Buch () ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gremsdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Buch hat eine Fläche von 4,037 km². Sie ist in 595 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6784,70 m² haben.
Geografie Das Dorf ist von Acker- und Grünland und Seenplatten umgeben. Im Nordwesten liegen die Bucher Weiher, im Westen die Bucher-Weg-Weiher, im Norden der Neuhauser Teich und der Bucher Wald und im Osten die Kirchleitenteiche. Die Staatsstraße 2240 verläuft nach Gremsdorf zur Bundesstraße 470 (2,2 km nordwestlich) bzw. nach Klebheim (3,7 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Poppenwind (1,8 km südwestlich) bzw. nach Neuhaus zur Kreisstraße ERH 16 (1,5 km nordöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Krausenbechhofen (1,3 km westlich).
Geschichte Buch entstand vermutlich im Zuge der Würzburger Kolonisation, die im 10. Jahrhundert in dieser Gegend erfolgte, und war wohl Bestandteil einer Schenkung des Kaisers Heinrich II. an das Kloster Michelsberg. 1217 wurde der Ort als „Buche“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Kloster verlieh den Herren von Aisch ein Lehen, zu dem auch Buch gehörte. 1303 wurde den Ministerialen von Nainsdorf als Nachkommen derer von Aisch das Lehen aufgetragen. Mitte des 15. Jahrhunderts bis 1612 waren die Herren von Seckendorff Lehensträger, in Erbfolge dann die Herren von Eyb, die es schließlich 1723 an Wolfgang Christoph Winkler von Mohrenfels verkauften.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 105f. = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 55.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Buch aus 35 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Höchstadt aus. Im Schlossbereich hatte das Rittergut Buch Einfangrecht mit Auslieferung an das Centamt. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Buch. Grundherren waren das Rittergut Buch (2 Wirtschaftsgüter, 20 Güter, 10 Tropfhäuser, 1 Judenschule) und das bambergische Klosteramt Gremsdorf (3 Sölden).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 61. Dort sind abweichend 38 Anwesen als Gesamtzahlangegeben.
1802 kamen die bambergischen Güter in Buch an Bayern, 1806 auch die des Rittergutes. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gremsdorf zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Buch. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Höchstadt zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Höchstadt. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit und Ortspolizei unterstand der gesamte Ort bis 1848 dem Patrimonialgericht Buch.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 128. Ab 1862 gehörte Buch zum Bezirksamt Höchstadt an der Aisch (1939 in Landkreis Höchstadt an der Aisch umbenannt) und weiterhin zum Rentamt Höchstadt (1919 in Finanzamt Höchstadt umbenannt, 1929–1972: Finanzamt Forchheim, seit 1972: Finanzamt Erlangen). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Höchstadt (1879 in das Amtsgericht Höchstadt umgewandelt), von 1959 bis 1972 war das Amtsgericht Forchheim zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Erlangen. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,030 km².
Am 1. Juli 1972 wurde Buch im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Gremsdorf eingegliedert.
Baudenkmäler In Buch gibt es sechs Baudenkmäler: Haus Nr. 7: Verputzter Satteldachbau Haus Nr. 8: Scheune Haus Nr. 18: Schäferei Haus Nr. 31: Wohnhaus Haus Nr. 44: Ehemalige Schafscheune katholische Kapelle St. Marien
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2021Einwohner 210 277 282 274 249 258 248 251 262 257 241 225 213 216 229 226 228 202 189 311 272 248 207 214 151 448HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 41 44 44 42 40 39 46 42 Quelle
Religion Buch ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Jakobus der Ältere (Etzelskirchen) gepfarrt,H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 61. seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Ägidius (Gremsdorf) zuständig. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Matthäus (Neuhaus, Adelsdorf) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Gremsdorf Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Ersterwähnung 1217 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Erlangen-Höchstadt