfolg hatte er dort auch ab 2014 als Kaufmann Pfeffersack und Pirat im Familienmusical Der kleine Störtebeker.Der kleine Störtebeker erobert (wieder) Hamburg. Bühnenlichter.de. Abgerufen am 26. November 2019. Im September 2015 debütierte er erfolgreich mit seinem selbstverfassten Solo-Stück „Komma rein hier!“ über den Koberer Oliver.Schmidtchen: Kieztypen en gros: Torsten Hammann brilliert in „Komma rein hier!“. Premierenkritik. In: WELT vom 19. September 2015. Abgerufen am 26. November 2019.

2023 hatte er ein erneutes Engagement am St. Pauli Theater. In der von Ulrich Waller inszenierten Deutschlandpremiere von Daniel Kehlmanns Nebenan spielte er neben Oliver Mommsen und Stephan Grossmann Tresenhocker Micha.

Film und Fernsehen Seit Ende der 1990er Jahre stand Hammann für zahlreiche Kino- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. Für das Kino arbeitete er u. a. mit Fatih Akin, Werner Herzog, Sönke Wortmann und Dennis Satin, Fernseharbeiten entstanden u. a. unter der Regie von Carl Schenkel, Thomas Nennstiel und Thorsten Näter.

Hammanns Rollen, die vom Gangster bis zu humorigen Charakteren reichten, beinhalteten zunächst auch zahlreiche Kleinrollen wie Arbeiter, Matrosen, Wirte, Bodyguards, Schleuser, Kioskverkäufer und Sicherheitsmänner, denen er individuelles Profil verlieh.

In der Comedyserie Alles Atze (2000–2001) war er Heiner Grothe, Ewalds schwer krimineller Sohn. Er spielte in Märchenfilmen mit, wo er einen Riesen und einen Wirt darstellte, hatte Gastrollen in den TV-Reihen Tatort und Wilsberg und spielte zahlreiche Episodenrollen in Fernsehserien wie Adelheid und ihre Mörder, Großstadtrevier, Heldt, Hubert und Staller und Dogs of Berlin.

In der 6. Staffel der ZDF-Serie SOKO Wismar (2009) stellte er einen tatverdächtigen und zwielichtigen Bau-Subunternehmer dar.SOKO Wismar: Eigenheim. Handlung und Besetzung. Offizielle Internetpräsenz des ZDF. Abgerufen am 26. November 2019. In der 16. Staffel der Serie SOKO Wismar (2018) war er als tatverdächtiger Tätowierer René Mettlach zu sehen.SOKO Wismar: Tattoo-Tod. Abgerufen am 26. November 2019. In der 5. Staffel der TV-Serie Die Kanzlei (2020) übernahm er eine Episodenhauptrolle als vorbestrafter Ex-Häftling und tatverdächtiger Hamburger Kioskbesitzer.Die Kanzlei: Ein falsches Bild. Handlung, Besetzung und Bildergalerie. Offizielle Internetpräsenz Das Erste. Abgerufen am 2. November 2020. In der 12. Staffel der ZDF-Serie SOKO Köln (2020) spielte er den ausgebooteten Geschäftspartner und größten Konkurrenten eines erschlagenen Gebrauchtwagenhändlers.. Handlung und Besetzung. Offizielle Internetpräsenz des ZDF. 27. Oktober 2020.

Seit Frühjahr 2020 betreibt er mit TorstenHammannTV auf der Plattform Instagram einen eigenen Kanal im Bereich Social-Media-TV.

Autor Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist Hammann auch immer wieder als Autor tätig. Zunächst schrieb er die Liedtexte für seine Dark-Wave-Band Cancer Barrack.

Später schrieb er dann auch immer wieder Bühnenstücke, die an verschiedenen Theatern aufgeführt wurden. Von 2008 bis 2010 lief sein Stück Große Stadt, heilige Nacht, das im Theaterverlag Whale Songs/Hartmann & Stauffacher erschien, am Schmidt’s Tivoli auf der Hamburger Reeperbahn. Danach folgte sein musikalisches Kammerspiel Komma rein hier, das ab 2015 für drei Jahre im Schmidtchen auf der Reeperbahn lief.Kieztypen en gros: Torsten Hammann brilliert in „Komma rein hier!“. In: WELT vom 19. September 2015. Abgerufen am 12. Dezember 2023 2022 folgte sein dystopisches Märchen Durst, das beim Jahrmarkttheater uraufgeführt wurde.https://barftgaans.de/ganz-wenig-hoffnung/

Filmografie (Auswahl)

Theater (Auswahl) 1994–1996: Hamburger JedermannHamburger Jedermann, Theater in der Speicherstadt 1995: Der Talismann, Ernst Deutsch Theater 2003: Elling, Schmidt Theater 2005: Die zwölf Geschworenen, Altonaer Theater 2010: Die Ritze, St. Pauli Theater 2012–2013: Anatevka, St. Pauli Theater 2015–2017 Komma rein hier, Schmidt Theater 2022: DurstDurst, Jahrmarkttheater 2023–2026: Der kleine Störtebeker, Schmidt Theater 2023–2026: Nebenan, St. Pauli Theater 2026: Im weißen Rössl„Im weißen Rössl“ in Alsternäh‘, Hansa Theater

Weblinks

Torsten Hammann – Internetpräsenz Torsten Hammann – Vita (Agentur)

Einzelnachweise

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