Kumul () oder Hami () ist eine bezirksfreie Stadt im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang. Die bezirksfreie Stadt wurde 2016 durch Vereinigung der alten Oasenstadt Kumul (Hami) mit zwei umliegenden Bezirken gebildet. In ganz China ist Kumul / Hami vor allem für seine Melonen bekannt.
Namen
Auf Uigurisch heißt der Ort Ⱪumul. Die Jesuiten Benedict Goës und Matteo Ricci, die China bereisten, beschrieben die Oase 1615 als "Camul". Einer der ältesten chinesischen Namen (2. Jh. u. Z.) ist Kūnmò 昆莫; während der Han-Dynastie wurde es auch Yīwú 伊吾 oder Yīwúlú 伊吾卢 genannt, während der Tang-Dynastie Yīzhōu 伊州; während der Yuan-Dynastie wurde der mongolische Name Qamil als Hāmìlì 哈密力 ins Chinesische transkribiert und seit der Ming-Dynastie ist Kumul als Hāmì 哈密 bekannt.
Geographie und Klima Einige Teile des Gebietes liegen etwa bis 150 Meter unter dem Meeresspiegel. Das Gebirge des östlichen Tianshan erhebt sich in der Gruppe des Qarlik Taghs bis über 4900 m. Es gibt extreme Temperaturschwankungen, von 43 °C im Sommer bis −32 °C im Winter. Der Regierungsbezirk hat eine Gesamtfläche von 142.100 km².
Administrative Gliederung Die bezirksfreie Stadt setzt sich aus einem Stadtbezirk, einem Kreis und einem autonomen Kreis zusammen:citypopulation.de: HĀMÌ SHÌ, Stadt auf Präfekturebene in Sinkiang, abgerufen am 2. Februar 2022 Stadtbezirk Yizhou (伊州区 Yīzhōu Qū, ehemals 哈密市 Hāmì Shì), 81.794 km², 472.175 Einwohner; Kreis Aratürük (伊吾县 Yīwú Xiàn), Hauptort: Großgemeinde Yiwu (伊吾镇), 19.821 km², 24.783 Einwohner; Kasachischer autonomer Kreis Barkol (巴里坤哈萨克自治县 Bālǐkūn Hāsàkè zìzhìxiàn), Hauptort: Großgemeinde Barkol (巴里坤镇), 37.304 km², 75.442 Einwohner.
Geschichte Die Stadt Hami wurde im 17. Jahrhundert vom Dsungarischen Khanat beherrscht, 1697 wurde sie von der Qing-Dynastie erobertJürgen Paul: Zentralasien. S. Fischer, Frankfurt am Main 2012 (Neue Fischer Weltgeschichte, Band 10), S. 158..
Die bestehende lokale Herrschaft blieb 1759 als halbautonomes Khanat bestehen. Als dieser Zustand beendet wurde, kam es im April 1931 zu Aufständen von Dunganen und Uiguren, die im November niedergeschlagen wurden.Jürgen Paul: Zentralasien. S. Fischer, Frankfurt am Main 2012 (Neue Fischer Weltgeschichte, Band 10), S. 416.
Am 7. Januar 2016 genehmigte der Staatsrat die Vereinigung des bisherigen Bezirks Kumul / Bezirk Hami mit der vormaligen kreisfreien Stadt Kumul / Hami zur neuen bezirksfreien Stadt Kumul / Hami. Das frühere Stadtgebiet von Kumul / Hami wurde als neuer Bezirk Yizhou in das Stadtgebiet integriert.
Ethnische Gliederung der Bevölkerung des Regierungsbezirks Kumul (2000) Laut Zensus des Jahres 2000 hatte der Regierungsbezirk 492.096 Einwohner (Bevölkerungsdichte: 3,5 Einwohner/km²). Name des Volkes Einwohner Anteil Han 339.296 68,95 % Uiguren 90.624 18,42 % Kasachen 43.104 8,76 % Hui 14.636 2,97 % Mongolen 1.970 0,4 % Mandschu 1.293 0,26 % Tibeter 191 0,04 % Tu 142 0,03 % Dongxiang 121 0,03 % Zhuang 119 0,02 % Tujia 110 0,02 % Xibe 101 0,02 % Russen 77 0,02 % Yugur 73 0,01 % Sonstige 239 0,05 %
Gegen Ende des Jahres 2002 war die Bevölkerungszahl auf etwa 519.700 gestiegen.
Siehe auch Hami Raketensilofeld
Weblinks hmnet.gov.cn Chinesische Regierungsseite über Kumul (auf Chinesisch) hami.gov.cn Chinesische Regierungsseite über Kumul (auf Chinesisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Xinjiang Kategorie:Bezirksfreie Stadt