Aita Mare (veraltet Aitonul Mare; , oder Ajta) ist eine Gemeinde im Kreis Covasna in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Aita Mare im Kreis Covasna Die Gemeinde Aita Mare liegt östlich des Siebenbürgischen Beckens (Podișul Transilvaniei) in den Westausläufern der Baraolter Berge im sogenannten Szeklerland. Im Westen des Kreises Covasna am Bach Aita – ein rechter Nebenfluss des Olt (Alt) – und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 131, befindet sich der Ort Aita Mare 15 Kilometer südlich von der Kleinstadt Baraolt und etwa 40 Kilometer nordwestlich von Kreishauptstadt Sfântu Gheorghe (Sankt Georgen) entfernt.

Geschichte Der mehrheitlich von Szeklern bewohnte Ort Aita Mare wurde erstmals 1332 urkundlich erwähnt.

Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Miklósvár in der Gespanschaft Háromszék (), in der Nagyajta Verwaltungssitz war. Anschließend gehörte diese dem historischen Kreis Trei-Scaune (zu Deutsch Drei Stühle) und ab 1950 dem heutigen Kreis Covasna an.

Bevölkerung Die Bevölkerung in der Gemeinde Aita Mare entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 460 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 2.656 331 2.184 12 129 1941 2.884 13 2.854 12 5 1992 1.824 159 1.662 3 - 2002 1.771 168 1.598 1 4 2011 1.715 151 1.546 - 18 2021 1.626 124 1.474 - 28 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Aita Mare die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren 1941 ermittelt. Die höchste Anzahl der Rumänen (382) wurde 1930, die der Rumäniendeutschen 1850 und 1941 und die höchste Anzahl der Roma (119) wurde 1850 registriert. Des Weiteren wurden bei einigen Volkszählungen auch Slowaken, die höchste Anzahl neun, 1910 registriert.

Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum die orthodoxe Kirche, nach Angabe des Verzeichnisses historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) Sf. Gheorghe,Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch). oder Sf. Nicolae,Angaben zur orthodoxen Kirche in Aita Mare bei biserici.org, abgerufen am 23. Oktober 2019 (rumänisch). 1866 errichtet und die unitarische Kirchenburg im 14. Jahrhundert errichtet und bis ins 19. Jahrhundert mehrmals erneuert,Angaben zur unitarischen Kirchenburg in Aita Mare bei biserici.org, abgerufen am 23. Oktober 2019 (rumänisch). stehen unter Denkmalschutz. Das gesamte Anwesen der ungarischen Adelsfamilie Donáth im 19. Jahrhundert errichtet,, abgerufen am 23. Oktober 2019 (ungarisch, rumänisch, englisch). steht unter Denkmalschutz. Das Rathaus von Aita Mare 1904 bis 1908 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Aita Medie (ungarisch Középajta) die reformierte KircheAngaben zur reformierten Kirche in Aita Medie bei biserici.org, abgerufen am 23. Oktober 2019 (rumänisch). im 16. Jahrhundert errichtet, mehrere Male umgebaut und der Glockenturm 1794 errichtet, stehen unter Denkmalschutz. Wegen mehreren kleineren Teichen und Sümpfen um Aita Mare, befinden sich im Ort zahlreiche Storchenneste, 2018 wurden 58 gezählt.Angaben zu den Storchenneten bei telegrafonline.ro, abgerufen am 6. Juni 2023 (rumänisch).

Persönlichkeiten

István Kovács (1799–1872), war Historiker.Angaben zu István Kovács bei mek.oszk.hu, abgerufen am 23. Oktober 2019 (ungarisch). István Bara (1808–1868), war Naturwissenschaftler. János Kriza (1811–1875), war Ethnograph, Dichter, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und von 1861 Ungarischer Unitarischer Bischof von Siebenbürgen bis zu seinem Tod.Angaben zu János Kriza bei mek.oszk.hu abgerufen am 20. Oktober 2019 (ungarisch)

Städtepartnerschaft Die Gemeinde Aita Mare pflegt eine Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Majosháza im Kreis Szigetszentmiklós.

Weblinks

Die Gemeinde Aita Mare bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1332