mini|Rettungswagen der Feuerwehr Hamburg auf einer Einsatzfahrt Der Rettungsdienst des Stadtstaates Hamburg ist zuständig für die Notfallversorgung sowie den Transport von erkrankten und verletzten Personen.

Geschichte 1768 wurde die Hamburgische Rettungsanstalt für Ertrunkene und Erstickte gegründet. Im April 1946 übergab die britische Besatzungsmacht den Rettungsdienst an die Feuerwehr Hamburg. Als erstes Fahrzeug schaffte sie einen Krankenwagen an. Als ab den 1950er Jahren insgesamt 80 VW-Busse für den Rettungsdienst gekauft wurden, etablierte sich die typische rote Lackierung. Bis 1990 war die Firma Herrmann Hauptproduzent der in Hamburg eingesetzten Rettungswagen. Neben den VW-Bussen waren auch verschiedene Modelle von Mercedes-Benz im Einsatz, unter anderem der erste Notarztwagen aus dem Jahr 1968. Zu den größten Einsätzen zählen der S-Bahn-Unfall am Berliner Tor, die Dampfkesselexplosion beim Bau der Anders Maersk und der Unfall der Barkasse Martina.

Rettungsdienstgesetz Das Hamburgische Rettungsdienstgesetz () vom 9. Juni 1992 regelt den öffentlichen Rettungsdienst in Hamburg. Es wurde im Herbst 2019 novelliert.

Regelrettungsdienst Das zuständige Amt ist die Feuerwehr Hamburg und damit die Behörde für Inneres und Sport. 2018 leistete der Rettungsdienst 253.168 Einsätze. Als Planungsgröße für die Fahrzeit sind bei einem Rettungswagen (RTW) fünf Minuten angegeben, das entspricht einer Eintreffzeit inklusive Gesprächs-, Dispositions-, Ausrücke- und Anfahrzeit von acht Minuten, bei einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) sind es 12 Minuten. Die Erfüllungsquote lag 2016 bei 66 %. Die Kosten für den Rettungsdienst lagen in dem Jahr bei rund 71 Millionen Euro. Ebenfalls zum Hamburger Rettungsdienst gehört der Rettungswagen der Freiwilligen Feuerwehr Neuwerk.

Leitstelle Der Rettungsdienst in Hamburg wird über die Integrierte Leitstelle Florian Hamburg (FEZ) koordiniert. Die Alarmierung kann über ein Alarmfax, Digitalemeldeempfänger, einen Gong mit Durchsage, Telefon oder per SDS via Digitalfunk erfolgen. Daneben gibt es zahlreiche Einsatzzentralen für den Krankentransport sowie für den Bevölkerungsschutz und Sanitätswachdienst.

Disponentenanzahl in der FEZ Tagsüber:

Montag bis Donnerstag: 18 Freitag: 19 Samstag: 17 Sonntag: 16

Nachts:

Montag bis Donnerstag: 13 Freitag: 16 Samstag: 17 Sonntag: 13

Organisationen

ADAC Luftrettung Die ADAC Luftrettung betreibt in Hamburg einen Standort am BG Klinikum Hamburg. Dort ist Christoph Hansa als Intensivtransporthubschrauber (ITH) stationiert. Christoph Hansa fliegt auch Primäreinsätze und war dadurch 2002 und 2003 der Intensivtransporthubschrauber mit den meisten Einsätzen Deutschlands.

Arbeiter-Samariter-Bund Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betreibt in Hamburg durch die ASB Rettungsdienst Hamburg GmbH 12 Rettungswagen und einen Intensivtransportwagen.

RW Rissen 14-RTW-F (24/7) RW Osdorf 14-RTW-G (12/5), 14-RTW-H (10/5) FuRw 15 Stellingen 15-RTW-E (24/7) RW Niendorf 15-RTW-R (24/7) und 15-RTW-S (12/7), 14-ITW-A (24/7, temporär hier stationiert) RW Ochsenzoll 16-RTW-G (24/7) RW Rahlstedt 21-RTW-F (24/7) RW Bramfeld 24-RTW-F (24/7) RW Meiendorf 24-RTW-H (24/7) und 24-RTW-I (24/7) RW Volksdorf am Amalie-Sieveking Krankenhaus 24-RTW-T (12/7)

Bundeswehr mini|Notarzteinsatzfahrzeug der Bundeswehr Die Bundeswehr betreibt das Rettungszentrum am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg (BWK) und ein Notarzteinsatzfahrzeug auf der Veddel.

