mini|hochkant|Evangelische Kirche Nachrodt mini|hochkant|Blick in den Chorraum mini|hochkant|Blick zur Orgelempore

Die Evangelische Kirche Nachrodt ist eine neugotische Hallenkirche im Ortsteil Nachrodt der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde.

Das Gebäude wurde in den Jahren 1903/1904 wirkungsvoll auf einer AnhöheGeorg Dehio, unter wissenschaftlicher Leitung von Ursula Quednau: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen II Westfalen. Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2, S. 786., auf einem 2760 m² großen Grundstück in Sichtweite von Haus Nachrodt errichtet. Das Grundstück wurde der Gemeinde von Eduard von Löbbecke (1854–1915)Bürgermeister der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde (Hrsg.): 100 Jahre Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde 1. April 1907–2007, S. 73. zur Verfügung gestellt. Die Grundsteinlegung erfolgte am 13. März 1904. Die Einweihung erfolgte am 6. Dezember 1904 durch den Generalsuperintendenten Nebe aus Münster.

Die Bruchsteinkirche mit getrennt stehendem Pfarrhaus wurde nach Plänen des Regierungsbaumeisters Karl Siebold aus Bethel mit einem Seitenschiff und einem seitlich angesetzten Turm errichtet.

Die zusammen mit der Kirche eingeweihte Ladegast-Orgel wurde 1971 ersetzt. Die neue Orgel stammt aus der Berliner Orgelbauwerkstatt Karl Schuke. Sie besitzt 19 Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal mit mechanischer Spiel- und Registertraktur.

Die Disposition der Orgel folgt der barocken Tradition bzw. der Orgelbewegung:Oliver Fiedler, eigene Aufzeichnungen, August 2020 I Hauptwerk C–g3 1. Prinzipal 8′ 2. Rohrflöte 8′ 3. Oktav 4′ 4. Flachflöte 2′ 5. Sexquialtera 2f ′ 6. Mixtur 4-5f 7. Trompete 8′ Tremulant II Brustwerk C–g3 8. Gedackt 8′ 9. Spitzged. 4′ 10. Prinzipal 2′ 11. Quinte ′ 12. Scharff 3-4f 13. Krummhorn 8′ Tremulant Pedal C–f1 14. Subbaß 16′ 15. Gemshorn 8′ 16. Choralbaß 4′ 17. Hintersatz 4f 18. Fagott 16′ 19. Trompete 8′ Koppeln: II/I, I/P, II/P

Seit dem 7. Mai 1911 schmückt die Kirche eine Turmuhr aus der Turmuhrenfabrik Ed. Korfhage & Söhne aus Buer.

Eine grundlegende Renovierung und Neugestaltung der Kirche erfolgte im Jahr 1965. Das Gebäude erhielt eine neue Verglasung, neue Fenster im Chor, eine neue Heizung und einen neuen Innenanstrich. Das Gestühl wurde überarbeitet. Erneuert wurden auch der Altar, die Kanzel und der Taufstein. Im Dezember 1965 weihte Oberkirchenrat Danielsmeyer aus Bielefeld die renovierte und neu gestaltete Kirche ein.

Seit dem 6. Juli 1987 stehen die Kirche und das Pfarrhaus unter Denkmalschutz.

Weblinks

Evangelische Kirche: 100 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Nachrodt-Obstfeld

Einzelnachweise

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