mini|250px| Der Ruri-ji () mit dem Bergnamen Funakoshi-san () ist ein Tempel des Kōyasan-Zweigs () der Shingon-Richtung des Buddhismus in Sayō, Landkreis Sayō () in der Präfektur Hyōgo. Er liegt am Osthang des Funakoshiberges und ist der 33. und in der traditionellen Zählung der letzte Tempel des Neuen Saigoku-Pilgerwegs.
Geschichte mini|Plan des Tempels (s. Text) Der Überlieferung nach ging Priester Gyōki im Jahr 728 im Hafen von Morozu () an Land und erblickte im Norden ein leuchtendes Viereck. Als Gyōki, um dies genauer anzusehen, am Fuße der Berge angelangt war, traf er auf einen alten Mann, der sagte, „Ich bin der lehrende heilige Arzt der Jōruri Welt ()“ und verwandelte sich in einen goldglänzenden Buddha. Gyōki bat daraufhin Kaiser Shōmu ihn beim Bau eines Tempels zu unterstützen, was dieser auch tat. Des Kaisers wird in der Shōten-Halle gedacht, deren Name eine Zusammenziehung des kaiserlichen Namens Shōmu Tennō ist.
In der Neuzeit gehörte der Ruri-ji zum Shōgo-in () in Kyōto und blühte als Ort des Shugendō und wurde auch Nankō-bo () genannt. In dieser Gegend hielten sich viele Yamabushi und Shugen-Anhänger auf, die vom Tempel betreut wurden. Während der Zeit der Nord- und Südhöfe und der Muromachi-Zeit gab es enge Verbindungen zu den „Männern von Harima“ () und dem Akamatsu-Klan, die alten Tempel waren politisch aktiv.
Anlage Unten im Tal begrüßt das Tempeltor () den Pilger, das hier als Niō-Tor (), also als Tor mit den beiden Tempelschächtern rechts und links vom Durchgang, ausgeführt ist. Von dort sind es noch 800 m in einem Seitental Richtung Nordosten bis zum Tempelbereich. Man überquert einen Bach und steigt zum Tempel hoch und hat dann die Haupthalle (; 1 im Plan) vor sich. Daneben steht die Tempelglocke (; 2) auf einem Podest und die kleine Kaisan-Halle (; 3), die dem Tempelgründer gewidmet ist. Rechts folgen weitere Gebäude des Tempels, die Goma-Halle (; 4) und die Shōten-Halle (; 5).
Links von der Haupthalle befindet sich das Abt- und Mönchsquartier (A). Unten, auf der anderen Seite des Baches, steht ein Untertempel, das Jōfuku-in (; J).
Tempelschätze Als Wichtige Kulturgüter Japans sind folgende Schätze registriert: Ein heiliger Fudō Myōō mit zwei kindlichen Begleitern, farbig auf Seide (), aufbewahrt im Nationalmuseum Nara. Die Gruppe zeigt Charakteristika der späten Heian-Zeit, stammt aber aus dem Beginn der Kamakura-Zeit. Links unten sieht man den Begleiter Kongara (), rechts den Seitaka (). Fudō sitzt in der Mitte auf einem Stein. Ein sitzender Fudō Myōō aus Holz (), Heian-Zeit. Er befindet sich in der Goma-Halle.
Bilder
Literatur Hyōgo-ken no rekishi sampo henshu iinkai (Hrsg.): Ruri-ji. In: Hyogo-ken no rekishi sampo (ge). Yamakawa Shuppan, 2012. ISBN 978-4-634-24828-1. S. 151 bis 152.
Weblinks
Webseite zum Tempel
Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Hyōgo Kategorie:Erbaut in den 730er Jahren