Rettungszentrum BWK 23-NAW-A, 23-ITW-A, 23-ITW-B ( ITW-B nicht in die Regelrettung eingebunden und nicht fest besetzt), Christoph 29 zusammen mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat, 23-NEF-C (kann bei Ausfall des Christoph 29 besetzt werden), 33-MZF-A und das 33-NEF-A auf der FuRw 33 Veddel

Deutsches Rotes Kreuz Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellt in Hamburg 20 RTW, 4 NTW und 1 NEF (zusätzlich 9 RTW, 2 NTW und 2 NEF im Sonderbedarf). Diese werden durch die DRK Ambulanzdienst Hamburg gGmbH und die DRK Rettungsdienst Hamburg Altona und Mitte gGmbH betrieben.

RW 12 (F12) Bahrenfeld 12-RTW-R (Mo-Fr 08-20 Uhr), 12-RTW-S (Mo-Fr 08-20 Uhr), 12-RTWT (24/7), 12-NTW-R (24/7) RW 12 (F12) Altona 12-RTW-H (Mo-Fr 08-20 Uhr) RW 17 (F26) Mümmelmannsberg 26-RTW-F (24/7) RW 37 (F15) Eidelstedt 15-NEF-B (Mo-So 08-20 Uhr), 15-RTW-T (24/7), 15-RTW-U (Mo-So 08-20 Uhr, Mo-Do & So 20-08 Uhr), 15-RTW-V (24/7),15-NTW-T (Mo-So 08-20 Uhr) & Sonderbedarf: 81-RTW-A, 81-RTW-B, 81-RTW-C, 81-RTW-D, 81-RTW-E, 81-RTW-F, 81-RTW-G, 81-RTW-L, 81-RTW-M, 81-NTW-A, 81-NTW-B 81-NEF-A, 81-NEF-B RW 38 (F15) Außenwache Eidelstedt 15-RTW-G (24/7) RW 39 (F??) Rettungswache Lokstedt ??-RTW-?? (24/7) ab dem 01.12.2026 RW 67 (F26) Boberg 26-RTW-O (Mo-Fr 08-20Uhr), 26-RTW-P (24/7) RW 70 (F31) Wilstorf 31-RTW-E (24/7), 31-RTW-F (24/7), 31-RTW-G (24/7), 31-RTW-H (12/7) RW 73 (F36) Eißendorf 36-RTW-G (24/7), 36-RTW-H (12/7) RW 74 (F36) Außenwache Eißendorf 36-RTW-F (24/7) RW 77 (F36) Rettungswache Hausbruch 36-NTW-G (24/7), 36-NTW-H (12/7)

Feuerwehr Die Feuerwehr stellt den größten Teil im Rettungsdienst mit 62 Rettungswagen, 9 Notarzteinsatzfahrzeugen und 7 Notfalltransportwagen in Hamburg, sie hat rund 140 Stellen für den Rettungsdienst. Jede Feuerwache hat zur Spitzenlastabdeckung einen Rettungswagen Kaufmann (RTW-K), dessen Besatzung in Doppelfunktion auch einen Gerätewagen besetzten kann. 18 Freiwillige Feuerwehren können mit einem Hamburger Löschfahrzeug (HLF) First Responder-Einsätze fahren.

