Albach ist ein Gemeindeteil des Marktes Wachenroth im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Albach liegt in der Gemarkung Wachenroth.
Geografie Das Dorf gliedert sich in Oberalbach und das 400 Meter weiter südöstlich gelegene Unteralbach. Es liegt am Allbach, der eine Kette von Weihern speist (Albachweiher, Hausweiher, Marschallseen) und ein linker Zufluss der Reichen Ebrach ist. Das Tal ist eng eingeschnitten und umsäumt von bewaldeten Anhöhen. Im Norden liegt der Berg (), etwa einen Kilometer westlich erhebt sich der Vestenberg ().
Die Kreisstraße ERH 34/BA 2 verläuft nach Reichmannsdorf zur Staatsstraße 2262 (2,5 km nordwestlich) bzw. an der Eckartsmühle vorbei zur Staatsstraße 2260 (2,8 km südöstlich) zwischen Wachenroth im Westen und Mühlhausen im Osten. Gemeindeverbindungsstraßen verlaufen nach Wachenroth zur St 2260 (2,3 km südlich) und nach Decheldorf (1 km nordöstlich).
Geschichte Albach wurde in einem Nekrolog des Bamberger Domkapitels, das vor 1065 entstanden ist, bereits mit der heutigen Schreibung des Namens erstmals urkundlich erwähnt. Der Diakon und Domkanoniker Odalrich vermachte zehn Unzen Gefälle für eine Jahrtagsstiftung des Ortes. 1093 wurde der Bamberger Ministeriale Otto de Alechbach erwähnt. Dem Namen nach zu schließen hatte er im Ort seinen Stammsitz. 1136 wurde der Ort als Alichbach erwähnt. Mit der Gründung des Jesuitenkollegs Bamberg im Jahr 1647 wurde dieses u. a. mit zwei Albacher Gütern und dem Hagersee ausgestattet.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 178 = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 134.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Albach aus 14 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Wachenroth aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Wachenroth. Grundherren waren das Kastenamt Wachenroth (2 Höfe, 1 Gut, 1 Gütlein, 1 Wirtshaus; Theodorische Verwaltung: 1 Hof, 1 Sölde), die Verwaltung Sambach der Universität Bamberg (1 Gut), die nürnbergische Landesalmosenamt-Vogtei Lonnerstadt (1 Hof, 1 Sölde), die Pfarrei Mühlhausen (1 Sölde), die Pfarrei Sambach (1 Gut), die Pfarrei Wachenroth (1 Sölde).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 60.Nach J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 151, gab es im Ort 1802 15 Anwesen, wovon 11 dem Hochstift Bamberg, 2 der Reichsstadt Nürnberg und 2 der Universität Bamberg unterstanden haben sollen.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Albach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wachenroth und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Wachenroth zugewiesen.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 137.
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 20202022Einwohner 94 79 113 129 114 109 140 96 91 86 95100HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet 23 21 20 21 22 20 Quelle
Religion Albach ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Gertrud (Wachenroth) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Maria und Kilian (Mühlhausen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Wachenroth) Kategorie:Ersterwähnung 1065