150px|mini|FuCC Cricket-Viktoria 1897 Magdeburg – 1. Fußball-Bezirksmeister
Die Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt 1933/34 war nach der Sportgau-Neustrukturierung die erste Spielzeit der als Unterbau zur Gauliga Mitte fungierenden Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt. Neu daran, war die jetzige Drei-Teilung der zweiten Klasse auf Basis der drei Bezirke des Gaues Mitte, welche wiederum in insgesamt 15 Unter-Kreise, mit je einer Kreisklasse als dritter Ebene gegliedert waren. Zum ersten Bezirksklassen-Titelträger MD-Anhalt wurde so nach einem spannenden Vierkampf an der Tabellenspitze der FuCC Cricket-Viktoria 1897 Magdeburg gekürt, welcher damit auch seiner Favoritenrolle als früheres „Gauliga-Star-Ensemble“ gerecht wurde und anschließend in der Relegationsrunde, (in nur zwei Spielen ausgetragen, weil der Thüringen-Vertreter 1. FC Lauscha disqualifiziert wurde), auch den Aufstieg in die neue Gauliga Mitte bewerkstelligte. Viktoria 03 Zerbst musste sich nur aufgrund des schlechteren Torquotienten punktgleich hinter den Grau-Grün-Roten als Vize-Meister einreihen. Den bitteren Kreisklassen-Gang, mussten dann der Magdeburger Traditionsverein SC Germania-Jahn 98 und der Dessauer SV 98 antreten. Beide lieferten sich einen engen Dreikampf mit dem VfL Germania Wernigerode, wobei die Harzer letztendlich glücklich die Klasse hielten. In der anschließenden Relegation zur Bezirksklasse, einzig bei ihrer Premiere in nur einer „Einfachen Runde“ ausgetragen, triumphierten die Saxonia 07 Tangermünde als Altmark-Repräsentant, und der traditionsreiche Magdeburger SC 1900.
Teilnehmer Bedingt durch die Gleichschaltung der damaligen Zeit unterzog sich auch der DFB einer markanten Strukturreform. Neben der Neugestaltung des Gauligen-Systems sollten auch die sportlichen Fußball-Bezirks-und-Kreisebenen neu entstehen. Die Gauliga Mitte (Gau VI), bildete nun die höchste Spielklasse und die drei Bezirksklassen Magdeburg-Anhalt, Halle-Merseburg und Thüringen waren nunmehr als Zweite Spielklasse geschaffen. Die neue Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt sollte mit zwölf Vereinen in ihre erste Saison starten. Der Verteilschlüssel als Qualifikations-Muster war vor Saisonbeginn 1932/33 bekannt: Vier Vereine der Gauliga Mittelelbe, vier der Gauliga Anhalt, zwei der Gauliga Harz, einer der Gauliga Altmark sowie mit dem SV 1911 Hötensleben, sogar ein Verein aus der damals Niedersachsen zugehörigen Oberliga Südhannover-Braunschweig. So stürzte man sich ab 1933 in das neue Abenteuer, welches ein höheres, weil komprimierteres Niveau versprach und die vormals, sportlich stark verwässerte 1b-Klassen-Gliederung ablöste. Schon nach kurzer Zeit ihres Bestehens, bewiesen die neu gebildeten Strukturen ihre erstrebte Sinnhaftigkeit.
Für die erste Austragung der Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt qualifizierten sich folgende 12 Vereine:
Platz 4–7 der Gauliga Elbe 1932/33 (Platz 1–3 waren für die Gauliga Mitte qualifiziert): VfB 1906 Schönebeck SC Germania-Jahn 98 FuCC Cricket-Viktoria 1897 SV Staßfurt 09
Platz 1–4 der Gauliga Anhalt 1932/33: SV Viktoria 03 Zerbst SV Dessau 05 SV Bernburg 07 rückte als 5. nach – SV Wacker Bernburg musste als 3. in die Relegation Dessauer SV 98
Platz 1–2 der Gauliga Harz 1932/33: FC Germania Halberstadt 1900 VfL Germania 1910 Wernigerode
Platz 1 der Gauliga Altmark 1932/33: FC Viktoria 09 Stendal
Der aus geographischen Erwägungen, neu positionierte Vertreter der Oberliga Südhannover-Braunschweig 1932/33: SV 1911 Hötensleben
Abschlusstabelle Tabellen, Zahlen und Resultate sind aus den im Unterpunkt Quellen notierten Zeitungen entnommen.
Gespielte Spiele: 132 / Erzielte Tore: 771 (1. Spielzeit - Saison-Beginn: 03.09.1933)
150px|mini|SV 1911 Hötensleben - Gast-Spielverein aus dem Bereich Niedersachsen
Pl.Verein Sp. Tore Quote Punkte 1. FuCC Cricket-Viktoria 22 69:48 1,44 28:16 2. Viktoria 03 Zerbst 22 73:64 1,14 28:16 3. SV Dessau 05 22 72:55 1,31 27:17 4. VfB 1906 Schönebeck 22 74:72 1,03 27:17 5. FC Viktoria 09 Stendal 22 60:61 0,98 25:19 6. FC Germania Halberstadt 22 67:55 1,22 22:22 7. SV 09 Staßfurt 22 68:55 1,24 21:23 8. SC 1911 Hötensleben 22 62:74 0,84 21:23 9. SV 07 Bernburg 22 65:61 1,06 20:24 10. VfL Germania Wernigerode 22 68:78 0,87 16:28 11. SC Germania-Jahn 98 22 54:77 0,70 15:29 12. Dessauer SV 98 22 39:71 0,55 14:30 [ Nach Beendigung der Spielzeit wurde der SC 1911 Hötensleben wieder in den Sport-Bezirk Niedersachsen eingegliedert.] [ G.Wernigerode setzte vom 4.-6. Spieltag einen nicht-spielberechtigten Spieler ein und wurde im Nachhinein mit dem Abzug, der aus diesen drei Spielen errungenen fünf Punkte sanktioniert. Diese wurden jeweils den beteiligten Gegnern: Stendal (2), Hötensleben (2) und Dessau 05 (1) zugesprochen. Alle hierbei erzielten Tore, behielten aber ihre wertige Gültigkeit.]
(bei Punktgleichheit entschied in allen Klassen und Runden jeweils der Torquotient über die Tabellen-Platzierung)
Aufstiegsrunde In der Aufstiegsrunde spielten die vier Gewinner der einzelnen 1. Kreisklassen („Einfache Runde“) um die beiden Aufstiegsplätze zur Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt 1934/35. 150px|mini|Magdeburger SC 1900 Tabellenerster durch besseren Tor-Quotienten
Gespielte Spiele: 6 / Erzielte Tore: 24 / Ausspielung: 13.05. - 29.04.1934 Pl.Verein Sp. Tore Quote Punkte 1. Magdeburger SC 1900(Sieger Kreisklasse Magdeburg) 3 6:2 3,00 4:2 2. Saxonia 07 Tangermünde(Sieger Kreisklasse Altmark) 3 10:4 2,50 4:2 3. SpVgg 04 Thale(Sieger Kreisklasse Harz) 3 4:6 0,66 2:4 4. SV Wacker Bernburg(Sieger Kreisklasse Anhalt) 3 4:12 0,33 2:4
Quellen Zeitung Sport-Telegramm 1933 und 1934
Kategorie:Fußballsaison 1933/34 Kategorie:Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt