Der Reiterecksattel, auch nur Reitereck,Nicht in der Österreichischen Karte geführt; dort nur die Kote 1854 (Stand 2019);im Franziszeischen Kataster, Blatt Bretstein (1823) Flurname Reittereck;Reiterecksattel beispielsweise in Peter Holl: Niedere Tauern: ein Führer für Täler, Hütten und Berge. Alpenvereinsführer. Bergverlag Rother, 1995, Nr. 280, S. 120 (). ist ein hoher Gebirgspass der Niederen Tauern in der Obersteiermark.
Lage und Landschaft Der Reiterecksattel verbindet das Strechautal, ein Nebental des Paltentals (zum Ennstal) bei Strechau, mit dem Bretsteintal, einem Nebental des Pölstals (zum Murtal) bei Möderbrugg.
Der Sattel trennt am Hauptkamm der Niederen Tauern das Massiv des Hochschwung () im Westen mit dem des Bösenstein (Großer ) im Osten, mit dem Zinkenkogel () am Sattel. Der Reiterecksattel ist eine mögliche Abgrenzung der Wölzer Tauern zu den Rottenmanner Tauern respektive Seckauer Tauern – zu den drei Gruppen gibt es hierorts mehrere genauere Konzepte.
Nordwärts geht bei der Reiteckalm der Strechaubach zur Palten, die dann bei Selzthal in die Enns mündet. Südwärts geht der Authalbach zum Bretsteinbach bei Bretstein, und dann zur Pölsen, die bei Judenburg/Zeltweg zur Mur geht. Hier liegen die beiden Auwinkelseen in einem Hochkar.Name z. B. bei Melzer: Neues zur Flora von Steiermark, MittNatVerSt 107 (1977), S. 102.
Geschichte und Erschließung Der Weg über das Reitereck ist ein wohl schon vorrömischer Altweg, der die kürzeste Verbindung Judenburg – Liezen darstellt. Gemeinde Trieben: Geschichte von Trieben, Die „Via Norica“ und das Mautrecht und Die Abkürzung nach Strechau (abgerufen am 8. November 2019). In der Römerzeit wurde die Straße Virunum – Ovilava (Zollfeld/Kärnten – Wels/Oberösterreich) über Hohentauern erbaut, der Saumweg wird aber wohl als Abkürzung weiter in Gebrauch gewesen sein. Er wurde auch neuzeitlich genutzt. Die Josephinische Landesaufnahme (um 1790) zeigt den Steig noch als regional wichtigere Route, mit einem Nebenweg über die Perwurzalm, wo der Weg aus dem Pölsquelltal über den Perwurzpolster heraufkam.
Heute verläuft ein wenig begangener Steig über den Sattel, den Hauptkamm entlang passiert ihn der Zentralalpenweg (Weitwanderweg 02).
Literatur W. Zechner: Römerweg zwischen Bretstein und Strechau. In: Berichte des Museumsvereins Judenburg 7, 1974, S. 23–25.
Einzelnachweise
Kategorie:Alpenpass Kategorie:Pass in der Steiermark Kategorie:Pölstal Kategorie:Geographie (Rottenmann) Kategorie:Rottenmanner und Wölzer Tauern Kategorie:Wasserscheide Drau – Enns