mini|hochkant=2.3| Der Hammerwurf der Männer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2006 wurde am 9. und 12. August 2006 im Ullevi-Stadion der schwedischen Stadt Göteborg ausgetragen.

Europameister wurde der finnische WM-Dritte von 2005 Olli-Pekka Karjalainen. Er gewann vor dem Belarussen Wadsim Dsewjatouski. Bronze ging an den deutschen Vizeweltmeister von 2005 Markus Esser.

Bestehende Rekorde Weltrekord 86,74 m EM Stuttgart, BR Deutschland 30. August 1986, sport-record.de (englisch), abgerufen am 29. Januar 2023 Europarekord Meisterschaftsrekord Der bestehende EM-Rekord wurde bei diesen Europameisterschaften nicht erreicht. Die größte Weite erzielte der finnische Europameister Olli-Pekka Karjalainen im Finale mit 80,84 m, womit er 5,90 m unter dem Rekord, gleichzeitig Welt- und Europarekord, blieb.

Doping Zwei belarussische Werfer wurden des Dopings überführt und disqualifiziert: 2014 wurde der bereits mehrfach wegen Dopings überführte Iwan Zichan, zunächst Erster, aufgrund erneuten Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert. Alle seine Resultate zwischen dem 22. August 2004 und dem 21 August 2006 wurden annulliert.Revision of results following sanctions of Tsikhan and Ostapchuk, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 29. Januar 2023 Andrei Varantsou, zunächst Letzter im Finale, wurde erstmals 2005 positiv getestet und erhielt als Mehrfachtäter nach zahlreichen Verstößen gegen die Antidopingbestimmungen 2013 eine lebenslange Sperre. Viele seiner erzielten Resultate, darunter das Ergebnis dieser Europameisterschaften, wurden gestrichen.Andrei Varantsou (M), dopingsanctions.com (englisch), abgerufen am 29. Januar 2023 Im Endresultat rückten die Teilnehmer um jeweils entsprechende Ränge nach vorn.

Leidtragende dieses dreifachen Antidopingbetrugs waren in erster Linie fünf Athleten: Medaillengewinner: Der Finne Olli-Pekka Karjalainen musste viele Jahre warten, ehe er zum Europameister erklärt wurde. Der Deutsche Markus Esser konnte als zunächst Vierter nicht an der Siegerehrung teilnehmen, ehe ihm nach langen Jahren die Bronzemedaille zuerkannt wurde. Zwei Werfern wurde die Teilnahme am Finale verwehrt, obwohl sie nach der Disqualifikation der Dopingsünder teilnahmeberechtigt gewesen wären: Miloslav Konopka, Slowakei Libor Charfreitag, Slowakei Einer der Finalisten hätte im Finale der besten Acht gestanden und wäre jeweils zu drei weiteren Würfen berechtigt gewesen: Nicola Vizzoni, Italien

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert DNS nicht am Start (did not start) ogV ohne gültigen Versuch – verzichtet x ungültig

Qualifikation 9. August 2006, 10:05 Uhr

23 Wettbewerber traten in zwei Gruppen zur Qualifikationsrunde an. Zwei von ihnen (hellblau unterlegt) übertrafen die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug von 77,50 m. Damit war die Mindestzahl von zwölf Finalteilnehmern nicht erreicht. Das Finalfeld wurde mit den zehn nächstplatzierten Sportlern (hellgrün unterlegt) auf zwölf Werfer aufgefüllt. So reichten für die Finalteilnahme schließlich 74,69 m.

Später stellte sich heraus, dass mit Iwan Zichan und Andrei Varantsou zwei der Finalteilnehmer gegen die Antidopingbestimmungen verstoßen hatten.

