mini|Aaron Zeitlin Aaron Zeitlin (geboren 22. Mai 1898 in Uwarowicze, Russisches Kaiserreich; gestorben 28. September 1973Sterbejahr bei jhi 1976 in New York City) war ein polnisch-US-amerikanischer Schriftsteller jiddischer Sprache.
Leben Aaron Zeitlin war ein Sohn des Schriftstellers Hillel Zeitlin und der Esther Kunin, ein Bruder war der Schriftsteller Elchanan Zeitlin (1902–1941). Aaron Zeitlin wuchs in Gomel und in Wilna auf. Zeitlin schrieb bereits als Jugendlicher für die in Odessa herausgegebenen Kinderzeitungen Perachim (dt. Blumen) und Hashachar (dt. Morgenröte). 1914 veröffentlichte er die Erzählung Metatron in der Zeitung Di yidishe velt (dt. Die jüdische Welt). 1920/21 hielten er und sein Bruder Elchanan sich in Palästina auf.
Zeitlin schrieb eine Vielzahl von Beiträgen in der jiddischen und hebräischen Presse Osteuropas und schrieb über jiddische Literatur, Dichtung und über Parapsychologie. Er leitete von 1930 bis 1934 den Jiddischen P.E.N.-Club in Warschau. Mit Unterstützung seines Freundes Isaac Bashevis Singer gab er zwischen 1932 und 1934 das jiddische literarische Monatsmagazin Globus heraus. Sein Theaterstück Chelmer Chachomim (dt. wörtlich „die Weisen von Chelm“, gemeint: die Schildbürger oder Narren von Chelm) wurde mit großem Erfolg in New York City aufgeführt und Zeitlin erhielt im März 1939 vom jiddischen Schauspieler und Theaterleiter Maurice Schwartz eine Einladung nach New York. Er entkam damit der deutschen Judenverfolgung, der sein Vater und sein Bruder zum Opfer fielen. Zeitlin arbeitete in den USA für das Theater und lehrte hebräische Literatur am Jewish Theological Seminary of America in New York.
Zeitlin ist der Schöpfer des weltberühmten Liedes Donna Donna mit der Musik von Sholom Secunda. Zeitlin erhielt 1969 zusammen mit Abraham Sutzkever den erstmals vergebenen Itzik Manger-Preis.
Werke (Auswahl) Metatron: apokaliptishe poeme. 1922 Der kult fun gornisht un di kunst vi darf zayn. 1926 Brener: dramatishe dihtung in 3 aktn, 10 bilder. 1929 Yaakov Frank: drame in zeks bilder. 1929 Brenendike erd: roman. 1937 Ben ha-esh veha-yesha‘. 1957 Lider fun khurbn un lider fun gloybn. 1967 Ha-meziut ha-aheret. Tel Aviv: Yavneh, 1967 Parapsychologia murchevet. Tel Aviv: Yavneh, 1973 Liṭerarishe un filosofishe eseyen. New York : Alṿelṭlekhn Yidishn ḳulṭur-ḳongres, 1980 Poems of the Holocaust and Poems of Faith. Hrsg. und übersetzt Morris Faierstein. 2007
Literatur Zivia Lubetkin: Zagłada i powstanie. Warschau: Książka i Wiedza, 1999, ISBN 83-05130-41-X Mikhail Krutikov, Shachar Pinsker: Zeitlin Family, in YIVO Encyclopedia of Jews in Eastern Europe (en)
Weblinks
Rafał Żebrowski: Zeitlin (Cejtlin; Cajtlin) Aron, bei jhi Zeitlin (Cejtlin, Cajtlin) Aron, bei Wirtualny Sztetl (pl)
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (Hebräisch) Kategorie:Literatur (Jiddisch) Kategorie:Lyrik Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Drama Kategorie:Literatur (Vereinigte Staaten) Kategorie:Schriftsteller (New York City) Kategorie:Polnischer Emigrant in den Vereinigten Staaten Kategorie:Pole Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1898 Kategorie:Gestorben 1973 Kategorie:Mann