Die Liste von Zwischenfällen mit der Avro York zeigt eine Übersicht über Zwischenfälle mit Todesfolge oder Totalschaden von Flugzeugen des Typs Avro York.

Von 1945 bis zu den letzten Flügen im Jahr 1964 kam es zu 87 Totalverlusten von Avro York. Bei 259 gebauten Maschinen ist dies eine Verlustrate von 33,6 %, ein für Friedenszeiten bei Transportflugzeugen extrem hoher Prozentsatz von Totalschäden. Bei 28 der Unfälle kamen 242 Menschen ums Leben.Unfallstatistik Avro York, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 8. November 2019. Vollständige Liste:

1940er-Jahre Am 17. Oktober 1945 platzte an einer Avro York C.1 der Royal Air Force (Luftfahrzeugkennzeichen MW161) während des Starts vom Militärflugplatz RAF Riccall (England) ein Reifen. Die Piloten kehrten zurück und machten eine geplante Bauchlandung, wobei das Flugzeug allerdings irreparabel beschädigt wurde. Alle Insassen überlebten den Unfall. Dies war der erste Totalverlust einer Avro York.James J. Halley: Broken Wings. Post-War Royal Air Force Accidents. Air-Britain (Historians), Tunbridge Wells, 1999, ISBN 0-85130-290-4, S. 13.

Am 3. November 1945 brach bei einer Avro York C.1 der Royal Air Force (MW120) während der Landung auf dem Flughafen Colombo-Ratmalana (Ceylon) das Fahrwerk zusammen. Die Maschine schlitterte von der Landebahn und wurde irreparabel beschädigt. Alle Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall.James J. Halley: Broken Wings. Post-War Royal Air Force Accidents. Air-Britain (Historians), Tunbridge Wells, 1999, ISBN 0-85130-290-4, S. 16.

Am 29. Dezember 1945 stürzte eine Avro York C.1 der Royal Air Force (MW134) bei dem Versuch ab, mit nur 3 laufenden Triebwerken durchzustarten. Die Maschine drehte seitlich weg, es kam zum Kontrollverlust und sie stürzte 3 Kilometer vom Startflugplatz RAF Holmsley South bei Bashley (Großbritannien) ab. Eines der Besatzungsmitglieder wurde getötet.Unfallbericht Avro York MW134, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Oktober 2019.

Am 11. April 1946 überrollte eine York C.1 der Royal Air Force (MW252) das Landebahnende auf der Luftwaffenbasis RAF Woodbridge (Großbritannien) und raste in Bäume. Von den 6 Insassen kam ein Besatzungsmitglied ums Leben, das andere und die 4 Passagiere überlebten.Unfallbericht Avro York MW252, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Oktober 2019.

Ebenfalls am 11. April 1946 brach bei einer anderen Avro York C.1 der Royal Air Force (MW180) während der Landung auf der RAF Station Lyneham (Wiltshire) das Fahrwerk zusammen. Alle Insassen überlebten. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.Unfallbericht Avro York MW180, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. Februar 2020.

Am 28. April 1946 setzte eine Avro York C.1 der Royal Air Force (MW256) bei der Landung am Militärflugplatz RAF Valley (Wales) vor der Landebahn auf und kollidierte mit einer Sanddüne. Dabei brach das Fahrwerk zusammen. Alle Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.James J. Halley: Broken Wings. Post-War Royal Air Force Accidents. Air-Britain (Historians), Tunbridge Wells, 1999, ISBN 0-85130-290-4, S. 40.

Am 23. Mai 1946 brach an einer Avro York C.1 der Royal Air Force (MW191) bei einer sehr harten Landung auf dem Militärflugplatz Karachi-Mauripur (Britisch-Indien, heute Pakistan) das Fahrwerk zusammen. Alle Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.James J. Halley: Broken Wings. Post-War Royal Air Force Accidents. Air-Britain (Historians), Tunbridge Wells, 1999, ISBN 0-85130-290-4, S. 42.

Am 28. Mai 1946 fielen an einer Avro York C.1 der Royal Air Force (MW250) bei der Landung auf dem Militärflugplatz RAF Stradishall (Großbritannien) die Bremsen aus. Die Maschine überrollte das Landebahnende und kreuzte einen Graben, wodurch das Fahrwerk zusammenbrach. Alle Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.James J. Halley: Broken Wings. Post-War Royal Air Force Accidents. Air-Britain (Historians), Tunbridge Wells, 1999, ISBN 0-85130-290-4.

