Marie Jung (* 1985 in Düdelingen, Luxemburg) ist eine deutschsprachige Theater- und Filmschauspielerin mit luxemburgischer und Schweizer Nationalität.
Leben Marie Jung wuchs in Basel auf. Von 2005 bis 2009 absolvierte sie ihre Schauspielausbildung am Max Reinhardt Seminar in Wien. 2008 spielte sie die Julia bei den Bad Hersfelder Festspielen unter der Regie von Arie Zinger.
2009 arbeitete sie mit Ruedi Häusermann im Opernprojekt „Randolphs Erben“, einer Koproduktion des Schauspielhauses Zürich und der Staatsoper Stuttgart. Nach ihrem Studienabschluss arbeitete Marie Jung als Schauspielerin im Ensemble des Theaters Basel (2009–2012), während der Intendanz von Johan Simons an den Münchner Kammerspielen (2012–2015). Seit 2015 ist sie Ensemblemitglied am Thalia Theater in Hamburg. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Werner Düggelin, Anna Viebrock, Luk Perceval, Peter Kastenmüller, Johan Simons, Stephan Kimmig, Armin Petras, Gernot Grünewald, Franziska Autzenhttps://www.thalia-theater.de/ueber-uns/kuenstler-innen/regie/franziska-autzen.
In der Produktion „Hänsel und Gretel“ am Thalia-Theater arbeitete sie als Gretel unter der Regie von Ene-Liis Semper und Tiit OjassoTheatre NO99 mit Rammstein-Sänger Till Lindemann zusammen. Mit „Liebe. Geld. Hunger – Trilogie meiner Familie“ von Luk Perceval war sie 2015, 2016 und 2017 an der Ruhrtriennale zu sehen. 2017 spielte sie an der Seite von Ulrich Gebauer unter der Regie von Frank Hoffmann in 6 Personen suchen einen Komponisten an den Ruhrfestspielen Recklinghausen.
Marie Jung war in Filmen von Margarethe von Trotta (Hannah Arendt), Elfi Mikesch (Fieber) und Detlev Buck (Same Same But Different) zu sehen.
Privates Sie ist die Tochter des Schauspielers André Jung und die Schwester der bildenden Künstlerin Sophie Junghttps://kunstmuseumbasel.ch/de/ausstellungen/2018/sophiejung und Enkelin der Künstlerin Germaine Hoffmann und des Schriftstellers Léopold Hoffmann. Seit 2017 ist Marie Jung mit dem Schauspieler Kristof Van Boven verheiratet, mit dem sie eine Tochter hat.
Filmografie 2009: Der Fürsorger von Lutz Konermann 2009: Same Same But Different von Detlev Buck 2009: Der Letzte Weynfeldt von Alain Gsponer 2010: Anduni – Fremde Heimat von Samira Radsi 2011: Fenster zum Sommer von Hendrik Handloegten 2012: D’Symmetrie vum Päiperlek von Paul Scheuer 2012: Hannah Arendt von Margarethe Von Trotta 2014: Fieber von Elfi Mikesch 2015: Der Alte: Unstillbare Gier von Raoul Heimrich 2016: Egon Schiele – Tod und Mädchen von Dieter Berner 2017: Alte Jungs von Andy Bausch 2020: Io Sto Bene – Was am Ende bleibt 2021: Der Passfälscher 2022: Capitani 2. Staffel von Christophe Wagner 2022: Ramstein – Das durchstoßene Herz 2023: Acid – Tödlicher Regen (Acid) 2023: Läif a Sèil 2024: Jakobs Ross 2025: Das geheime Stockwerk 2025: The Wolf, the Fox and the Leopard
Auszeichnungen 2011: Würdigungspreis der Universität für Musik und darstellende Kunst, Wien. 2013: Preis der Stiftung zur Förderung junger Künstler in Luxemburg 2018: Bourse D'Écriture Théatrale Edmond Dune
Weblinks https://mariejung.de
https://www.castforward.de https://vimeo.com
Einzelnachweise
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