RW F05 Feuerwehrakademie 05-ELW-ORGL 05-GW-BHP FuRW F11 Innenstadt 11-RTW-A, 11-RTW-B, 11-RTW-C, 11-RTW-K RW Millerntor 11-RTW-E, 11-RTW-F FuRW F12 Altona 12-RTW-A, 12-RTW-B, 12-RTW-C, 12-RTW-K, 12-NTW-A, 12-GRTW-A und 12-GRTW-B, 12-IRTW-A und 12-IRTW-B, 12-STW-A, 12-GW-MANV, 12-B-ITW RuRW Othmarschen 12-RTW-E, 12-RTW-F FuRW F13 Rotherbaum 13-RTW-A, 13-RTW-B, 13-RTW-C, 13-RTW-K, 13-NEF-A mit UKE FuRW F14 Osdorf 14-RTW-A, 14-RTW-B, 14-RTW-C, 14-RTW-K,14-RTW-L, 14-GW-SAN RW Ottensen Asklepios Klinik Altona 14-NEF-A FuRW F15 Stellingen 15-RTW-A, 15-RTW-B, 15-RTW-C, 15-RTWE (ASB), 15-RTW-K, 15-NTW-A, 15-GW-MANV FuRW F16 Alsterdorf 16-RTW-A, 16-RTW-B, 16-RTW-C, 16-RTW-K, 16-NTW-A FuRW F17 Schnelsen 17-RTW-A, 17-RTW-B, 17-RTW-C, 17-RTW-K, 17-GW-SAN RW Niendorf 17-RTW-F, 17-NEF-A FuRW F21 Wandsbek 21-RTW-A, 21-RTW-B, 21-RTW-C, 21-RTW-D, 21-RTW-E (12/7 + ASB/MHD), 21-RTW-K, 21-NEF-A mit Asklepios Klinik Wandsbek, 21-GW-MANV RW Höltigbaum 21-RTW-I FuRW F22 Berliner Tor 22-RTW-A, 22-RTW-B, 22-RTW-C, 22-RTW-E (12/7 + ASB), 22-RTW-K, 22-NTW-A, 22-GW-MANV RW St. Georg Asklepios Klinik St. Georg 22-NEF-A FuRW F23 Barmbek 23-RTW-A, 23-RTW-B, 23-RTW-D, 23-RTW-E, 23-RTW-K, 23-NTW-A RW Barmbek-Nord 23-RTW-F (DRK), 23-NEF-A mit Asklepios Klinik Barmbek RW Hinschenfelde 23-RTW-G FuRW F24 Sasel 24-RTW-A, 24-RTW-B, 24-RTW-D, 24-RTW-K, 24-RTW-L, 24-NTW-A, 24-NEF-A RW Meiendorf 24-RTW-H, 24-RTW-I FuRW F25 Billstedt 25-RTW-A, 25-RTW-B, 25-RTW-C, 25-RTW-K RW Boberg BG Klinikum Hamburg 25-NEF-A FuRW F26 Bergedorf 26-RTW-A, 26-RTW-B, 26-RTW-C, 26-RTW-D, 26-RTW-K, 26-RTW-L RW Allermöhe 26-RTW-G, 26-NTW-G FuRW F31 Harburg 31-RTW-A, 31-RTW-L, 31-RTW-L, 31-GW-SAN FuRW F33 Veddel 33-RTW-A, 33-RTW-B, 33-RTW-K, 33-GW-MANV FuRW F34 Wilhelmsburg 34-RTW-A, 34-RTW-B, 34-RTW-C, 34-RTW-K, 34-GW-BHP FuRW F35 Finkenwerder 35-RTW-A, 35-RTW-K RW Finkenwerder-Mitte 35-RTW-F FuRW F36 Süderelbe 36-RTW-A, 36-RTW-B, 36-RTW-K, 36-GW-MANV RW Heimfeld Asklepios Klinikum Harburg 36-NEF-A RW Neugraben-Fischbek 36-RTW-O, 36-RTW-P FF F3936 Neuwerk RTW-Neuwerk

FALCK (ehemals G.A.R.D.) mini|Rettungswagen der Firma G.A.R.D. Die Falck Notfallrettung und Katastrophenschutz gGmbH betrieb nach einem gerichtlichen Vergleich neun Rettungswagen als privates Rettungsdienstunternehmen. Sie waren in den öffentlichen Rettungsdienst der Feuerwehr Hamburg bis zum 16. November 2023 eingebunden. 2021 wurde die Gemeinnützige Ambulanz und Rettungsdienst (G.A.R.D.) in „Falck Notfallrettung und Katastrophenschutz gGmbH“ und „Falck Rettungsdienst Hanse GmbH“ umbenannt und sind nun in Hamburg für den Krankentransport zuständig.

Die Rettungswagen sind dann nach dem 16. November 2023 von den HiOrgs besetzt.

Johanniter-Unfall-Hilfe mini|RTW der Johanniter Hamburg Die Johanniter stellen in Hamburg sieben Rettungswagen, 2 Notfalltransportwagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug und die Spezialeinsatzgruppe-Rettung.

