mini|Ortschaftstafel von Pflausach, mit Erwähnung der Gemeinde Sörg Die Gemeinde Sörg war eine Gemeinde im Kärntner Bezirk St. Veit an der Glan, die von 1875 bis 1973 bestand. Mit 1. Jänner 1973 ging die Gemeinde in der Gemeinde Liebenfels auf.

Geografie Lage Die Gemeinde lag in den Wimitzer Bergen im südwestlichen Teil des Bezirks St. Veit an der Glan. Ihre Fläche betrug 23,63 km².Gemeinde Liebenfels (Hrsg.): Gemeindechronik Liebenfels. 1998, S. 215. Sie umfasste den nördlichen Teil der heutigen Gemeinde Liebenfels und erstreckte sich von der Siedlung Wegscheide und der Schneebauerhöhe (höchster Punkt ) im Norden bis zum Freundsamer Moos, Gradenegg (tiefster Punkt am Gradenegger Bach) und Sörg im Süden.

Gliederung Katastralgemeinden Die Gemeinde Sörg umfasste die Katastralgemeinden Freundsam, Gradenegg, Pflausach, Sörg und Sörgerberg in ihren damaligen Grenzen.

Ortschaften Zur Zeit des Bestehens der Gemeinde Sörg wurden in ihr folgende Ortschaften geführt: Eggen Freundsam Gasmai (die Ortschaft umfasste einen Teil des Orts; der außerhalb der Gemeinde Sörg liegende Rest des Ortes bildete eine gleichnamige Ortschaft in der Gemeinde St. Urban) Graben Gradenegg Grassendorf Grund Hart Ladein Pflausach Pflugern Rasting Reidenau Sörg Sörgerberg Waggendorf (etwa die Hälfte des Orts; der außerhalb der Gemeinde Sörg liegende Rest des Orts bildete eine gleichnamige Ortschaft in der Gemeinde Pulst.) Zojach

Infrastruktur Die Gemeinde Sörg umfasste zwei Pfarrorte: Gradenegg und Sörg. In diesen beiden Orten gab es jeweils eine Volksschule.

Geschichte Die Gemeinde Sörg entstand 1875 durch Teilung der bis dahin aus sieben Katastralgemeinden bestehenden Gemeinde Glantschach: Die beiden Katastralgemeinden Glantschach – mit dem namengebenden Hauptort der Gemeinde – und Rottschaft Feistritz wurden damals an die Nachbargemeinde Pulst angeschlossen. Die anderen fünf Katastralgemeinden wurden von da an als Gemeinde Sörg geführt.

Die Gemeinde Sörg gehörte zum politischen Bezirk St. Veit an der Glan und zum Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan.

Im Zuge der Gemeindestrukturreformen in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Gemeinde per 1. Jänner 1973 an die Gemeinde Liebenfels angeschlossen.

Bürgermeister Folgende Personen waren, in chronologischer Reihenfolge, Bürgermeister der Gemeinde:Gemeinde Liebenfels (Hrsg.): Gemeindechronik Liebenfels. 1998, S. 216f. Blasius Taumberger Georg Kircher Eduard Mayer Jakob Taumberger Thomas Habernig Karl Gratzer Alois Stromberger Michael Klocker Leonhard Grünwalder Philipp Nagele Franz Topitschnig, 1945 – 1950 Alois Gratzer, 1950 – 1954 und 1958 – 1964 Otto Stingl, 1954 – 1958 Alois Groing, 1964 – 1970 Franz Nagele, 1970 – 1973

Bevölkerung Für die Gemeinde wurden zur Zeit ihres Bestehens folgende Einwohnerzahlen angegeben: 1880: 948 Einwohner, 139 HäuserK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 60. 1890: 1164 Einwohner, 136 HäuserK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 61. 1900: 1045 Einwohner, 134 HäuserK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. 1910: 991 Einwohner, 153 HäuserStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. 1923: 929 Einwohner, 142 HäuserBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 18. 1934: 909 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 18. 1961: 840 Einwohner, 150 HäuserÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 254. 1972: 798 Einwohner

Zählsprengel Sörg Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Sörg wird von der Statistik Austria als eigener Zählsprengel (Sörg, 002) der Gemeinde Liebenfels geführt, wie das in Österreich für ehemalige Gemeinden, die nach 1960 aufgelöst wurden, üblich ist.

2001 wurden für dieses Gebiet 679 Einwohner und 33 Nebenwohnsitzfälle sowie 249 Gebäude ermittelt.Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. 113.

Literatur Gemeinde Liebenfels (Hrsg.): Gemeindechronik Liebenfels. 1998.

Einzelnachweise

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