mini|hochkant=2.3| Der Diskuswurf der Männer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2006 wurde am 10. und 12. August 2006 im Ullevi-Stadion der schwedischen Stadt Göteborg ausgetragen.

In diesem Wettbewerb errangen die Werfer aus Estland mit Silber und Bronze zwei Medaillen. Europameister wurde mit dem Litauer Virgilijus Alekna der beste Diskuswerfer dieser Jahre. Er hatte zuvor zwei olympische Goldmedaillen (2000/2004), zwei Weltmeistertitel (2003/2005) errungen und war bei den letzten beiden Europameisterschaften Zweiter (2002) bzw. Dritter (1998) geworden.Den zweiten Platz belegte der Vizeweltmeister von 2005 Gerd Kanter.Bronze ging an den Olympiadritten von 2004 Aleksander Tammert.

Bestehende Rekorde Weltrekord 74,08 m Jürgen Schult Neubrandenburg DDR (heute Deutschland) 6. Juni 1986, sport-record.de (englisch), abgerufen am 28. Januar 2023 Europarekord Meisterschaftsrekord 68,83 m EM München, Deutschland 11. August 2002 Der bestehende EM-Rekord wurde bei diesen Europameisterschaften nicht erreicht. Die größte Weite erzielte der litauische Europameister Virgilijus Alekna mit 68,67 m, womit er nur um sechzehn Zentimeter unter dem Rekord blieb. Zum Welt- und Europarekord fehlten ihm 5,31 m.

Doping Der elftplatzierte Ungar Roland Varga wurde 2007 aufgrund einer Probe vom 22. Juli 2006 des Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen überführt. Er erhielt einer Sperre von zwei Jahren, seine Ergebnisse seit der Probenentnahme wurden annulliert.Who is Roland Varga?, biographies.net (englisch), abgerufen am 28. Januar 2023 Vargas Landsmann Gábor Máté, der zunächst Rang zwölf belegt hatte, rückte um einen Platz nach vorn.

Leidtragender des Dopingbetrugs war vor allem der Deutsche Robert Harting, der als Zwölfter der Qualifikation eigentlich im Finale hätte starten dürfen.

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: NM keine Weite (no mark) ogV ohne gültigen Versuch DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert – verzichtet x ungültig

Qualifikation 10. August 2006, 10:30 Uhr

24 Wettbewerber traten in zwei Gruppen zur Qualifikationsrunde an. Fünf von ihnen (hellblau unterlegt) übertrafen die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug von 63,50 m. Damit war die Mindestzahl von zwölf Finalteilnehmern nicht erreicht. Das Finalfeld wurde mit den sieben nächstplatzierten Sportlern (hellgrün unterlegt) auf zwölf Werfer aufgefüllt. So mussten schließlich 60,11 m für die Finalteilnahme erbracht werden.

Später Stellte sich heraus, dass Roland Varga als einer der Finalteilnehmer gegen die Dopingbestimmungen verstoßen hatte.

Gruppe A mini|hochkant=0.9|Gerhard Mayer erzielte 59,54 m, hatte jedoch mit einer Weite unter sechzig Meter keine Finalchance Platz Name Nation Bestweite (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) Anmerkung1 Gerd Kanter 66,71 x 61,49 66,71 2 Piotr Małachowski 63,76 61,75 63,76 – 3 Rutger Smith 63,53 60,58 63,53 – 4 Aleksander Tammert 63,51 63,51 – – 5 Michael Möllenbeck 60,62 x 58,42 60,62 6 Sergiu Ursu 60,50 60,50 x 58,39 7 Andrzej Krawczyk 60,11 60,11 59,78 58,66 8 Gerhard Mayer 59,54 55,59 x 59,54 9 Mikko Kyyrö 58,59 58,59 57,82 x 10 Stanislaw Aleksejew 56,91 56,91 x 55,71 11 Cristiano Andrei 54,82 54,82 54,42 54,74 DOP Roland Varga 61,01 x 61,01 60,79 für das Finale zugelassen

Gruppe B Platz Name Nation Bestweite (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) Anmerkung1 Virgilijus Alekna 64,53 57,25 x 64,53 2 Lars Riedel 63,36 63,36 – – 3 Mario Pestano 63,08 63,08 62,42 62,05 4 Gábor Máté 60,53 60,53 x x 5 Robert Harting 59,87 59,24 59,38 59,87 eigentlich für das Finale qualifiziert6 Märt Israel 59,80 x 59,30 59,80 7 Olgierd Stański 59,30 x x 59,30 8 Bogdan Pischtschalnikow 58,77 58,77 x 56,34 9 Hannes Kirchler 56,78 x x 56,78 10 Niklas Arrhenius 56,62 x x 56,62 11 Mika Loikkanen 56,08 56,08 53,98 x Dmitri Schewtschenko ogV x x x

Finale 12. August 2006, 16:30 Uhr Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) 4. Versuch (m) 5. Versuch (m) 6. Versuch (m)1 Virgilijus Alekna 68,67 68,67 67,36 67,34 67,37 67,33 66,572 Gerd Kanter 68,03 61,04 x 68,03 x x x3 Aleksander Tammert 66,14 62,02 65,32 66,14 65,59 65,29 60,724 Mario Pestano 64,84 63,80 64,84 62,86 63,54 64,26 62,525 Michael Möllenbeck 64,82 x 64,82 64,75 62,89 62,00 –6 Piotr Małachowski 64,57 61,81 64,57 62,52 61,83 63,77 x7 Rutger Smith 64,46 63,52 63,33 64,06 62,14 62,61 64,468 Lars Riedel 64,11 64,11 x 59,88 64,07 59,56 58,439 Sergiu Ursu 62,84 58,14 62,84 x nicht im Finale derbesten acht Werfer10 Andrzej Krawczyk 61,56 x 59,77 61,5611 Gábor Máté 57,35 56,52 57,35 xDOP Roland Varga 60,52 x x 60,52 Nach Bronze 1998 und Silber 2002 gewann Virgilijus Alekna 2006 endlich die erste Goldmedaille für Litauen bei Europameisterschaften überhaupt. Die beiden Esten Gerd Kanter und Aleksander Tammert auf den weiteren Medaillenrängen und der lettische Hürdenlaufeuropameister Staņislavs Olijars im machten den vorletzten Tag der Europameisterschaften 2006 zum Tag der Balten.

Weblinks Göteborg European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 28. Januar 2023 Men Discus Throw European Championship 2006 Göteborg (SWE), todor66.com, abgerufen am 28. Januar 2023 European Championships - Statistics Handbook Athletics, 20th European Athletics, Championships, Göteborg SWE 07–13 AUG 2006, Ullevi Stadium, Men Discus Throw, S. 662, englisch (PDF, 30.741 KB), downloads.european-athletics.com, abgerufen am 28. Januar 2023 Track and Field Statistics, XIX European Championship, Göteborg 2006, trackfield.brinkster.net (englisch), abgerufen am 28. Januar 2023

Videolinks 2006 European Championships Men's Discus - 1st Virgilijus Alekna, youtube.com, abgerufen am 28. Januar 2023 2006 European Championships Men's Discus - 2nd Gerd Kanter, youtube.com, abgerufen am 28. Januar 2023 2006 European Championships Men's Discus - 3rd Aleksander Tammert, youtube.com, abgerufen am 28. Januar 2023

Einzelnachweise und Anmerkungen ==

Kategorie:Wettbewerb der Leichtathletik-Europameisterschaften 2006