mini|hochkant=2.3| Der 400-Meter-Lauf der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2006 wurde vom 8. bis 10. August 2006 im Ullevi-Stadion der schwedischen Stadt Göteborg ausgetragen.
Mit Silber und Bronze errangen die russischen Läuferinnen in diesem Wettbewerb zwei Medaillen. Europameisterin wurde die Bulgarin Wanja Stambolowa. Sie gewann vor Tatjana Weschkurowa. Bronze ging an Olga Saizewa.
Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord 47,60 s Canberra, Australien 6. Oktober 1985, sport-record.de (englisch), abgerufen am 29. Januar 2023 Europarekord Meisterschaftsrekord 48,16 s EM Athen, Griechenland 8. September 1982 Der bereits seit 1982 bestehende EM-Rekord wurde auch bei diesen Europameisterschaften nicht erreicht. Die schnellste Zeit erzielte die spätere Europameisterin Wanja Stambolowa aus Bulgarien mit 49,69 s im ersten Halbfinale, womit sie 1,53 s über dem Rekord blieb. Zum Welt- und Europarekord fehlten ihr 2,09 s. Rekordverbesserungen Zweimal wurde der belarussische Landesrekord verbessert: 51,34 s – Ilona Ussowitsch (Belarus), zweiter Vorlauf am 8. August 50,69 s – Ilona Ussowitsch (Belarus), Finale am 10. August
Legende NR Nationaler Rekord
Vorrunde Die Vorrunde wurde in vier Läufen durchgeführt. Die ersten drei Athletinnen pro Lauf – hellblau unterlegt – sowie die darüber hinaus vier zeitschnellsten Läuferinnen – hellgrün unterlegt – qualifizierten sich für das Halbfinale.
Vorlauf 1
8. August 2006, 10:55 Uhr Platz Name Nation Zeit (s) 1 Olga Saizewa 50,89 2 Joanne Cuddihy 51,41 3 Marilyn Okoro 52,02 4 Barbara Petráhn 52,30 5 Jitka Bartoničková 52,91 6 Lena Aruhn 53,28 7 Phara Anacharsis 53,43
Vorlauf 2 8. August 2006, 11:03 Uhr Platz Name Nation Zeit (s) 1 Wanja Stambolowa 50,39 2 Ilona Ussowitsch 51,34 3 Natalija Pyhyda 51,98 4 Daniela Reina 52,07 5 Grażyna Prokopek 52,21 6 Klodiana Shala 52,86 7 Beatrice Dahlgren 53,52
Vorlauf 3 8. August 2006, 11:11 Uhr Platz Name Nation Zeit (s) 1 Swetlana Pospelowa 51,69 2 Marijana Dimitrowa 52,04 3 Solen Désert 52,32 4 Claudia Hoffmann 52,55 5 Dimitra Dova 53,24 6 Kirsi Mykkänen 53,34
Vorlauf 4 mini|hochkant=0.6|Thélia Sigères fünfter Platz im vierten Vorlauf reichte nicht für das Finale 8. August 2006, 11:19 Uhr Platz Name Nation Zeit (s) 1 Tatjana Weschkurowa 51,01 2 Nicola Sanders 51,80 3 Danijela Grgić 52,15 4 Romara van Hoort 52,64 5 Thélia Sigère 53,52 6 Nedjalka Nedkowa 53,69
Halbfinale Aus den beiden Halbfinalläufen qualifizierten sich die jeweils ersten vier Athletinnen – hellblau unterlegt – für das Finale.
Lauf 1
9. August 2006, 19:05 Uhr Platz Name Nation Zeit (s) 1 Wanja Stambolowa 49,69 2 Ilona Ussowitsch 50,74 3 Swetlana Pospelowa 50,96 4 Nicola Sanders 51,25 5 Daniela Reina 52,13 6 Claudia Hoffmann 52,27 7 Natalija Pyhyda 52,36 8 Solen Désert 53,06
Lauf 2 mini|hochkant=0.7|Marilyn Okoro hatte als Achte ihres Halbfinalrennens keine Chance, im Finale dabei zu sein 9. August 2006, 19:12 Uhr Platz Name Nation Zeit (s) 1 Olga Saizewa 50,49 2 Tatjana Weschkurowa 50,87 3 Joanne Cuddihy 51,09 4 Marijana Dimitrowa 51,23 5 Danijela Grgić 52,00 6 Barbara Petráhn 52,46 7 Grażyna Prokopek 52,66 8 Marilyn Okoro 52,94
Finale mini|hochkant=1.6|Europameisterin Wanja Stambolowa – sie erhielt 2007 nach positivem Testosterontest eine Sperre von zwei JahrenDoping Rule Violation, Vania STAMBOLOVA, worldathletics.org, abgerufen am 29. Januar 2023 und wurde anschließend Vizeeuropameisterin 2010 über 400 Meter Hürden 10. August 2006, 18:50 Uhr Platz Name Nation Zeit (s) 1 Wanja Stambolowa 49,85 2 Tatjana Weschkurowa 50,15 3 Olga Saizewa 50,28 4 Marijana Dimitrowa 50,64 5 Ilona Ussowitsch 50,69 6 Nicola Sanders 50,87 7 Swetlana Pospelowa 50,90 8 Joanne Cuddihy 51,46 Wie bei den Männern war auch bei den Frauen der 400-Meter-Lauf der erste Wettbewerb, in dem keine Endlaufteilnehmerin von 2002 das Finale erreichte. Allerdings waren erfahrene Staffelläuferinnen am Start. Die Siegerin Wanja Stambolowa hatte in den vorherigen Runden ihre Mitfavoritenrolle gefestigt. Als größte Überraschung muss gewertet werden, dass die andere Favoritin Olga Saizewa „nur“ Bronze gewann. Die Belarussin Ilona Ussowitsch hatte mit 50,74 s bereits in der Qualifikation einen neuen Landesrekord aufgestellt und unterbot diesen als Fünfte dann im Finale nochmals.
Weblinks Göteborg European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 29. Januar 2023 Women 400m European Championship 2006 Göteborg (SWE), todor66.com, abgerufen am 29. Januar 2023 European Championships - Statistics Handbook Athletics, 20th European Athletics, Championships, Göteborg SWE 07–13 AUG 2006, Ullevi Stadium, Women 400m, S. 665, englisch (PDF, 30.741 KB), downloads.european-athletics.com, abgerufen am 29. Januar 2023 Track and Field Statistics, XIX European Championship, Göteborg 2006, trackfield.brinkster.net (englisch), abgerufen am 29. Januar 2023
Videolink 2006 European Championships Women's 400m, youtube.com, abgerufen am 29. Januar 2023
Einzelnachweise und Anmerkungen
Kategorie:Wettbewerb der Leichtathletik-Europameisterschaften 2006