Die Wakatake-Klasse () war eine Klasse von acht Zerstörern der Kaiserlich Japanischen Marine, die nach dem Ersten Weltkrieg gebaut wurden und im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kamen.

Entwicklungsgeschichte und Bau Die Wakatake-Klasse war eine modifizierte Momi-Klasse mit einer um 50 Tonnen gesteigerten Verdrängung und größerem Tiefgang. Dies erfolgte um die Fahreigenschaften bei schwerer See, insbesondere gegen Rollen, zu verbessern. Diese schnellen Boote, für ihre Größe verhältnismäßig gut bewaffnet, waren sowohl zum Legen als auch Suchen von Seeminen ausgerüstet, wiesen aber trotz alledem keine besonderen Vorzüge auf. Sie waren die letzten Zerstörer 2. Klasse in der Kaiserlich Japanischen Marine.

Dreizehn Einheiten wurden im Rahmen des zweiten Acht-Acht-Flottenprogramms (Hachihachi Kantai) von 1921 bei vier privaten Werften geordert, aber bereits 1922 wurden fünf von diesen infolge von Haushaltsbeschränkungen und des Washingtoner Flottenvertrages annulliert. Die Marine plante ursprünglich, dass die Schiffe Namen tragen sollten, aber nach ihrer Fertigstellung erhielten sie Zahlen aufgrund der projizierten großen Anzahl von Kriegsschiffen, welche voraussichtlich durch das Flottenprogramm zu bauen sein würden. Dies erwies sich bei den Besatzungen aber als äußerst unbeliebt und war eine ständige Quelle der Verwirrung in der Kommunikation. Darum wurden zum 1. August 1928 Namen vergeben, aber nicht die ursprünglich geplanten.

Wie die Einheiten der nachfolgenden Mutsuki-Klasse, waren diese älteren und kleinen Boote für den Flottendienst Ende der 30er bzw. Anfang der 40er nicht mehr geeignet. Weshalb sie für Geleitsicherungsaufgaben in den chinesischen Gewässern oder der Philippinensee eingesetzt wurden.

Liste der Schiffe Name Bauwerft Kiellegung Stapellauf Indienststellung Verbleib Wakatake Kawasaki, Kōbe 13. Dezember 1921 24. Juli 1922 30. September 1922 versenkt am 30. März 1944 durch amerik. Luftangriff, nördlich von Palau Kuretake 15. März 1922 21. Oktober 1922 21. Dezember 1922 versenkt am 30. Dezember 1944 durch amerik. U-Boot USS Razorback, südöstlich von Formosa Sanae Uraga Schiffswerft, Yokosuka 5. April 1922 15. Februar 1923 5. November 1923 versenkt am 14. November 1943 durch amerik. U-Boot USS Bluefish, nördliche Clebessee Sawarabi 20. November 1922 1. September 1923 24. Juli 1924 am 5. Dezember 1932 in der Formosastraße im Sturm gesunken Asagao Ishikawajima Zōsen, Tokio 14. März 1922 4. November 1922 10. Mai 1923 nach Minentreffer am 22. August 1945 in der Kammon-Straßeaußer Dienst gestellt und 1948 abgewrackt Yūgao 15. Mai 1922 14. April 1923 31. Mai 1924 versenkt am 10. November 1944 durch amerik. U-Boot USS Greenling, bei Irōzaki Shion Kawasaki, Kōbe Auftrag 1922 vor Baubeginn annulliert. Fuyō Fujinagata Zōsen, Osaka 16. Februar 1922 23. September 1922 16. März 1923 versenkt am 20. Dezember 1943 durch amerik. U-Boot USS Puffer, westlich von Manila Karukaya 16. Mai 1922 19. März 1923 20. August 1923 versenkt am 10. Mai 1944 durch amerik. U-Boot USS Cod, im Südchinesischen Meer OmodakaNadeshikoBotanBashō Kawasaki, KōbeFujinagata Zōsen, OsakaUraga Schiffswerft, YokosukaIshikawajima Zōsen, Tokio Aufträge nicht vergeben.

