Ein Blattmacher erstellt eine Zeitung (ein Blatt) oder gibt sie heraus, als Zeitungsjournalist oder als Zeitungsverleger.Duden: Blattmacher

In früheren Zeiten wurde mit Blattmacher auch der Handwerker bezeichnet, der Blätter für die Webstühle fertigte.

Das Erstellen der Zeitung bedeutet in der Regel, dass der Blattmacher darüber (mit)entscheidet, welche Artikel auf den einzelnen Seiten in welchem Layout erscheinen.Deutsche Tageszeitungen: Fachausdrücke im Journalismus Er strukturiert und priorisiert dadurch die Themen. Es wird oft auch die Überschrift formuliert und eventuell die einleitenden ersten Zeilen von Artikeln. Im Unterschied zum Chefredakteur (strategisch) und zum Chef vom Dienst (organisatorisch) trägt der Blattmacher somit die unmittelbare redaktionelle Verantwortung für das Endprodukt.

In seinem Buch Blätter machen: Bausteine zu einer Theorie journalistischer Komposition zitiert Jakob J. E. Vicari, was Blattmachen ausmacht: Jemand ist vielleicht „ein guter Blattmacher, weil er Themen erkennt, weil er Themen weiterdreht, weil er ein gutes Foto im Auge hat, weil er ein gutes Zeilengespür hat.“Jakob J. E. Vicari: Blätter machen: Bausteine zu einer Theorie journalistischer Komposition. Halem, Köln 2014, S. 148; zitiert aus der Quelle „R5“, dort S. 103. Vicari führt auch „die Auswahl der Titelzeilen“ als Aufgabe des Blattmachens an.Jakob J. E. Vicari: Blätter machen: Bausteine zu einer Theorie journalistischer Komposition. Halem, Köln 2014, S. 149.

Literatur Roderich Reifenrath: Die Blattmacher: Aus der Praxis der Journalisten. Parthas-Verlag, Berlin 2006, ISBN 978-3-86601-657-6. Jakob J. E. Vicari: Blätter machen: Bausteine zu einer Theorie journalistischer Komposition. Halem, Köln 2014, ISBN 978-3-86962-085-5.

Fußnoten

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