Am 7. September 1946 stürzte eine York der British South American Airways (BSAA) (G-AHEW) auf dem Flug nach Natal (Brasilien) kurz nach dem Start drei km südlich des Flughafens Bathurst, Gambia ab und explodierte. Alle 24 Menschen an Bord kamen ums Leben (siehe auch Flugunfall einer Avro 685 York in Gambia 1946).Unfallbericht Avro York G-AHEW, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Januar 2016.

Am 9. September 1946 kollidierte eine Avro York C.1 der Royal Air Force (MW184) bei einer nächtlichen Landung auf dem Militärflugplatz RAF Holmsley South (Großbritannien) mit einem Pony. Alle Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.James J. Halley: Broken Wings. Post-War Royal Air Force Accidents. Air-Britain (Historians), Tunbridge Wells, 1999, ISBN 0-85130-290-4.

Am 6. Oktober 1946 stürzte eine York C.1 der Royal Air Force (MW125) etwa 160 Kilometer westlich des Zielflughafens Flughafen Penang (Malaysia) ins Meer. Die Maschine kam vom Flughafen Kalkutta-Dum Dum. Alle 21 Insassen, 6 Besatzungsmitglieder und 15 Passagiere, kamen ums Leben.Unfallbericht Avro York MW125, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Oktober 2019.

Am 20. Oktober 1946 kam es bei einer York C.1 der Royal Air Force (MW208) beim Start vom Flughafen Kalkutta-Dum Dum (Indien) zu einem Ausfall des Triebwerks Nr. 2. Die Maschine konnte nicht mehr steigen und stürzte ab. Von den 15 Insassen kamen 3 Passagiere ums Leben.Unfallbericht Avro York MW208, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Oktober 2019.

Am 3. November 1946 wurde bei einer Avro York C.1 der Royal Air Force (MW225) während des Starts vom Flughafen Delhi-Palam (Indien) das Fahrwerk vorzeitig eingefahren und verklemmte sich. Bei der Rückkehr wurde eine geplante Bauchlandung durchgeführt. Dabei wurde das Flugzeug irreparabel beschädigt. Alle Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall.James J. Halley: Broken Wings. Post-War Royal Air Force Accidents. Air-Britain (Historians), Tunbridge Wells, 1999, ISBN 0-85130-290-4, S. 55.

Am 20. November 1946 wurde eine York C.1 der Royal Air Force (MW205) 64 Kilometer südlich von Sues (Ägypten) in hügeliges Gelände geflogen. Bei diesem CFIT, Controlled flight into terrain, wurden 6 Insassen getötet.Unfallbericht Avro York MW205, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Oktober 2019.

Am 28. November 1946 verloren die Piloten einer Avro York C.1 der Royal Air Force (MW168) beim Start von der Luftwaffenbasis RAF Brize Norton (Großbritannien) die Richtungskontrolle. Das Flugzeug prallte gegen einen Eisenbahndamm, woraufhin das Fahrwerk zusammenbrach. Alle Insassen überlebten den Unfall. Die Maschine wurde irreparabel beschädigt.Unfallbericht Avro York MW168, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 18. Februar 2020.

Am 2. Dezember 1946 setzte eine Avro York C.1 der Royal Air Force (MW268) am Flughafen Malta-Luqa vor der Landebahn auf und wurde irreparabel beschädigt. Alle Insassen überlebten.Unfallbericht Avro York MW268, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. Februar 2020.

Am 19. Dezember 1946 fing eine Avro York C.1 der Royal Air Force (MW241) auf der Luftwaffenbasis RAF Honington (Großbritannien) Feuer, als die Treibstofftanks entwässert wurden. Das Flugzeug wurde zerstört.Unfallbericht Avro York MW241, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 18. Februar 2020.

Am 23. Dezember 1946 kollidierte eine aus Natal (Brasilien) kommende Avro York der argentinischen Flota Aérea Mercante Argentina (FAMA) (LV-XIG) im Anflug auf den Flughafen Rio de Janeiro-Santos Dumont, Rio de Janeiro, Brasilien, mit dem 990 Meter hohen Berg Pico de Papagaio. Alle 21 Insassen wurden getötet.Unfallbericht Avro York LV-XIG, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 29. November 2015.

Am 16. Januar 1947 war an einer Avro York C.1 der Royal Air Force (MW228) bei der Landung auf dem Militärflugplatz RAF Oakington (Großbritannien) das Fahrwerk erst teilweise ausgefahren. Daraufhin brach es beim Aufsetzen zusammen. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall.James J. Halley: Broken Wings. Post-War Royal Air Force Accidents. Air-Britain (Historians), Tunbridge Wells, 1999, ISBN 0-85130-290-4.

Am 11. Februar 1947 brach an einer Avro York C.1 der Royal Air Force (MW242) bei einer harten Landung auf dem Militärflugplatz RAF Waterbeach (Vereinigtes Königreich) das Fahrwerk zusammen. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall.James J. Halley: Broken Wings. Post-War Royal Air Force Accidents. Air-Britain (Historians), Tunbridge Wells, 1999, ISBN 0-85130-290-4.

Am 14. März 1947 ließ sich bei einer Avro York C.1 der Royal Air Force (MW202) im Anflug auf die RAF Station Lyneham (Wiltshire) das Fahrwerk nicht verriegeln. Bei der Landung brach es dann zusammen, wobei das Flugzeug irreparabel beschädigt wurde. Alle Insassen überlebten den Unfall.Unfallbericht Avro York MW202, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. Februar 2020.

Am 18. März 1947 verunglückte eine York C.1 der Royal Air Force (MW198) kurz nach dem Start von der RAF Station Negombo (heute Bandaranaike International Airport) (Ceylon). Kurz nach dem Abheben fiel ein Triebwerk aus. Die Maschine konnte die Höhe nicht halten, streifte Bäume und stürzte drei Kilometer nördlich der Luftwaffenbasis ab. Von den 15 Insassen kamen 11 ums Leben, 4 Besatzungsmitglieder und 7 Passagiere.Unfallbericht Avro York MW198, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Oktober 2019.

Am 13. April 1947 wurden bei der Bruchlandung einer Maschine der BSAA auf dem Flughafen Dakar-Yoff (G-AHEZ) in schlechter Sicht sechs Passagiere getötet, die anderen neun Insassen überlebten.Unfallbericht Avro York G-AHEZ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Januar 2016.

Am 24. Mai 1947 geriet eine Avro York C.1 der Royal Air Force (MW190) beim Anflug auf den Flughafen Malta-Luqa in eine Fallbö, setzte vor der Landebahn auf und wurde irreparabel beschädigt. Alle Insassen überlebten den Unfall.Unfallbericht Avro York MW190, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. Februar 2020.

Am 11. Juni 1947 vergaß die Besatzung einer Avro York C.1 der Royal Air Force (MW247), vor der Landung auf dem Militärflugplatz RAF Oakington (Großbritannien) das Fahrwerk auszufahren. Demzufolge kam es zu einer Bauchlandung. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle Insassen, Besatzungsmitglieder und Passagiere, überlebten den Unfall.James J. Halley: Broken Wings. Post-War Royal Air Force Accidents. Air-Britain (Historians), Tunbridge Wells, 1999, ISBN 0-85130-290-4.

Am 1. Juli 1947 stürzte eine Avro York C.1 der Royal Air Force (MW224) am Militärflugplatz RAF Oakington (Großbritannien) bei dem Versuch ab, mit nur 3 laufenden Triebwerken durchzustarten. Es kam zu einem Strömungsabriss und die Maschine stürzte fast senkrecht ab. Alle 5 Besatzungsmitglieder wurden getötet.Unfallbericht Avro York MW224, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Oktober 2019.

Am 16. Juli 1947 wurde eine Avro York C.1 der British Overseas Airways Corporation (BOAC) (G-AGNR) beim vierten Anflugversuch auf die Shaibah Air Base (Irak) in den Boden geflogen. Aufgrund zu schlechter Sicht am eigentlichen Ziel, dem Flughafen Basra, war die Besatzung zur Shaibah Air Base ausgewichen. Alle 6 Besatzungsmitglieder wurden getötet; die 12 Passagiere überlebten.Unfallbericht Avro York G-AGNR, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Oktober 2019.