Die Mogador war ein Großzerstörer der Mogador-Klasse der französischen Marine. Am 27. November 1942 versenkte die Besatzung das Schiff im Hafen von Toulon selber. Es wurde nach der marokkanischen Stadt Mogador benannt.

Geschichte mini|links|Die Mogador nach dem Treffer Die spätere Mogador wurde am 28. Dezember 1934 auf der Marinewerft in Lorient auf Kiel gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 9. Juni 1937 und die Indienststellung am 8. April 1939.

Am 3. Juli 1940 lag die Mogador im Hafen von Mers-el-Kébir, als die französischen Schiffe durch einen Verband der britischen Navy im Rahmen der Operation Catapult angegriffen wurden. Die Mogador erhielt dabei einen Treffer durch eine 38,1-cm-Granate. Die Granate töte 38 Seeleute, brachte die Wasserbomben am Heck zur Detonation, durchschlug das Deck, zündete selbst jedoch nicht. Andernfalls wäre es wahrscheinlich zur Explosion des hinteren Munitionsbunkers der Mogador gekommen. Trotzdem gab es schwere Schäden an Deck und Heckaufbauten der Mogador sowie der Welle des Backbordpropellers. Der Steuerbordpropeller verlor ein Blatt. Die Mogador wurde anschließend in das nahegelegene Trockendock des Hafens von Oran geschleppt. Dort begann am 17. Juli 1940 eine provisorische Instandsetzung. Der nicht mehr funktionstüchtige Heckgeschützturm (Nummer 4) wurde entfernt, der Antrieb repariert und die entstandenen Strukturschäden behoben. Danach verlegte der Zerstörer am 1. Dezember 1940 aus eigener Kraft in den unbesetzten Teil Frankreichs nach Toulon. Im dortigen Dock begann eine Generalüberholung. Man setzte den Geschützturm 3 auf die Position des nun fehlenden Turms 4. Das Magazin des Turms 3 baute man zu einem zusätzlichen Ölbunker um. Zudem wurde die Bewaffnung zur Luftabwehr verstärkt und ein neues Sonar eingebaut. Materialmangel verzögerte diesen Umbau, im Oktober 1942 erwartete man dessen Abschluss für Mitte 1943.

Am 27. November 1942 kam es zur Selbstversenkung der Vichy-Flotte, auch die Mogador wurde im Dock selbstversenkt. Das Schiff wurde am 5. April 1943 von Italien gehoben, aber nicht wieder instand gesetzt. Ende 1944 wurde das Wrack bei einem Luftangriff durch Bombentreffer erneut versenkt. 1949 wurde es gehoben und endgültig abgewrackt.

Literatur John Jordan: The Contre-Torpilleurs of the Mogador Class. Conway, London 2007, ISBN 1-84486-041-8. Mike J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg. Technik, Klassen, Typen. Motorbuchverlag, Stuttgart 1991, ISBN 3-613-01426-2. John Jordan, Jean Moulin: French Destroyers: Torpilleurs d'Escadre & Contre-Torpilleurs 1922–1956. Seaforth Publishing, Barnsley ISBN 978-1-84832-198-4.

Weblinks

Informationen über die Mogador bei uboat.net (englisch).

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