Der VW Golf VIII (Typcode CD) ist die achte Generation des VW Golf. Er wurde am 24. Oktober 2019 in der Autostadt in Wolfsburg der Öffentlichkeit vorgestelltDer Golf VIII ist da faz.net vom 24. Oktober 2019, abgerufen am 30. Oktober 2019. und steht seit Dezember 2019 bei den deutschen VW-Händlern. Der Kombi („Variant“) wurde am 9. September 2020 vorgestellt.auto-motor-und-sport.de vom 20. Mai 2020: Kompakt-Kombi mit mehr Radstand und Laderaum Eine überarbeitete Version der Baureihe präsentierte Volkswagen am 24. Januar 2024. Sie kam im Juli 2024 auf den Markt.

In Nordamerika wird der Golf VIII nur noch als GTI und R angeboten. Diese Modelle machten dort in den vergangenen Jahren zusammen rund die Hälfte aller verkauften Golf aus. Die Produktion des Golf im mexikanischen Puebla lief im Januar 2021 aus, weshalb GTI und R nun aus Deutschland dorthin exportiert werden. Volkswagen-Kunden in Nordamerika bleiben in diesem Segment zusätzlich noch der Jetta VII und seit 2021 der Taos. In China wird der Golf weiterhin in Foshan von FAW-Volkswagen gebaut.

Die Typenbezeichnung lautet CD. Volkswagen hat die Entwicklungskosten mit 1,8 Milliarden Euro beziffert. Die Fertigungszeit pro Fahrzeug ist eine Stunde geringer als die des Golf VII.Der neue Golf kommt nur noch aus Wolfsburg, welt.de vom 22. Oktober 2019, abgerufen am 31. Oktober 2019.

Modellgeschichte Allgemeines Der Golf VIII basiert auf dem weiterentwickelten Modularen Querbaukasten (MQB evo). Der Golf VII basiert auf dem MQB der ersten Generation. Die Abmessungen sind ähnlich denen des Vorgängermodells:VW Golf 8: alle Infos, Daten, Preise zum neuen Golf autobild.de Der Radstand blieb annähernd gleich; Breite, Höhe und damit auch die Stirnfläche wurden etwas verkleinert.faz.net vom 28. Oktober 2019, Die Acht der Gewohnheit, abgerufen am 30. Oktober 2019. Die Karosserievariante Dreitürer sowie der Golf Sportsvanauto-motor-und-sport.de: Diese Autos haben uns verlassen vom 14. März 2020. werden nicht mehr gebaut.heise.de/autos vom 24. Oktober 2019: Vorstellung: VW Golf 8

Das äußere Erscheinungsbild wurde von den Brasilianern Felipe Montoya und Marco Pavone entwickelt. Mit der Modellpflege 2024 änderte es sich nur geringfügig.

Karosserie und Ausstattung Alle Leuchtmittel mit Ausnahme der Blinker der Frontscheinwerfer des Basismodells sind LED-Leuchten. Die bereits aus dem Touareg und Passat bekannten Matrix-LED-Scheinwerfer sind gegen Aufpreis lieferbar. Zudem lassen sich bei den Scheinwerfern einzelne LED-Felder austauschen. Bei marktüblichen LED-Scheinwerfern ist bei einem Defekt ein Gesamtaustausch notwendig, so auch beim Golf VII. Die Motorhaube wird nicht mehr von zwei Gasdruckfedern, sondern mit einem Stab offen gehalten, wie es beim Škoda Octavia I bis III üblich war.Was ist neu am neuen Golf?, auto-motor-und-sport.de vom 25. Oktober 2019, abgerufen am 31. Oktober 2019.

Im Innenraum gibt es zwei digitale Displays: Eins zur Darstellung der Anzeigen (die Größe dieses Displays beträgt immer 26 cm bzw. 10,25″), das zweite zentrale Display ersetzt verschiedene Bedienelemente. Das Bedienkonzept basiert auf dem modularen Infotainment-Baukasten der dritten Generation (MIB III). Dabei können beim höherwertigen Discover Pro über eine spürbare Vertiefung (Touchslider) die Lautstärke und die serienmäßige Klimaautomatik geregelt werden. Beim Radio Composition ist die Klimabedienung nur über den Touchscreen möglich. Licht sowie die Front- und Heckscheibenheizung werden über ein digitales Tastenfeld geschaltet. Mit der Überarbeitung 2024 wurde das Infotainment-System auf die vierte Generation (MIB IV) aktualisiert. Außerdem sind fortan die Touchslider beleuchtet. Die Lenkstockhebel und die Schalter für die Fensterheber wurden vom Vorgänger übernommen.Das Golf-Cockpit erklärt, auto-motor-und-sport.de vom 28. Oktober 2019, abgerufen am 31. Oktober 2019. Fahrzeuge mit Doppelkupplungsgetriebe sind mit einem elektronischen Shift-by-Wire-System ausgestattet, bisher war das System mechanisch. Ein Head-up-Display ist gegen Aufpreis lieferbar. Die Kleiderhaken an der B-Säule sind entfallen. Die A-Säulenverkleidung ist nicht mehr aus Stoff, sondern hat die gleiche Oberfläche wie die Verkleidungen der B- und der C-Säule. Es gibt keine Verkleidung mehr an dem Spiegeldreieck innen; auch die Dekorleisten an den hinteren Türverkleidungen sind entfallen. Der Tankinhalt des Basismodells wurde auf 45 Liter verkleinert.

