Die 11. Eishockey-Europameisterschaft war ein Höhepunkt der Europameisterschaftsgeschichte. Mit neun teilnehmenden Teams, 25 Spielen und einer Dauer von acht Tagen brach das Turnier alle bisherigen Rekorde. Die Meisterschaft fand zum dritten Mal in der Schweiz statt, gespielt wurde vom 11. bis 19. Januar 1926. Sämtliche Spiele erfolgten in Davos. Teilnehmer waren neben Gastgeber Schweiz der Titelverteidiger Tschechoslowakei, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, Polen und Belgien. Die Briten nahmen erstmals seit ihrem Titelgewinn 1910 wieder an einer EM teil.

Der Wettbewerb sollte ursprünglich als Weltmeisterschaft ausgetragen werden. Die kanadische Mannschaft musste jedoch absagen, da ihr Kapitän nach seiner Hochzeit unabkömmlich war – ohne ihn wollte man nicht starten. Daher wurde nur die Europameisterschaft ausgespielt.AZ am Morgen. Allgemeine Zeitung. Jg. 128, Nr. 320, München 6. Dezember 1925, S. 11 (digitale-sammlungen.de).

mini|Die britische Eishockeynationalmannschaft bei der Europameisterschaft Die hohe Teilnehmerzahl erforderte einen komplexen Austragungsmodus. Gespielt wurde zunächst in drei Vorrundengruppen mit je drei Mannschaften. Die Gruppensieger qualifizierten sich direkt für die Finalrunde, während die Gruppenzweiten in einer Hoffnungsrunde (alle Spiele wurden an einem Tag ausgetragen) den vierten Finalrundenteilnehmer ausspielten. Die Drittplatzierten der Vorrundengruppen spielten in einer Platzierungsrunde um die Plätze acht und neun und um die Chance als Sieger der Platzierungsrunde anschließend noch gegen den Drittplatzierten der Hoffnungsrunde um Platz sechs spielen zu können.

Europameister wurde die Schweiz, die ihren Heimvorteil nutzte, und sich, allerdings erst in einer Entscheidungsrunde, vor Titelverteidiger Tschechoslowakei und Österreich durchsetzen konnte. Vorrunde Gruppe A

Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Tschechoslowakei220011: 2+ 94:02 Belgien2101 5: 2+ 32:23 Spanien2002 2:14−120:4

Gruppe B

Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Österreich22004:2+24:02 Frankreich21013:302:23 Polen20022:4−20:4

Gruppe C

Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Schweiz220018:4+144:02 Großbritannien210112:6+ 62:23 Italien2002 1:21−200:4

Platzierungsrunde der Drittplatzierten

Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Polen22007:2+54:02 Italien20113:5−21:33 Spanien20113:6−31:3

Hoffnungsrunde der Zweitplatzierten

Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Großbritannien22008:1+74:02 Frankreich21012:3−12:23 Belgien20020:6−60:4

Spiel um Platz 6 Platzierungsrundensieger – Hoffnungsrundenletzter

Finalrunde um die Plätze 1–4

Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Schweiz320112: 8+44:21 Österreich3201 7: 6+14:21 Tschechoslowakei3201 3:2+14:24 Großbritannien3003 6:12−60:6

Entscheidungsrunde um die Plätze 1–3

Pl Mannschaft Sp S U N Tore Diff Pkt.1 Schweiz21105: 3+23:12 Tschechoslowakei21014:4 02:23 Österreich20113:5−21:3

Abschlussplatzierung der EM RF Team1 Schweiz2 Tschechoslowakei3 Österreich4 Großbritannien5 Frankreich6 Polen7 Belgien8 Italien9 Spanien

Europameister Schweiz Mezzi Andreossi, Jacques Besson, Louis Dufour, Charles Fasel, Albert Geromini, Fritz Kraatz, Adolf Martignoni, Heini Meng, Anton Morosani, Paul Müller, Giuseppe Penchi, Alexander Spengler SilberTschechoslowakei Václav Doležal, Jaroslav Jirkovský, Jan Krasl, Valentin Loos, Josef Maleček, Jan Peka, Jaroslav Pospíšil, Jan Pusbauer, Josef Šroubek, Miroslav Steigenhöfer BronzeÖsterreich Franz Bidla, Herbert Brück, Walter Brück, Konrad Glatz, Alex Lebzelter, Ulrich Lederer, Alfred Revi, Peregrin Spevak, Georg Stransky, Kurt Wollinger

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Einzelnachweise

#1926 Europameisterschaft, Herren Kategorie:Eishockeyturnier in der Schweiz Kategorie:Eishockeywettbewerb in Davos