mini|Verbreitungsgebiet

Der Grünweber (Ploceus nelicourvi, Syn.: Parvus nelicourvi) zählt innerhalb der Familie der Webervögel (Ploceidae) zur Gattung der Ammerweber (Ploceus).

Die Art wurde früher als konspezifisch mit dem Sakalavenweber (Ploceus sakalava) angesehen.

Der Vogel ist endemisch in Madagaskar.

Das Verbreitungsgebiet umfasst primären tropischen Regenwaldes und feuchten Sekundärwald bis 1950 m Höhe, auch Wald in Küstennähe auf sandigen Böden.

Der e Artzusatz kommt von Tamil nellukuruvi.J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press, 1991, ISBN 0-19-854634-3.

Merkmale Die Art ist 15 cm groß und wiegt zwischen 20 und 28 g. Dieser schlanke Webervogel hat eine olivfarbene Oberseite ohne Strichelung, die Unterseite ist grau. Das Männchen hat im Brutkleid einen gelben Kopf, Kehle und Nacken, Maske, Stirn und Scheitel sind schwarz bis zu den teilweise überdeckten dunklen Ohrdecken. Die Flügeldecken sind einfarbig olivgrün, der Schwanz ist bräunlichgrün, auf der Schwanzunterseite rot- bis kastanienbraun. Das ähnliche Weibchen hat Gelb statt Schwarz auf dem Kopf, der olivfarbene Scheitel reicht bis an die dunkleren Ohrdecken, die Zügel sind grau. Jungvögel haben eine grünliche Unterseite, den Kopf gleichmäßig olivfarben, etwas Gelb an Kinn und oberer Kehle, charakteristisch sind die dunkel zimtfarbenen Unterschwanzdecken.F. Hawkins, R. Safford, A. Skerrett: Birds of Madagascar and the Indian Ocean Islands. Helm Field Guides, 2015, ISBN 978-1-4729-2409-4.

Geografische Variation Die Art ist monotypisch.

Stimme Der Gesang des Männchens wird als nasales „tiang tiang“ oder als hochtoniges „chizz chizz“, „chiz chizz chswriiiisssssiszz“ beschrieben.

Lebensweise Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten und anderen Gliederfüßern, Spinnen, Käfern, Schnabelkerfen und Heuschrecken.

Die Brutzeit liegt zwischen September und Dezember. Die Art ist monogam mit wohl langanhaltender Paarbindung, sie brütet nicht in Kolonien. Das vom Männchen gebaute Nest wird in 2 – 7 m Höhe oft über dem Wasser, einer Lichtung oder einem Weg aufgehängt. Das Gelege besteht aus 2 – 4 blass grünlich-blauen Eiern.

Als Nesträuber treten Brauner Maki, Madagaskarhöhlenweih, Bindenfalke (Falco zoniventris) oder Schleiereule in Erscheinung.R. Safford, F Hawkins: The Birds of Africa. Band 8: The Malagasy Region: Madagascar, Seychelles, Comoros, Mascarenes. 2013, ISBN 978-0-7136-6532-1.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).Redlist

Literatur G. A. Scopoli: Parvus nelicourvi. In: Deliciae florae et faunae insubricae. 1786 (Digitalisat).

Weblinks

Macaulay Library Ploceus nelicourvi auf Briefmarken

Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF A. J. F. K. Craig: Nelicourvi Weaver (Ploceus nelicourvi), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, Ploceus nelicourvi AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Old World sparrows, snowfinches, weavers

Kategorie:Webervögel