Eggenhof (fränkisch: ÄgnghufD. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 68. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ęgŋhūf“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Uttenreuth im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Eggenhof liegt in der Gemarkung Uttenreuth.

Lage mini|hochkant=1.22| Unmittelbar nördlich des Gutshofes fließt die Schwabach. Östlich und südlich grenzen Acker- und Grünflächen an. Im Osten wird die Flur als Rannenwiesen bezeichnet, im Süden als Posthalterholz. Unmittelbar südwestlich liegt ein Neubaugebiet von Uttenreuth, das über den Rannenweg erreicht werden kann. Jenseits der Schwabach liegt der Kernort Uttenreuth. Südlich von Eggenhof befindet sich der Buckenhofer Forst.

Geschichte Der Ort wurde 1341 als „Egenhof“ erstmals urkundlich erwähnt. Bestimmungswort ist Egen, das sowohl ein Personenname als auch ein Familienname sein kann. Das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach war Grundherr des Anwesens. Der Ort lag vielleicht ursprünglich im Fraischbezirk des bambergischen Centamts Neunkirchen. Aus einem Dokument, das um 1588 entstand, geht hervor, dass „Eghenhoff“ im Fraischbezirk des brandenburg-bayreuthischen Oberamtes Baiersdorf lag. Der Hof hatte seit dem 15. Jahrhundert Rechte am Sebalder Reichswald. Zehntanteile gingen an das Kloster Neunkirchen am Brand (1499, 1603, 1647 bezeugt). Im Jahre 1766 gehörten zum Hof 29 Morgen Felder, 14 Morgen Holz, 3 Morgen Wiesen und ein Viehbetrieb.D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 67 ff.

Bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches unterstand Eggenhof dem Markgraftum Brandenburg-Bayreuth. Es gehörte dabei zum Oberamt Baiersdorf, das die Dorf- und Gemeindeherrschaft über den Ort ausübte.

Von 1797 bis 1810 unterstand Eggenhof dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Eggenhof dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Uttenreuth und der 1818 entstandenen Ruralgemeinde Uttenreuth zugeordnet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Anwesen als Psychiatrische Klinik genutzt. Heute ist es eine Soziotherapeutische Einrichtung der Bezirkskliniken Mittelfranken.

Baudenkmal mini|Schwabachbrücke Schwabachbrücke

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 9 7 6 18 21 23 44 14 125 49HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 1 1 1 1 1 3 1Quelle

Religion Die Katholiken sind nach Unsere Liebe Frau (Dormitz) gepfarrt, die Lutheraner nach St. Matthäus (Uttenreuth).

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Uttenreuth Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Ersterwähnung 1341 Kategorie:Gutshof in Bayern Kategorie:Ort an der Schwabach (Regnitz)