Guchen (okzitanisch: Gushen) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Hautes-Pyrénées in der Region Okzitanien (bis 2015 Midi-Pyrénées). Sie gehört zum Arrondissement Bagnères-de-Bigorre und zum Gemeindeverband Aure Louron. Die Bewohner werden Guchenois genannt.

Geografie Die Gemeinde Guchen liegt im Südosten der Landschaft Bigorre in den Pyrenäen, 35 Kilometer südlich von Lannemezan und etwa 17 Kilometer nördlich der Grenze zu Spanien. Das 5,69 km² große zum Nationalpark Pyrenäen gehörende Gemeindegebiet erstreckt sich vom Boden eines bis zu 1000 m breiten Talkessels der Neste d’Aure auf 750 m über dem Meer bis zu den südlich und westlich gelegenen Hochgebirgsmassiven mit Höhenlagen von über 1500 m. Der von Südwesten kommende Gebirgsbach Lavedan wird von bewaldeten Berghängen flankiert und mündet in Guchen in die Neste d’Aure. Eine der höchsten Erhebungen im Gemeindegebiet von Guchen ist der Peyre Nègre (). Im Süden reicht das Gemeindeareal bis an die Nordwestflanke der Crête de Grascouéou (). Hier und im Westen der Gemeinde am Südosthang des Arbizon-Massivs wird die Baumgrenze überschritten. Begrenzt wird Guchen von den Nachbargemeinden Ancizan im Norden, Grézian im Nordosten, Bazus-Aure im Osten, Guchan im Südosten, Vielle-Aure im Süden sowie Aulon im Westen.

Ortsname Im 12. Jahrhundert trat zum ersten Mal der Ortsname Fort Dat Gisen auf. Es folgten die Namen und Schreibweisen Per de Gussen (1180) und Sole de Guxen (um 1300) sowie die lateinischen Namen de Guxenio und de Guxennio. Der Ortsname ist wahrscheinlich vom aquitanischen Personennamen Guish abgeleitet.„Dictionnaire toponymique des communes des Hautes-Pyrénées, Tarbes, Conseil Général des Hautes-Pyrénées, 2000“ (Toponymisches Wörterbuch der Gemeinden der Hautes-Pyrénées) von Michel Grosclaude und Jean-Francois Le Nail (ISBN 2-9514810-1-2) Seit 1793 heißt die Gemeinde Guchen – mit einer kurzzeitigen Schreibweise Guehen im Jahr 1801. Ortsname auf cassini.ehess.fr

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013 2021 Einwohner 267 280 256 300 335 368 357 363 325 Im Jahr 1836 wurde mit 685 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von cassini.ehessGuchen auf cassini.ehess und INSEEGuchen auf INSEE.

Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche Saint-Brice-Sainte-Catherine mit Ursprung im 14. Jahrhundert, Monument historique, abgerufen am 26. September 2026 Kapelle Notre-Dame-du-Bouchet aus dem 17. Jahrhundert, Monument historique, abgerufen am 26. September 2026 Château Rolland, erbaut zwischen 1891 und 1904, Monument historique, abgerufen am 26. September 2026 Maison du Procureur, ehemaliges Gerichtsgebäude, errichtet Ende des 16. Jahrhunderts, Monument historique, abgerufen am 26. September 2026 Oratorium Saint-Jean-Baptiste Ehemaliges Lavoir (Waschhaus) Brunnen Wegkreuze Gefallenendenkmal

Wirtschaft und Infrastruktur In Guchen dominieren der Fremdenverkehr (Ferienhäuser und Campingplatz; Skilifte im fünf Kilometer entfernten Cadeilhan-Trachère) sowie die Land- und Forstwirtschaft. In der Gemeinde sind drei Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Schaf- und Ziegenhaltung).Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch). Des Weiteren gibt es in Guchen sechs Einzelhandelsgeschäfte.Einzelhändler auf annuaire-mairie.fr (französisch).

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule mit 33 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2019/2020.

Guchen ist nur über die Fernstraße D 929 von Lannemezan ins spanische Bielsa zu erreichen.

Belege

Weblinks

Kategorie:Ort in Okzitanien Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert