mini|Position der Forts zum Schutz Wilhelmshavens. mini|Umriss des Forts TammhausenDas Fort Tammhausen war eine Befestigungsanlage zum Schutz des Kriegshafens Wilhelmshaven. mini|Am rechten Bildrand ist der schilfbewachsene Wassergraben des Forts zu erkennen.

Lage Das Fort wurde als geschlossene Lünette errichtet. Die Anlage war für zwei Züge Infanterie (~80 Mann) ausgelegt. Es liegt südwestlich der Wurtengruppe Tammhausen zwischen Hooksiel und Voslapp. Es ist im Norden und Westen vom Inhauser Tief eingefasst. Das Fort hat einen dreieckigen Grundriss und ist nach Nordwesten orientiert. Es ist 130 Meter lang und 120 Meter breit. Der Wall und die vorgelagerte Graft sind sehr gut erhalten. Der Wall hat eine Breite von 10 bis 20 Metern bei einer Höhe von 1 bis 2,5 Metern. Die Graft hat eine Breite von 10 bis 15 Metern.

Geschichte Die genaue Bauzeit des Forts ist nicht bekannt. Sie muss zwischen dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und dem Ersten Weltkrieg liegen. Südlich des Forts befand sich die Flakbatterie Memershausen und die Batterie Idschenhausen, die als Erdstellung realisiert wurden. Die Anlage wurde im Zweiten Weltkrieg reaktiviert und als Flakstellung benutzt, von der noch Reste eines Betonbunkers erhalten sind.

Gegenwart Das Fort steht aufgrund seiner militärhistorischen Bedeutung als Archäologisches Bodendenkmal unter Denkmalschutz.

Literatur

Wulf: Archäologische Denkmale in der kreisfreien Stadt Wilhelmshaven. Materialhefte zur Ur- und Frühgeschichte Niedersachsens. 1996, S. 151. Flächennutzungsplan für das Areal

Einzelnachweise

Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Wilhelmshaven Kategorie:Befestigungsanlage in Niedersachsen T Kategorie:Ehemalige militärische Einrichtung (Deutschland) Kategorie:Erbaut im 19. oder 20. Jahrhundert Kategorie:Bauwerk aus Beton Kategorie:Zerstört im 20. Jahrhundert