Fohra ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Kottes-Purk im Bezirk Zwettl in Niederösterreich. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ).

Geografie Die Streusiedlung im Süden des Gemeindegebietes befindet sich in einer Waldlichtung auf einem Ausläufer des Trastallberges und ist über die Landesstraße L7129 erreichbar. Östlich von Fohra entspringt der Rannabach und mündet in Mühldorf in den Ötzbach ein. Am umfasste die Ortschaft, zu der auch die einschichtig liegenden Gehöfte Höllerhof und Trastallhof zählen,  Adressen.

Siedlungsentwicklung Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Fohra insgesamt 5 Bauflächen mit 4.820 m² und 19 Gärten auf 32.590 m², 1989/1990 gab es 5 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 16 angewachsen und 2009/2010 bestanden 11 Gebäude auf 16 Bauflächen.BEV: Regionalinformation 31.12.2018 auf bev.gv.at (online)

Geschichte Der Ort wird spätestens 1590 zum ersten Mal schriftlich erwähnt.

Im Eintrag der Josephinischen Fassion aus Jahre 1786/87 gab es im heutigen Ort 4 Häuser (davon 3 in Fohra selbst und eines in Höllerhof).Josephinische Fassion – Gemeinde Niederanna mit den zugetheilten Ortschaften Trebetsfeld, Langacker, Benglbach, Wernhies und Dallerl, Trittings, Fohra und Hellerhof (JosFass OM 281)

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit fünf Häusern genannt, das nach Niederranna eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Oberranna besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Pöggstall ausgeübt.

Im Franziszeischen Kataster von 1823 ist Fohra als Teil der Katastralgemeinde Oberranna vermerkt.Franziszeischer Kataster (um 1830): Oberranna (online auf arcanum.com).

Nach der Entstehung der Ortsgemeinden 1849 wurde der Ort eine Katastralgemeinde der Ortsgemeinde GschwendtLGBL. NÖ. 2. Abt. Nr. 1/1855 2. Beilage 2. Abt., Seite 194.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Fohra zwei Landwirte mit Direktvertrieb ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 242

Im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung wurde der Ort durch die Vereinigung der Gemeinde Gschwendt mit der Gemeinde Kottes-Purk am 1. Jänner 1971 ein Teil der heutigen Gemeinde.LGBL. NÖ. Nr. 116/1971, Seite 68

Bodennutzung Die Katastralgemeinde ist landwirtschaftlich geprägt. 72 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 131 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 61 Hektar Landwirtschaft betrieben und 146 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 49 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 147 Hektar betrieben. Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Fohra beträgt 17 (Stand 2010).

Literatur

Einzelnachweise

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