Es gibt jetzt eine Drei-Zonen-Climatronic und beheizbare Sitze hinten.

Der Logikschalter des Schiebedachs wurde durch einen Slider ersetzt, bei dem man mit Wischen und Drücken das Dach öffnet, schließt oder in Kippstellung fährt. Die Dekorblende des Panoramadachs wurde auch geändert und sitzt jetzt nur noch vor dem Glasdeckel; seitliche Dekorblenden wie beim Golf VII gibt es nicht.

Die Innenraumbeleuchtung wird durch „touch“ gesteuert: beim kurzen Antippen der Leuchte geht sie entweder an oder aus, durch Drücken und längeres Halten kann man jede Leuchte dimmen.

Ein rahmenloser Innenspiegel wie im Golf VII wird nicht eingesetzt.

Die bisherigen Ausstattungspakete Trendline, Comfortline und Highline werden nicht fortgeführt. Es gibt neben der Basisvariante, genannt Golf, die Linien Life, Style und R-Line. Letztere ersetzt die aufpreispflichtigen R-Line-Pakete des Vorgängers. Beim Golf VIII ist es nicht möglich, nur einen Teil des R-Line Paketes zu bestellen. In Österreich wurde im März 2023 das Sondermodell Rabbit 45 eingeführt, das die beliebtesten Ausstattungselemente der Baureihe mit sich bringt. Zum Verkaufsstart der modellgepflegten Version wurde anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Golf-Baureihe das Sondermodell Edition 50 auf Basis des Style eingeführt. Zur Fußball-Europameisterschaft 2024 präsentierte Volkswagen das Sondermodell Goal, das durch besondere Schriftzüge und glanzschwarzene Leichtmetallfelgen erkennbar ist.adac.de: VW Golf 1.5 TSI GOAL (07/24 - 06/25) Ausschließlich für Österreich präsentierte Volkswagen im April 2026 das Sondermodell Falco Edition und knüpft damit an Musik-Kooperationen aus den 1990er-Jahren an. 40 Exemplare des Sondermodells sollen auch für den GTI entstehen.

Sondermodell GTI Edition 50 Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des GTI im Jahr 2026 präsentierte Volkswagen beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2025 das Sondermodell GTI Edition 50. Er war von Ende Oktober 2025 bis zum Frühjahr 2026 bei den Händlern bestellbar. Die maximale Leistung wurde auf 239 kW (325 PS) angehoben, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 270 km/h elektronisch begrenzt.

Der GTI Edition 50 unterscheidet sich äußerlich vom normalen GTI durch die serienmäßig verbauten Stoßfänger des GTI Clubsport, GTI-50-Emblemen an Heckspoiler und Spiegelkappen, abgedunkelten Markenlogos vorn und hinten sowie den Zierstreifen an den Türunterkanten. Zwei neue Lackierungen stehen auf Wunsch zur Verfügung – Tornadorot und Dark Moss Green Metallic. Abgedunkelte Seiten- und Heckscheiben, schwarze Spiegelkappen sowie in schwarz gehaltene Endrohrblenden gehören ebenso zur Serienausstattung. Ab Werk rollt der GTI Edition 50 auf 19-Zoll-Leichtmetallrädern „Queenstown“ mit rotem Lasurlack vom Band.

Im Innenraum sticht der Edition 50 mit roten Gurtbändern, Dekoreinlagen im Design GTI Edition 50, Edelstahl-Pedalkappen mit roten Einlagen, den Sportsitzen im Sitzbezug-Design Clark GTI 50 sowie den GTI-50-Emblemen an Lenkrad, Fußmatten und Einstiegsleisten hervor.

Zahlreiche Verbesserungen wurden am Fahrwerk vorgenommen. Das Performance-Fahrwerk besitzt geänderte Schwenklager für mehr Sturz an der Vorderachse, geänderte Gummilager, härtere Federn mit einer Tieferlegung von nochmals 5 mm gegenüber dem Golf GTI und eine angepasste Fahrwerkssteuerung für ein verbessertes Fahrverhalten. Gegen Aufpreis sind unter anderem eine R-Performance Abgasanlage von Akrapovic, geschmiedete 19-Zoll-Leichtmetallräder mit Semislick-Bereifung, ein DCC-Fahrwerk sowie diverse Sicherheits- und Ausstattungskomponenten erhältlich. In Österreich waren das Assistenzpaket und das Winterpaket (beheizbares Lenkrad und Vordersitze) bereits serienmäßig an Bord (bis Ende November 2025), ab Dezember 2025 nur mehr gegen Aufpreis.