Namenshistorie Bei PlanungBei BestellungAb 24. April 1924Ab 1. August 1928Nach umbau zum Patrouillenboot Kikyō () Dai-2 Kuchikukan (),2. Zerstörer Dai-2-Gō Kuchikukan (),Nr.2 Zerstörer Wakatake () Yuri () Dai-4 kuchikukan (),4. Zerstörer Dai-4-Gō kuchikukan (),Nr.4 Zerstörer Kuretake () Ayame () Dai-6 kuchikukan (),6. Zerstörer Dai-6-Gō kuchikukan (),Nr.6 Zerstörer Sanae () Kaidō () Dai-8 kuchikukan (),8. Zerstörer Dai-8-Gō kuchikukan (),Nr.8 Zerstörer Sawarabi () Kakitsubata () Dai-10 kuchikukan (),10. Zerstörer Dai-10-Gō kuchikukan (),Nr.10 Zerstörer Asagao () Tsutsuji () Dai-12 kuchikukan (),12. Zerstörer Dai-12-Gō kuchikukan (),Nr.12 Zerstörer Yūgao () Dai-46-Gō shōkaitei (),Nr.46 Patrouillenboot Shion () Dai-14 kuchikukan (),14. Zerstörer Ajisai () Dai-16 kuchikukan (),16. Zerstörer Dai-16-Gō kuchikukan (),Nr.16 Zerstörer Fuyō () Karukaya () Dai-18 kuchikukan (),18. Zerstörer Dai-18-Gō kuchikukan (),Nr.18 Zerstörer Karukaya () Omodaka () Dai-20 kuchikukan (),20. Zerstörer Nadeshiko () Dai-22 kuchikukan (),22. Zerstörer Botan () Dai-24 kuchikukan (),24. Zerstörer Bashō () Dai-26 kuchikukan (),26. Zerstörer

Technische Beschreibung Rumpf Der Rumpf eines Zerstörers der Wakatake-Klasse war 85,3 Meter lang, 8 Meter breit und hatte bei einer Einsatzverdrängung von 1.117 Tonnen einen Tiefgang von 2,5 Metern.

Antrieb Der Antrieb erfolgte durch drei ölbefeuerte Dampferzeuger – Kesseln des Kampon-Typs – und zwei Getriebeturbinensätze mit welcher eine Gesamtleistung von 21.000 PS (15.813 kW) erreicht wurde. Diese gaben ihre Leistung an zwei Wellen mit je einer Schraube ab. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 35,5 Knoten (66 km/h). Es konnten 279 Tonnen Kraftstoff gebunkert werden, was zu einer maximalen Fahrstrecke von 3.000 Seemeilen (5.556 km) bei 15 Knoten führte.

Bewaffnung miniatur|Flugabwehr-Maschinengewehr Typ 92 Bei Indienststellung bestand die Bewaffnung aus drei 12-cm-Geschützen mit Kaliberlänge 45 Typ 3 in drei Einzellafetten mit einfachen Schilden, welche in Bootsmittellinie aufgestellt waren. Zur Flugabwehr standen zwei 7,7-mm-Maschinengewehre Typ 92 zur Verfügung. Des Weiteren befanden sich als Torpedobewaffnung zwei Zweifachtorpedorohrsätze im Kaliber 53,3 cm für Torpedos und zwei Ablaufgestelle für Wasserbomben an Bord.

Besatzung Die Besatzung hatte eine Stärke von 110 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften.

Literatur

Weblinks

Wakatake-Klasse auf ww2technik.de

Einzelnachweise Michael J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg., S. 184–185.

Kategorie:Militärschiffsklasse (Japanisches Kaiserreich) Kategorie:Zerstörerklasse