Der Waldweber (Ploceus bicolor) zählt innerhalb der Familie der Webervögel (Ploceidae) zur Gattung der Ammerweber (Ploceus).Waldweber, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank
Der Vogel kommt in Subsahara-Afrika vor in Angola, Bioko, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Gabun, Kamerun, Kenia, Malawi, Mosambik, Nigeria, Ruanda, Sambia, Sansibar, Simbabwe, Somalia, Südafrika, Südsudan, Tansania und Uganda.
Das Verbreitungsgebiet umfasst baumbestandene Lebensräume bis 2400 m Höhe.
Der e Artzusatz kommt von .
Merkmale Die Art ist 14 bis 15 cm groß und wiegt zwischen 28 und 47 g. Das Männchen hat auf Stirn, Scheitel und Nacken bis zum Rücken dunkles Purpurbraun, der Rumpf einschließlich Schwanz ist dunkelbraun mit gelben Spitzen einiger Schwingen. Charakterisiert ist der Waldweber durch den dunklen Kopf mit roter bis rotbrauner Iris und weißem Schnabel. Die Unterseite ist leuchtend gelb. Jungvögel sind blasser gefärbt.T. Stevenson, J. Fanshawe: Birds of East Africa. Kenya, Tanzania, Uganda, Rwanda, and Burundi. Princeton University Press, 2002, ISBN 978-0-691-12665-4.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:
P. b. tephronotus (, 1892) – Südosten Nigerias (Obudu-Plateau), Kamerun, Bioko, Gabun und Westkongo P. b. amaurocephalus (, 1880) – Angola und Süden der Demokratischen Republik Kongo P. b. mentalis (, 1891) – Süden des Südsudans, Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, Uganda und Westkenia P. b. kigomaensis ( & , 1956) – Westruanda, Burundi, Demokratischen Republik Kongo, Sambia und äußerster Südwesten Tanzanias P. b. kersteni ( & , 1870) – Südsomalia, Küste Kenias, Ostansani und Sanzibar P. b. stictifrons ( & , 1885) – Küste Tansanias, Süden Malawis, Osten Simbabwe und Mosambik bis Südafrika (KwaZulu-Natal) P. b. bicolor , 1819, Nominatform – Südmosambik bis Südafrika (Ostkap)
Von „Birds of the World“ und von der „Clements Checklist of Birds of the World“ wird noch folgende Unterart anerkannt: P. b. sylvanus , 1867P. A. Clancey: Ploceus bicolor sylvanus. In: Durban Museum Novitates, Band 11, Nummer 10, S. 206, 1867, PDF, die von den anderen Taxonomien der Unterart P. b. stictifrons zugeordnet wird.
Stimme Der Gesang beider Geschlechter ist aus mehreren musikalischen Tönen zusammengesetzt, auch glockenartiges „wi-wi-wi-chuk wi-chuk“.
Lebensweise Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Gliederfüßern.
Die Brutzeit liegt zwischen November und Dez in Bioko, zwischen Dezember und Januar in Kamerun und der Demokratischen Republik Kongo, zwischen August und September in Somalia, zwischen April und August in Kenia, zwischen September und Dezember in Sambia und Mosambik, zwischen Oktober und März in Malawi und Südafrika.
Waldweber sind monogam mit Paarbindung über mehrere Jahre, brüten einzeln.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).Redlist
Literatur L. P. Vieillot: Le Tisserin Bicolor In: Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle, appliquée aux arts, à l'agriculture, à l'économie rurale et domestique, à la médecine, etc. 1819, Bd. 34, S. 127 Biodiversity Library
Weblinks
Macaulay Library
Einzelnachweise P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF A. J. F. K. Craig: Dark-backed Weaver (Ploceus bicolor), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, Ploceus bicolor J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3. AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 IOC World Bird List 15.2 Old World sparrows, snowfinches, weavers J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 22. Juni 2026
Kategorie:Webervögel