Hăghig [] (veraltet Haghig; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Covasna, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort Hăghig ist auch unter den veralteten Bezeichnungen Heghig und Higic, der deutschen Fürstenberg und der siebenbürgisch-sächsischen Bezeichnung Firstenbrich bekannt.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Hăghig im Kreis Covasna Die Gemeinde Hăghig liegt östlich des Siebenbürgischen Beckens (Podișul Transilvaniei) in den Südausläufern der Baraolter Berge im sogenannten Szeklerland. Im Westen des Kreises Covasna am gleichnamigen Bach – ein rechter Nebenfluss des Olt (Alt) – und der Nationalstraße Drum național 13E, befindet sich der Ort Hăghig etwa 20 Kilometer westlich von Kreishauptstadt Sfântu Gheorghe (Sankt Georgen) entfernt.
Der Bahnhof in Feldioara (Marienburg) an der Bahnstrecke Teiuș–Brașov befindet sich vier Kilometer auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses Olt von Hăghig entfernt.
Geschichte mini|Kapelle der ehemaligen Adelsfamilie Nemes Der Ort Hăghig wurde erstmals nach unterschiedlichen Angaben 1252 oder 1332Angaben auf der Website der Gemeinde Hăghig abgerufen am 1. November 2019 (rumänisch). urkundlich erwähnt.
Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Miklósvár in der Gespanschaft Háromszék (), in der Nagyajta Verwaltungssitz war. Anschließend gehörte diese dem historischen Kreis Trei-Scaune (zu Deutsch Drei Stühle) und ab 1950 dem heutigen Kreis Covasna an.
Bevölkerung Die Bevölkerung in der Gemeinde Hăghig entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 460 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 1.904 723 1.012 11 158 1920 2.353 1.272 1.067 14 - 1977 2.372 1.134 1.113 10 115 2002 2.223 871 691 4 657 2011 2.315 912 633 2 768 2021 2.368 1.060 443 - 865 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Hăghig die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren und der Rumäniendeutschen 1977 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen wurde 1920 und die der Roma (752) 2021 registriert.
Sehenswürdigkeiten Die reformierte Kirche,Angaben zur reformierten Kirche in Hăghig bei biserici.org, abgerufen am 30. Oktober 2019 (rumänisch). Ende des 16. Anfang des 17. Jahrhunderts und der Glockenturm 1841 errichtet, stehen unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). Das Landhaus der ungarischen Adelsfamilie NemesAngaben zum Landhaus Nemes in Hăghig bei monumenteuitate.org abgerufen am 1. November 2019 (englisch, rumänisch). und der Kapelle im 18./19. Jahrhundert errichtet, diente nach 1970 als Altersheim. Nach einer notdürftigen Sanierung des Hauptgebäudes ist das Anwesen dem Zerfall gelassen. bei castelintransilvania.ro abgerufen am 1. November 2019 (rumänisch). Das Anwesen steht unter Denkmalschutz. Laut Angaben des Verzeichnisses historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) steht das Wohnhaus der Familie Bucșa (Nr. 368) im 18./19. Jahrhundert errichtet und der alte Friedhof aus dem 19. Jahrhundert unter Denkmalschutz.
Weblinks
Die Gemeinde Hăghig bei ghidulprimariilor.ro (rumänisch) Hăghig bei crestinortodox.ro (rumänisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1252