Gustav Hock (* 26. April 1837 in KlagenfurtMatricula Online – Klagenfurt – St. Egid, Geburtsbuch XI, 1833–1842, Seite 91, 1. Zeile; † 30. Oktober 1902 ebendaMatricula Online – Klagenfurt – St. Egid, Sterbbuch XX, 1896–1905, Seite 271, Eintrag Nr. 170, 2. Zeile) war Ingenieur und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.Kurzbiographie von Gustav Hock
Leben mini|Gustav Hock mini|Seine Unterschrift Gustav Hock war Sohn des Arztes Karl Hock († 1881). Er besuchte ein Gymnasium in Klagenfurt und später ein Polytechnikum in Graz. Danach studierte er an der Bergakademie Leoben. Er arbeitete als Ingenieur im Hüttenwerk Eberstein im Bezirk St. Veit. Im Jahr 1872 wurde er als Erbe seiner Großmutter Besitzer des Guts Töltschach in der Gemeinde Maria Saal. Später kaufte und verkaufte er das Gut Kraindorf in der Gemeinde Obermühlbach (heute in der Gemeinde Frauenstein) und ein Gut in Thalsdorf in der Gemeinde St. Georgen am Längsee.
Er war im Jahr 1869 Mitgründer des Glanthaler Demokraten-Vereins und bis 1887 auch dessen Obmann. Im Jahr 1894 war er Gründungsmitglied des Deutschen Volksvereins für Kärnten.
Gustav Hock war römisch-katholisch und ab 1866 verheiratet mit Maria Kassin († 1896), mit der er drei Söhne und eine Tochter hatte. Er war Enkel vom österreichischen Freiheitskämpfer Johann Baptist Türk.
Politische Funktionen Von 1867 bis 1878 und von 1880 bis 1902 war Gustav Hock Abgeordneter zum Kärntner Landtag (2., 3., 4., 5., 6., 7. und 8. Wahlperiode). Bis 1877 war er für die Wahlklasse Landgemeinden (Klagenfurt, Feldkirchen, Ferlach), ab 1878 (5. Wahlperiode) für die Wahlklasse Landgemeinden (St. Veit, Friesach, Gurk, Althofen, Eberstein) zuständig. Von 1892 bis 1902 war er auch im Landesausschuss.
Von 1863 bis 1880 war er Gemeinderat von Maria Saal.
Vom 5. Dezember 1882 bis zum 23. April 1885 war er Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (VI. Legislaturperiode), Kronland Kärnten, Kurie Landgemeinden 2, Regionen St. Veit, Friesach, Gurk, Eberstein, Althofen, Wolfsberg, St. Leonhard, St. Paul.
Vom 22. September 1885 bis zum 23. Januar 1891 war er Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (VII. Legislaturperiode), Kronland Kärnten, Kurie Landgemeinden 2, Regionen St. Veit, Friesach, Gurk, Eberstein, Althofen, Wolfsberg, St. Leonhard, St. Paul.
Klubmitgliedschaften Gustav Hock war ab 1882 Mitglied bei den Vereinigten Linken, danach ab 1885 beim Deutschen Klub. Ab dem 15. Februar 1887 war er fraktionslos, doch schon ab dem 22. Mai 1887 war er bei der Deutsch-nationalen Vereinigung.
Würdigung
Literatur Sigmund Hahn, Reichsraths-Almanach für die Session 1885–1886 (Wien 1885) Anton Kreuzer, Kärntner. Biographische Skizzen. 10 Bde. (Klagenfurt 1995–2002)
Weblinks Kurzbiographie von Gustav Hock Stenographische Protokolle – Abgeordnetenhaus, Personenregister, Session 9 Stenographische Protokolle – Abgeordnetenhaus, Personenregister, Session 10 Josef Gruber: Kleine Mittheilungen. Gustav Hock †. In: Carinthia II. Jahrgang 92, 1902, S. 255–256 ().
Einzelnachweise
Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich) Kategorie:Landtagsabgeordneter (Kärnten) Kategorie:Person (Klagenfurt am Wörthersee) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Geboren 1837 Kategorie:Gestorben 1902 Kategorie:Mann