Lappach ist ein Gemeindeteil der Stadt Höchstadt an der Aisch im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Lappach liegt in der Gemarkung Schwarzenbach.
Geografie Das Dorf liegt am Lappachgraben, einem rechten Zufluss des Schwarzenbachs, der rechts in die Aisch mündet. Der Ort ist von Weihern umgeben. Im Westen beim Lerchenberg () sind es die Lerchenbergweiher, im Norden die Bachwiesenweiher, im Osten die Schwägelweiher und im Südosten einige namenlose Weiher. Ansonsten besteht die Umgegend aus Acker- und Grünland.
Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Höchstadt zur Staatsstraße 2263 (2,4 km nördlich) bzw. nach Schwarzenbach zur ERH 18 (1,1 km südwestlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Sterpersdorf zur ERH 18 (1,6 km nordwestlich) und nach Großneuses zur St 2263 (1,4 km südöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1285 als „Leytbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Lehnsherr über den Ort war das Hochstift Bamberg. Laut dem Lehenbuch von 1348, das zur Zeit des Bamberger Bischofs Friedrich I. von Hohenlohe entstand, gab es in „Laitpach“ mehrere Grundherren. Das Hochstift besaß nur einen Hof, auf dem zu dieser Zeit ein gewisser Bernger saß. Zwei Höfe gehörten zur Schlosskapelle in Höchstadt. Hieraus könnte eine ursprüngliche Zugehörigkeit Lappachs zur Herrschaft der Grafen von Höchstadt gefolgert werden. Diese Höfe wurden zwar vom Custos Eberhard von St. Gangolf in Bamberg entfremdet, blieben aber im Besitz der Schlosskapelle. Das Bambergische Vogteirecht über diese Höfe wurde bestritten.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 140 = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 124 = Lappach auf der Website hoechstadt.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Lappach aus 12 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Höchstadt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Höchstadt. Grundherren waren das Kastenamt Höchstadt (1 Gut, 1 Hube, 1 Häuslein), der Nürnberger Eigenherr Löffelholz (4 Güter), das brandenburg-bayreuthische Klosteramt Frauenaurach (2 Güter) und die Frühmesse Höchstadt (2 Halbhöfe).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 72.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lappach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sterpersdorf und der 1818 gegründeten Ruralgemeinde Schwarzenbach zugewiesen. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 4 Anwesen den Freiherren Löffelholz (bis 1812).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 135.
Am 1. Mai 1978 wurde Lappach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Höchstadt an der Aisch eingegliedert.
Baudenkmäler In Lappach gibt es zwei Baudenkmäler: Steinkreuz Zwei Bildstöcke
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 75 95 66 59 56 72 80 56 66 92HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet 12 12 10 10 10 25Quelle
Religion Seit der Reformationszeit war Lappach gemischt konfessionell und zwischen den Pfarransprüchen Höchstadts und der neu gebildeten protestantischen Pfarrei Lonnerstadt umstritten, was schließlich 1701 durch einen Vertrag geklärt wurde.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Höchstadt an der Aisch) Kategorie:Ersterwähnung 1285