mini|Willmering von Norden mini|Blick über Brennet und Zifling zum Hohen Bogen Willmering ist eine Gemeinde im oberpfälzischen Landkreis Cham in Bayern.
Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt rund drei Kilometer nördlich der Kreisstadt Cham. Der Katzbach, der durch die Gemeinde fließt, bildete die frühe Siedlungsachse.
Nachbargemeinden Willmering ist von Nordosten über Süden bis Westen von der Gemeinde Cham umgeben. Im Nordwesten und Norden grenzt Willmering an die Gemeinde Waffenbrunn.
Gemeindegliederung Es gibt sieben Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Brennet (Dorf) Geigen (Dorf) Lohweiher (Dorf) Prienzing (Dorf) Stegmühle (Weiler) Willmering (Dorf) Zifling (Dorf)
Es gibt nur die Gemarkung Willmering.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Die erste urkundliche Erwähnung von Willmering war im Jahr 1135, als Markgraf Diepold „Wiltmaring“ an das Kloster Reichenbach am Regen schenkte. Der Ort gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Cham des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Ausgliederung Am 1. Mai 1978 trat die Gemeinde Willmering im Rahmen der Gebietsreform in Bayern Gebietsteile mit etwa 50 Einwohnern an die Kreisstadt Cham ab.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1580 auf 1965 um 385 Einwohner bzw. um 24,4 %. 1961: 854 Einwohner 1970: 1193 Einwohner 1987: 1516 Einwohner 1991: 1743 Einwohner 1995: 1976 Einwohner 2000: 2145 Einwohner 2005: 2187 Einwohner 2010: 2094 Einwohner 2015: 1991 Einwohner
Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Hans Eichstetter (CSU/Freie Wählergemeinschaft); dieser wurde am 8. März 2026 mit 56,8 % der gültigen Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.
Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 14 ehrenamtlichen Gemeinderatsmitgliedern und dem ehrenamtlichen Ersten Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 erreichten der gemeinsame Wahlvorschlag von CSU und Freier Wählergemeinschaft und der Wahlvorschlag der Freien Wähler Willmering jeweils sieben Sitze.Gemeinderatswahl 2020, abgerufen am 25. August 2020
Wappen
Bau- und Bodendenkmäler
Burgruine Buchberg
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft 2017 gab es in der Gemeinde 463 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 886 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 423 Personen größer als die der Einpendler. 26 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 15 landwirtschaftliche Betriebe.
Verkehr Durch den Ort verläuft die B 22. Diese Bundesstraße sorgte für Aufsehen, weil es dort angeblich durch übersinnliche Wirkungen zu vermehrten Unfällen kam. Lange Zeit hatte es viele Unfälle gegeben, gegen die sämtliche klassischen verkehrlichen Maßnahmen zur Vermeidung (z. B. Tempolimit, Überholverbot) nicht halfen. Daraufhin bot ein Wunderheiler aus dem Ort seine Hilfe an und behauptete, dass sich im Gemeindegebiet an der Gefahrenstelle mehrere Wasseradern und Kraftstrahlen befänden, welche das Fahrverhalten negativ beeinflussen würden. Auf Beschluss des Gemeinderats wurden dann noch zu Zeiten von Bürgermeister Michael Dankerl in den Bäumen an der Straße merkwürdige Kugel-Antennen montiert, die laut dem Wunderheiler helfen sollen., vom 3. Februar 2016
Zudem liegt Willmering an der Bahnstrecke Cham–Waldmünchen. Die Strecke wird im Zweistundentakt durch die Regentalbahn betrieben.
Bildung Am Ort gibt es eine Kindertageseinrichtung mit 39 Plätzen und 41 betreuten Kindern (Stand: 1. März 2018).
Söhne und Töchter der Stadt Ernie Stautner (1925–2006), amerikanischer Footballspieler (geb. in Prienzing)
Weblinks
Gemeinde Willmering
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Cham Kategorie:Ersterwähnung 1135 Kategorie:Gemeindegründung 1818