Habernhofermühle (fränkisch: Di Hahbanhofa MülD. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 138. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „di håbɒnhôfɒ mül“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Uttenreuth im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Die Habernhofermühle liegt in der Gemarkung Weiher.
Lage Die Einöde liegt am Nordufer der Schwabach. Die Langenbruckermühle ist 0,3 km östlich entfernt. Ein Anliegerweg führt direkt zur Staatsstraße 2243, die 0,3 km weiter nördlich in die Staatsstraße 2240 zwischen Weiher (0,3 km westlich) und Dormitz (0,7 km östlich) mündet. Im Süden jenseits der Schwabach liegt das Waldgebiet Frauenholz.
Geschichte Der Ort wurde 1321 als „Habernhof“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort haber (mhd. Hafer) kann auf den Anbau und/oder Verarbeitung von Hafer verweisen. Wurde es als Familienname benutzt, der zu dieser Zeit durchaus geläufig war, wurde damit der Besitzer des Hofes angezeigt.D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 67 ff. Ursprüngliche Lehnsherren des Anwesens waren die Herren von Gründlach und in deren Nachfolge wurde es an die Herren von Brauneck vererbt.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 168. 1321 übereignete Gottfried III. von Brauneck dem Kloster Neunkirchen am Brand ein Fischwasser, das er zuvor schon dem Kloster als Lehen verkauft hatte. 1341 verkaufte Gottfried III. von Brauneck die Burg Marloffstein samt allen Zugehörungen und Ansprüchen, zu denen auch die „Müle Habernhof“ zählte, an das Hochstift Bamberg. Noch im selben Jahr wurden dem bambergischen Domkapitel die jährlichen Einkünfte dieses Komplexes verkauft. Diese grundherrlichen Ansprüche wurden bis zum Ende des Alten Reiches vom Dompropsteiamt Büchenbach verwaltet. Der Hof hatte Rechte am Sebalder Reichswald (1429, 1611 bezeugt). Die Mühle diente als Getreidemühle; sie war – zumindest zeitweise – als Sägemühle ausgebaut (1458, 1812 bezeugt). Der Cadolzburger Amtmann Albrecht Stiebar erhielt 1487 die 8 Tagewerk große Flur „Zu dreien pferden“ beim Habernhof als Mannlehen. Dieses Lehen war 1683 noch in der Hand der Stiebar von Buttenheim.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Habernhofermühle aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Neunkirchen aus. Grundherr war das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach.I. Bog: Forchheim, S. 57.
Von 1797 bis 1810 unterstand Habernhofermühle dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Kalchreuth und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Weiher zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Habernhofermühle am 1. Mai 1978 nach Uttenreuth eingemeindet.
Baudenkmal Haus Nr. 1: Mühle
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 11 8 13 10 11 9 10 18 11 6 5HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 2 1 1 1 1 2 1 1Quelle
Religion Die Katholiken sind nach Unsere Liebe Frau (Dormitz), die Lutheraner nach St. Matthäus (Uttenreuth) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Uttenreuth Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Ersterwähnung 1321 Kategorie:Ort an der Schwabach (Regnitz)