Walter Breuer (* 4. November 1881 in Niederschelden bei Siegen; † 12. Juli 1948) war ein deutscher Verwaltungsbeamter.

Nach dem Abitur im Jahr 1903 studierte er Rechts- und Staatswissenschaften und legte 1907 das Referendar-Examen ab. Er war Landrat im Kreis Biedenkopf (1920–1925) und im Kreis Lebus (1926–1929). Anschließend wirkte er bis 1933 als Vizeregierungspräsident in Stralsund im Regierungsbezirk Stralsund.Reinhold Zilch, Bärbel Holtz (Bearb.): Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38. Bd. 12/II. In: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Acta Borussica. Neue Folge. Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, S. 536. (Online; PDF 2,2 MB).

Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde Breuer seines Postens enthoben und war für mehrere Monate ins KZ Lichtenburg eingesperrt. Da eine Wiederaufnahme in den Verwaltungsdienst unmöglich war, fand Breuer – zeitweise von der Gestapo bewacht – als Privatbeamter bei der Stahlindustrie Beschäftigung. Gesundheitlich geschwächt, starb er drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs an den Folgen eines Schlaganfalls.

Literatur Thomas Klein: Leitende Beamte der allgemeinen Verwaltung in der preußischen Provinz Hessen-Nassau und in Waldeck 1867 bis 1945 (= Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte. Bd. 70), Hessische Historische Kommission Darmstadt, Historische Kommission für Hessen, Darmstadt/Marburg 1988, ISBN 3-88443-159-5, S. 102.

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