mini|250px| Der Sagami-ji () mit dem Bergnamen Senshō-zan () ist ein Tempel des Kōyasan-Zweiges () der Shingon-Richtung des Buddhismus in Kasai in der Präfektur Hyōgo. Er ist nach der traditionellen Zählung der 29. Tempel des Neuen Saigoku-Pilgerwegs.

Geschichte mini| Der Überlieferung nach wurde der Tempel von Priester Gyōki im Jahr 745 gegründet. Später gehörte er als Schrein-Untertempel () zum Sagami-Schrein. Er wurde von Kaiser Shōmu gefördert.

Im Mineai-ki (), einer Beschreibung der Provinz aus dem Ende der Kamakura-Zeit, steht, dass er zu den „Sechs großen Tempeln von Harima“ (Die anderen sind der Engyō-ji (), Hachijō-jii (), Zuigan-jii (), Myōtoku-jii (), Shishaku-jii (), Fukō-jii () und der Ichijō-ji.) gehörte, und dass am Sagami-Schrein die Sutren Daihan'nya () gelesen wurden, und dass er in besonderer Beziehung zum Kaiserhof stand. Der 3. Shogun der Tokugawa, Iemitsu, erhob den Tempel zum „Tempel des roten Siegels“ ().

Der Sagami-ji wurde des Öfteren von Truppen heimgesucht, brannte ab und wurde wieder aufgebaut, so auch während der Bürgerkriegszeit in der Tenshō-Ära (1573–1592).

Anlage Man betritt die weiträumige Tempelanlage im Süden durch das Niō-Tor (; 1 im Plan), also durch ein Tor, das mit den beiden Tempelwächtern rechts und links vom Durchgang gestaltet ist. Hier ist es als Turmtor () ausgeführt. Das jetzige stammt aus dem Jahr 1825. Über einen Steinweg, der rechts und links von je 21 Bronzelaternen gesäumt wird, gelangt man zur Haupthalle. Dabei passiert man links die große Jōgyōdō (), die Amida-Halle, die hier Inzeidō (; 2) genannt wird. Jedes Jahr ab dem 10. September wird eine Woche lang das „Inze-Eshiki“ () durchgeführt. Diese Zeremonie, die nur hier abgehalten wird, stammt aus dem Jahr 1011 und soll auf Priester Ennin zurückgehen. Dahinter steht die Bokefuji-Kannon (; 5). Auf der rechten Seite sieht man den kleinen Jizō-Pavillon (; 3) und ein Stück dahinter rechts die Schatzpagode (; 4). Sie stammt aus dem Jahr 1662 und ist als Wichtiges Kulturgut Japans registriert.

Am Ende des Weges erhebt sich die hohe Haupthalle (; 6). Daneben steht der Glockenturm (; 7) auf einem Podest, der samt seiner Glocke (), die der Inschrift nach aus dem Jahr 1364 stammt, als Kulturgut der Präfektur registriert ist. Man nimmt an, dass er aus derselben Zeit stammt wie die Schatzpagode. Links von der Haupthalle findet sich in einem Teich die heilige Benzaiten. Im Norden ist das Abt- und Mönchsquartier (A) angelegt.

Direkt im Westen schließt sich der große Sumiyoshi-Sagami-Schrein (; S) an, der zu den „Drei Schreinen von Harima“ () gehört.

Bilder

Anmerkungen

Literatur Hyōgo-ken no rekishi sampo henshu iinkai (Hrsg.): Sagami-ji. In: Hyogo-ken no rekishi sampo (ge). Yamakawa Shuppan, 2012. ISBN 978-4-634-24828-1. S. 36 bis 37.

Weblinks

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Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Hyōgo Kategorie:Erbaut in den 740er Jahren Kategorie:Kasai (Hyōgo)