Das Landgericht Gräfenberg (bis 1810: Landgericht Neunkirchen) war ein von 1803 bis 1879 bestehendes bayerisches Landgericht älterer Ordnung mit Sitz in Gräfenberg im heutigen Landkreis Forchheim.

Im Jahr 1803 wurde im Verlauf der Verwaltungsneugliederung Bayerns das Landgericht Neunkirchen errichtet. Dieses wurde nach der Gründung des Königreichs Bayern dem Mainkreis zugeschlagen, dessen Hauptstadt Bamberg war.

Das Landgericht Neunkirchen wurde überwiegend aus Gebieten gebildet, die vor dem Reichsdeputationshauptschluss Teile des Hochstiftes Bamberg waren. Dies waren: vom Amt Neunkirchen: Neunkirchen am Brand, Baad, Bräuningshof, Dachstadt, Dormitz, Eberbach, Effeltrich, Erleinhof, Ermreus, Ermreuth, Etlaswind, Gaiganz, Gleisenhof, Großenbuch, Hetzles, Honigk, Igensdorf, Kleinsendelbach, Langensendelbach, Marloffstein, Mittelehrenbach, Neuenbau, Pettensiedel, Pardorf, Rötles, Schellenberg, Schlainhof, Steinbach, Unterrüsselbach und Wellucken vom Amt Regensberg: Regensberg, Oberehrenbach, Pommern, Stöckach und Weingarts vom Amt Forchheim: Ermreus, Gaiganz, Mittelehrenbach, Oberehrenbach und Ortspitz vom Amt Leyenfeld: Affalterthal, Egloffstein und Haselstauden vom Amt Wolfsberg: Geschwand vom Amt Ebermannstadt: Unterzaunsbach vom Amt Streitberg: Vogtei Hetzeldorf (Hetzeldorf), Vogtei Thuisbrunn (Thuisbrunn, Bernthal und Haidhof) und das Domainenamt Hohenschwärz (Hohenschwärz und Höfles) vom Spitalamt: UnterzaunsbachJohann Georg Prändel: Erdbeschreibung der gesammten pfalzbairischen Besitzungen: mit steter Hinsicht auf Topographie, Geschichte, physische Beschaffenheit, Land- und Staatswirthschaft. Die pfalzbairische Provinz in Schwaben, die beiden Fürstenthümer Bamberg und Würzburg, und das Herzogthum Berg enthaltend, 1806, S. 201 ff., DigitalisatMehrfachnennungen der Orte dort wo verschiedene Ämter Rechte hatten.

1810 wurde das Landgericht vergrößert und der Sitz im Oktober 1813 nach Gräfenberg verlegt.Franz Wenceslaus Goldwitzer: Geschichte des Marktes Neunkirchen am Brand und des ehemaligen Klosters: mit Rücksicht auf die Pfarrei daselbst, 1814, S. 111, Digitalisat Es wurde im ehemaligen nürnbergischen Pflegeschloss (heute Baudenkmal D-4-74-132-54, Kirchplatz 6/8), zuvor entsprechend um- und ausgebaut, untergebracht.

Literatur

Fußnoten

Grafenberg Kategorie:Gräfenberg Kategorie:Geschichte (Landkreis Forchheim) Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1803 Kategorie:Aufgelöst 1879