RW 16 AK Heidberg 16-NEF-A (12/7), 16-RTW-I (24/7) RW 21 Wandsbek 21-RTW-P (24/7), 21-RTW-O (Mo-Fr 08-20Uhr), 21-NTW-R (24/7), 21-NTW-S (Mo-So 08-20 Uhr), SEG-Rettung, RTW-Sonderbedarf: 82-RTW-C und 82-RTW-D, NTW-Sonderbedarf: 82-NTW-A RW 23 Eilbek 23-RTW-S (24/7), 23-RTW-R (24/7), 23-RTW-T und 23-RTW-U (12/7), RTW-Sonderbedarf: 82-RTW-L RW 26 Osdorf Leitstelle Akkon Hamburg, SEG-Rettung, Sonderbedarf: 82-NEF-A, 82-RTW-A, 82-RTW-B RW 69 Bergedorf SEG-Rettung

Malteser Hilfsdienst Der Malteser Hilfsdienst betreibt acht Rettungswagen sowie einen Intensivtransportwagen in Kooperation mit dem Marienkrankenhaus Hamburg. Zudem stehen sieben Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug für den Sonderbedarf zur Verfügung. Ab dem 1. November 2025 laufen die Verträge für den 24-RTW-T aus, ein neuer Vertrag regelt die Indienstnahme des 24-RTW-S an der Rettungswache Steilshoop (24/7)

RW Steilshoop 24-RTW-R (12/5), 24-RTW-S (24/7), 24-ITW-A (12/7), Sonderbedarf: 84-RTW-A,84-RTW-B,84-RTW-C,84-RTW-D,84-RTW-E,84-RTW-F,84-NEF-A RW Langenhorn 16-RTW-F (24/7) RW Lemsahl-Mellingstedt 24-RTW-P (24/7) RW Wandsbek-Marienthal 21-RTW-G (24/7), 21-RTW-H (24/7) RW Hohenfelde 22-RTW-F (12/7) FuRW Wandsbek 21-RTW-E (12/7)

Werkrettungsdienst In Hamburg gibt es fünf Werkfeuerwehren, einige betreiben auch einen Rettungswagen.

Airbus RTW-Airbus Aurubis RTW-Aurubis-1, RTW-Aurubis-2 Flughafen Hamburg RTW-Flughafen-1, RTW-Flughafen-2 Holborn RTW-Holborn

Fahrzeuge

Rettungswagen (RTW) Ein Rettungswagen (RTW) muss mindestens mit einem Rettungssanitäter als Fahrer und einem Notfallsanitäter (bis 31. Dezember 2028 ist auch ein Rettungsassistent möglich) besetzt sein. Die meisten Rettungswagen besitzen einen Kofferaufbau der Firma Fahrtec und sind auf einem Mercedes-Benz Sprinter aufgebaut. Es kommen allerdings auch Aufbauten der Firmen Miesen, WAS, Hospimobil, Binz, GSF, Ambulanz Mobile Schönebeck und System Strobel zum Einsatz. Als Fahrgestelle finden hauptsächlich Mercedes Sprinter, VW Crafter und MAN TGE Einzug.

Seit 2019 werden die Daten auf den Rettungswagen der Feuerwehr digital erfasst und können an das Krankenhaus übermittelt werden. Die Ausstattung der Feuerwehr-Rettungswagen wurde mehrfach bemängelt. So wurden erst 2019 12-Kanal ElektrokardiogrammGeräte beschafft.

Schwerlast-Rettungswagen (S-RTW) Seit 2012 besitzt die Feuerwehr einen Schwerlast-Rettungswagen (S-RTW) mit Hubbühne zur Beförderung von Patienten mit bis zu 400 kg. Das Fahrzeug wurde auf einem MAN-TGL-Fahrgestell aufgebaut. Es ist auf der Wache Altona stationiert und ist in RAL 1016 schwefelgelb lackiert. Ende 2023 wurde das Fahrzeug ersetzt. Der Koffer wurde aufgearbeitet auf einen Mercedes Atego umgesetzt. Das Fahrzeug wurde in Tagesleuchtrot RAL 3024 beklebt und trägt den Schriftzug „RETTUNGSDIENST HAMBURG“.

Infektions-Rettungswagen (I-RTW) Die Feuerwehr besitzt zwei Infekt-Rettungswagen (I-RTW) für den Transport von hochinfektiösen Patienten. Sie sind auf der Wache in Altona stationiert.

Großrettungswagen (G-RTW) mini|Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hamburg Großraumrettungswagen (G-RTW) haben in Hamburg eine lange Tradition. Die Feuerwehr betreibt zwei von ihnen an der Wache Altona. Als Basis dienen Busse vom Typ Mercedes-Benz Citaro. Pro Bus können bis zu 22 Patienten befördert werden. Sie können ebenfalls als Intensivtransporter und für Schwerlastpatienten genutzt werden. Die Fahrer werden in der Busfahrschule der Hamburger Hochbahn AG ausgebildet.

Notarzteinsatzfahrzeug (NEF)