Lug ins Land (fränkisch: LuchinslandD. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 190. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „lûxinsland“.) ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet von Marloffstein im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).

Lage Die ehemalige Einöde lag auf der Marloffsteiner Höhe () etwa 0,5 km nordwestlich von Marloffstein.Lug ins Land im BayernAtlas (Bayerische Uraufnahme) Heute befindet sich an ihrer Stelle eine ehemalige Tongrube, die als Geotop ausgezeichnet ist. An den Ort erinnert die Straße Lug ins Land.

Geschichte Der Ort wurde in einem Karteneintrag von 1854 als „Lug in’s Land“ erstmals erwähnt. Luginsland war eine gebräuchliche Bezeichnung für einen Ort, von dem man nach allen Seiten einen weiten Ausblick ins Land hatte. Der Erlanger Fabrikbesitzer Karl von Loewenich hatte mehrere Tagewerk Land von der Steuergemeinde Marloffstein angekauft, um dort einen Landsitz mit Park zu errichten. Im Jahr 1865 wurde die Namensbezeichnung Lug ins Land offiziell genehmigt. Im Jahr 1964 musste Lug ins Land wegen der Erweiterung der Tongrube weichen. Das einzige bewohnte Anwesen wurde einige Jahre später abgebrochen. Im Jahr 1982 galt der Ort Lug ins Land als erloschen.D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 190.

Einwohnerentwicklung Jahr 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 Einwohner 0 0 0 3 7 6 2 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben, die als Wohngebäude bezeichnet wurden. 1 1 1 1 1 Quelle

Religion Die Katholiken waren nach St. Peter und Paul (Langensendelbach) gepfarrt, die Lutheraner nach St. Matthäus (Uttenreuth).

Literatur

Weblink

Fußnoten

Kategorie:Marloffstein Kategorie:Ersterwähnung 1854 Kategorie:Wüstung im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert