mini|Scheune

Minderleinsmühle (fränkisch: MinnalasmülD. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „minələsmül“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Kalchreuth im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Minderleinsmühle liegt in der Gemarkung Kalchreuth.

Lage Die Einöde liegt an dem südlichen Seitenarm der Schwabach. Im Süden grenzt der Dormitzer Forst an. Zwei Anliegerwege führen 100 Meter weiter südlich zur Kreisstraße ERH 33, die nach Brand (3 km östlich) bzw. zur Staatsstraße 2243 verläuft (2,5 km westlich).

Geschichte Die Mühle wurde wahrscheinlich um 1100 errichtet. Der Name der Mühle wechselte im Laufe der Zeit mehrmals.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 148. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1300 als „Fullesackes Mule“. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist wohl der Familienname des damaligen Besitzers (Fullesack).D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 199ff. 1391 hatten die Nürnberger Patrizier Geuder grundherrliche Ansprüche an der „Oedmühle“. 1439 besaß sie Hermann Wüst, nach dem sie dann benannt wurde. Um 1500 war sie im Besitz der Familie Minderlein und wurde nach ihr benannt. Als die Minderleinsmühle 1776 von der Familie Hubmann übernommen wurde, die sie heute noch besitzt, änderte sich ihr Name nicht.

1609 gingen die Geuderschen Ansprüche auf die Wildenstein und schließlich auf die Egloffstein über. Das Hochgericht wurde bis 1583 vom nürnbergischen Gericht Heroldsberg ausgeübt. Seitdem wurde dieses sowohl von Brandenburg-Kulmbach als auch vom Hochstift Bamberg beansprucht. 1778 lag die Mühle im Fraischbezirk des bambergischen Centamts Neunkirchen, während das Tagelöhnerhaus im Fraischbezirk des brandenburg-bayreuthischen Oberamtes Baiersdorf lag. Unter der preußischen Verwaltung von Ansbach-Bayreuth wurde 1792 der Versuch unternommen, die bambergische Mühle dem Kameralamt Baiersdorf einzuverleiben. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Minderleinsmühle 1818 dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Kalchreuth zugeordnet.

Baudenkmäler Haus Nr. 1: Kunstmühle Haus Nr. 2: Wohnhaus, Nebengebäude

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 15 12 18 16 15 15 16 21 16 11 7HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 3 2 2 1 2 1 2 2 Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Andreas (Kalchreuth) gepfarrt. Die Katholiken sind nach Unsere Liebe Frau (Dormitz) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Kalchreuth) Kategorie:Ersterwähnung 1300 Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Ort an der Schwabach (Regnitz)