mini|230px| Der Amanosan Kongō-ji () mit dem Bergnamen Amanosan () ist ein Tempel der Shingon-Richtung des Buddhismus in Kawachinagano (Präfektur Osaka). Er ist der 7. Tempel des Neuen Saigoku-Pilgerwegs und ist bekannt für seine zahlreichen Gebäude, die als Wichtiges Kulturgut Japans ausgezeichnet worden sind.
Geschichte mini|Plan des Tempels (s. Text) Der Überlieferung nach wurde der Tempel von Priester Gyōki gegründet, der dann später von Priester Kūkai gefördert wurde. Auf Wunsch des Kaisers Go-Shirakawa stellte Priester Akan (1136–1207) vom Kōya-san den Tempel wieder her. Die gegenwärtigen Gebäude stammen aus dieser Zeit. Schon bald nach dieser Gründung wurde der Tempel von der Schwester des Kaisers, Hachijiō Nyoin (), gefördert. Sie erreichte es, dass – im Gegensatz zum Koya-san – Frauen hier beten konnten. Damit wurde der Tempel gewissermaßen zum „Koya-san für Frauen“.
Während der Trennung des Kaiserhauses in einen Nord- und einen Südhof, der Namboku-Zeit, wurde der Tempel zum Gebetsort für den Südhof. So wurde er von 1354 bis 1349 zur zeitweiligen kaiserlichen Residenz für Kaiser Go-Murakami und für die drei Kaiser des Nordhofes, Kōgon, Kōmyō und Sukō, zum Hausarrest-Ort. Während der Namboku-Zeit wurde der Tempel dreimal in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt, so dass heute nur der zentrale Tempelbereich übriggeblieben ist.
Anlage Man betritt die Anlage durch das Tempeltor (; im Plan 1), das hier als Turmtor ausgeführt ist. Das rot gestrichene und mit einem Fußwalmdach gedeckte Tor stammt aus der Kamakura-Zeit. Das aus derselben Zeit stammende Refektorium (; 2) wurde in der Namboku-Zeit als Sitz der Verwaltung erbaut und heißt deswegen auch „Amano-den“ (). Die Haupthalle (; 3) wurde während der Joan-Ära (; 1171–1175) errichtet.
Vor der Haupthalle steht eine Schatzpagode (; 4), die mit Zedernrinde () gedeckt ist. Sie stammt aus dem Ende der Heian-Zeit. Der Glockenturm (; 5) hinter der Haupthalle stammt aus der Kamakura-Zeit.
Alle bisher genannte Gebäude sind als Wichtiges Kulturgut Japans registriert.
Zu den weiteren Gebäuden an der Westseite des Tempelgeländes gehören die Yakushi-Halle (; 5), die Halle der Fünf BuddhasIn den Mandala des esoterischen Buddhismus sind damit die folgenden Fünf gemeint: in dem Diamantwelt-Mandala finden wir in der Mitte Dainichi, Dainichi und Ashuku () im Osten, Hōshō () im Süden, Amida () im Westen und Fukūjōji () im Norden. In dem Geburtswelt-Mandala finden wir Dainichi und Hōdō () im Osten, Kaifugeō () im Süden, Amida im Westen und Tenkuraion () im Norden. (; 6) und die Mie-Halle (; 7). Alle diese Gebäude haben quadratischen Grundriss und sind mit einem Pyramidendach gedeckt.
Tempelschätze Als Hauptkultfigur wird ein aus Holz gefertigter Dainichi-Buddha () verehrt. Er wird flankiert von den Leuchtenden Königen Kōsanze () und Fudō (). Alle drei Skulpturen sind als Wichtiges Kulturgut Japans registriert.
Bilder
Anmerkungen
Literatur Osaka-fu no rekishi sampo henshu iinkai (Hrsg.): Amanosan Kongo-ji. In: Osaka-fu no rekishi sampo (ge). Yamakawa Shuppan, 2007. ISBN 978-4-634-24827-4. S. 209.
Weblinks
Webseite des Tempels Webseite zum Tempel
Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Osaka Kategorie:Erbaut in den 730er Jahren Kategorie:Kawachinagano