Fahrwerk Der Golf VIII verfügt an der Vorderachse stets über eine Einzelradaufhängung, während die Hinterachse bei schwächer motorisierten Modellen als Verbundlenkerachse bzw. ab 150 PS als Mehrlenkerachse ausgeführt ist. Weiter ist ein Adaptivfahrwerk erhältlich, das sich in 15 Stufen im Individual-Modus einstellen lässt, ebenso eine Lenkung mit variabler Übersetzung.

Assistenzsysteme Die Zahl der Assistenzsysteme vergrößerte sich: ein Spurhalteassistent und eine automatische Distanzregelung mit Fußgänger- und Radfahrererkennung gehören zur Serienausstattung. Als erstes Fahrzeug von Volkswagen hat der Golf VIII serienmäßig eine Car-2-X-Funktion mit ca. 800 Meter Reichweite. Mit dieser Funktion kann der Golf VIII im Schwarm mit anderen Fahrzeugen oder mit Verkehrsinfrastruktur kommunizieren, wenn diese entsprechend ausgerüstet sind.Weltpremiere des neuen Golf volkswagen-newswoom.com

Der Golf VIII hat zwei kamerabasierte Assistenzsysteme: den Spurhalteassistenten und die Verkehrszeichenerkennung. Die Kontrollleuchte des Totwinkel-Assistenten befindet sich nun wie beim Passat B8 auf der Spiegelkappe, nicht mehr auf dem Spiegelglas. Mit dem „Travel Assist“ kann der Golf bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h auf Autobahnen ohne aktives Lenken, Gasgeben und Bremsen gefahren werden.

Man kann weitere beim Kauf des Golf VIII nicht bestellte elektronische Ausstattungsmerkmale später kaufen (Upgrades), zum Beispiel die Navigationsfunktion, den adaptiven Tempomat, Sprachbedienung und den WLAN-Hotspot. Mit dem Schlüsselwort „Alexa“ können die Funktionen des Amazon-Sprachassistenten verwendet werden, etwa Zugriff auf Musik oder auf den Wetterbericht.Golf 8 jetzt auch offiziell enthüllt autozeitung.de vom 25. Oktober 2019, abgerufen am 1. November 2019.

Der Golf VIII kann mit der eingebauten eSIM berechtigte Fahrer ohne Schlüssel an ihrem Smartphone erkennen. Dabei werden zusammen mit der Berechtigung weitere Daten zu Sprache, Sitzeinstellung, Radiosender usw. übertragen, sodass der Fahrer den Golf VIII mit aus anderen Fahrzeugen gewohnten Einstellungen nutzen kann.

Motoren Zur Markteinführung bot VW vier aufgeladene Ottomotoren mit Direkteinspritzung (TSI) und zwei Turbo-Dieselmotoren an.

Die TSI-Motoren haben einen Liter Hubraum, drei Zylinder und eine Leistung von 66 und 81 kW (90 und 110 PS) oder 1,5 Liter Hubraum, vier Zylinder und 96 oder 110 kW (130 oder 150 PS). Die Dreizylinder sollen 95 g/km beim CO2-Ausstoß nicht überschreiten. Seit März 2024 bietet VW für den Golf VIII keine Dreizylinder-Motoren mehr an. Die 1,5-Liter-TSI-Motoren arbeiten im Miller-Kreisprozess, das heißt mit einem durch früh schließende Einlassventile bewirkten verringerten Verdichtungsenddruck in Kombination mit einem Turbolader mit verstellbaren Turbinenleitschaufeln. Die 96-kW-(130-PS)-Version hat eine Zylinderabschaltung. Der mit Erdgas betriebene 1,5-Liter-Vierzylindermotor (TGI) leistet 96 kW (131 PS). Im Golf GTI, Golf GTI Clubsport und im Golf R wird ein 2,0-Liter-TSI-Motor mit Leistungen bis 235 kW (320 PS) eingesetzt. Anlässlich des 45-jährigen Jubiläums des GTI präsentierte Volkswagen das Sondermodell GTI Clubsport 45. Es unterscheidet sich unter anderem durch exklusive 19-Zoll-Felgen, diverse „45“-Schriftzüge und eine erhöhte Höchstgeschwindigkeit. Zum 20-jährigen Jubiläum des ersten Golf R präsentierte Volkswagen im Mai 2022 das Sondermodell R „20 Years“. Mit 245 kW (333 PS) ist es stärker als das R-Basismodell. Den gleichen Antrieb hat das auf 333 Exemplare limitierte Sondermodell R 333 Limited Edition, das 2023 debütierte.