Lomatium stebbinsii ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lomatium innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Diese seltene Art kommt nur im westlichen US-Bundesstaat Kalifornien vor und wird dort genannt.

Beschreibung Vegetative Merkmale Lomatium stebbinsii ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 15 Zentimetern. Als Überdauerungsorgan wird eine Pflanzenknolle gebildet, die bei einem Durchmesser von weniger als 2 Zentimetern eiförmig bis kugelig ist. Es ist keine erkennbare Sprossachse vorhanden.

Die zwei bis fünf grundständig angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Laubblätter sind grün, glänzend und kahl. Der Blattstiel ist 2 bis 3 cm lang und besitzt eine Blattscheide von der Mitte bis zur Basis oder auf seiner ganzen Länge. Die Blattspreite ist bei einer Länge 2 bis 5 cm dreieckig-eiförmig und einfach bis doppelt fiederteilig. Wenn sie doppelt fiederteilig sind, dann sind Blattabschnitte erster Ordnung dreiteilig. Die Blattabschnitt sind bei einer Länge von 2 bis 12 mm sowie einer Breite von 1 bis 2 Millimetern linealisch mit spitzem oberen Ende.

Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von März bis Mai bzw. von Ende März bis Anfang April. Die Blütenstandsschäfte sind 5 und 15 Zentimeter lang. Die doppeldoldigenBlütenstände bestehen aus zwei bis sieben Döldchen. Es sind keine Hüllblätter und Hüllchenblätter vorhanden. Die zwei bis sieben aufsteigenden Strahlen sind 1 bis 12 Millimeter lang. Ein Döldchen enthält 2 bis 15 Blüten. Die Blütenstiele sind 1 bis 2 Millimeter lang.

Die Blüten sind zwittrig. Die Kronblätter sind (zitronen-)gelb.

Die Doppelachäne zerfällt in zwei bei einer Länge von 6 bis 9 Millimetern schmal-elliptische und im oberen Bereich abgeflachte Teilfrüchte. Die Teilfrüchte sind gerippt; zwischen diesen Rippen finden sich ein bis vier Ölkanäle. Die Flügel sind winzig und sehr viel kleiner als der Fruchtkörper. Die Früchte reifen von Mitte April bis Mitte Juni.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.

Vorkommen und Gefährdung Der Endemit Lomatium stebbinsii kommt in Kalifornien nur an der Grenze von zentralen und westlichen Sierra Nevada in den Countys Calaveras und Tuolumne vor, und gedeiht dort besonders Stanislaus National Forest. Es gibt auch Nachweise aus dem Amador County.

Lomatium stebbinsii wächst auf steinigen vulkanischem Böden und Mergel. Sie wird in Gelb-Kiefern-Wäldern und im Chaparral sowie in tiefer gelegenen Bergwäldern in Höhenlagen von 1250 bis 1700 Metern gefunden.

Die California Native Plant Society führt Lomatium stebbinsii als „bedroht“ = . Sie ist durch Fahrzeuge, Abholzung und die damit verbundenen Transporte gefährdet.

Systematik Die Erstbeschreibung von Lomatium stebbinsii erfolgte 1979 durch Mark Alan Schlessman und Lincoln Constance in Two New Species of Tuberous Lomatiums (Umbelliferae) in Madroño, Band 26, Teil 1, Seiten 37–43. Das Artepitheton ehrt den Entdecker George Ledyard Stebbins (1906–2000).

Lomatium stebbinsii weist hinsichtlich der Wurzelform, des Pseudo-Schaftes, der Teilung der Laubblätter und der Fruchtgröße Unterschiede zu der sonst ähnlichen Lomatium farinosum var. hambleniae auf. Hinsichtlich der geringen Größe, der kurzen Fruchtstiele und der relativ kurzen Segmente der Blätter ist sie Lomatium piperi oder Tauschia hooveri ähnlicher.

Einzelnachweise

Weblinks

Lincoln Constance, Margriet Wetherwax: Lomatium stebbinsii M. Schlessman & Constance – in Jepson Flora Project (eds.): Jepson eFlora, Revision 5. Lomatium stebbinsii— Fotogalerie der University of California. Stebbins' Lomatium - Lomatium stebbinsii — California Native Plant Society. (englisch) Lomatium stebbinsii - STEBBINS' LOMATIUM — The Jepsson Herbarium, University of California, Berkeley. (englisch) Lomatium stebbinsii M.A.Schlessman & Constance – GBIF-Informationen.

Kategorie:Doldenblütler Kategorie:Apiaceae