Gruppe A

Platz Name Nation Bestweite (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) Anmerkung1 Karsten Kobs 77,52 75,47 75,42 77,52 2 Krisztián Pars 77,20 77,20 – – 3 Szymon Ziółkowski 76,39 76,39 x x 4 Marco Lingua 74,69 74,69 x x 5 Libor Charfreitag 74,13 x 74,13 x eigentlich für das Finale qualifiziert6 Wadim Khersonzew 73,24 73,24 x 72,87 7 David Söderberg 72,49 72,36 72,49 x 8 Christophe Épalle 69,12 67,92 x 69,12 9 Vladimír Maška 68,63 68,63 68,11 68,29 10 Fatih Eryıldırım 67,54 x x 67,54 DOP Andrei Varantsou 75,15 x x 75,15 für das Finale zugelassen Andrij Skwaruk

Gruppe B mini|Lukáš Melich schied mit 73,77 m in der Qualifikation aus Platz Name Nation Bestweite (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) Anmerkung1 Olli-Pekka Karjalainen 79,00 79,00 – – 2 Wadsim Dsewjatouski 76,87 x 76,86 76,87 3 Markus Esser 76,67 73,25 76,67 x 4 Primož Kozmus 75,90 x 74,64 75,90 5 Nicola Vizzoni 75,21 74,32 75,21 74,81 6 Andras Haklits 74,96 x 74,96 x 7 Miloslav Konopka 74,64 71,98 74,64 x eigentlich für das Finale qualifiziert8 Lukáš Melich 73,77 70,33 73,77 71,90 9 Alexandros Papadimitriou 72,94 71,64 72,94 x 10 Eşref Apak 70,17 70,17 x x 11 Roman Rozna 68,21 x 68,21 x DOP Iwan Zichan 77,21 77,21 x 74,40 für das Finale zugelassen

Finale 12. August 2006, 13:45 Uhr – ursprünglich vorgesehen: 11. August Platz Name Nation Resultat(m) 1. Versuch(m) 2. Versuch(m) 3. Versuch(m) 4. Versuch(m) 5. Versuch(m) 6. Versuch(m)1 Olli-Pekka Karjalainen 80,84 78,89 76,86 76,23 80,84 80,60 x2 Wadsim Dsewjatouski 80,76 77,44 77,89 78,55 80,76 79,78 75,693 Markus Esser 79,19 74,53 x 76,79 x 77,75 79,194 Szymon Ziółkowski 78,97 x 78,89 78,97 x x 74,825 Krisztián Pars 78,34 38,33 75,60 78,34 x x x6 Primož Kozmus 78,18 77,10 78,18 x 76,07 75,49 77,477 Karsten Kobs 77,93 76,32 77,79 x x 77,84 77,938 Nicola Vizzoni 76,55 76,55 75,51 76,06 eigentlich zu drei weiteren Würfen berechtigt9 Andras Haklits 74,83 x 74,83 x nicht im Finale derbesten acht Werfer10 Marco Lingua 73,73 x 73,73 73,64 DOP Iwan Zichan 81,11 76,39 75,51 81,11 78,98 x 80,34 Andrei Varantsou ogV x x x nicht im Finale der besten acht Werfer Nachdem der Wettkampf wegen auftretender Regenschauer und der dadurch bedingten Verzögerungen im Zehnkampf um einen Tag verschoben war, begann es pünktlich zu Beginn des Finales wieder zu regnen. Dadurch waren die Bedingungen schwierig, die Zahl der Fehlversuche in diesem Finale stieg und die Qualität der Weiten litt.

Weblinks Göteborg European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 29. Januar 2023 Men Hammer Throw European Championship 2006 Göteborg (SWE), todor66.com, abgerufen am 29. Januar 2023 European Championships - Statistics Handbook Athletics, 20th European Athletics, Championships, Göteborg SWE 07–13 AUG 2006, Ullevi Stadium, Men Hammer Throw, S. 662, englisch (PDF, 30.741 KB), downloads.european-athletics.com, abgerufen am 29. Januar 2023 Track and Field Statistics, XIX European Championship, Göteborg 2006, trackfield.brinkster.net (englisch), abgerufen am 29. Januar 2023

Videolink Moukarin palkintojen jako - Olli-Pekka Karjalainen - EM 2006 Göteborg, youtube.com, abgerufen am 29. Januar 2023

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Wettbewerb der Leichtathletik-Europameisterschaften 2006