mini|hochkant|Wegkreuz bei Kleinneuses
Kleinneuses ist ein Gemeindeteil der Stadt Höchstadt an der Aisch im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Kleinneuses liegt in der Gemarkung Schwarzenbach.
Geografie Der Weiler ist im Osten von den Hofweihern und im Westen von den Schwägelweihern umgeben. Im Norden und Osten befindet sich der Bürgerwald, in dem es einige kleine Erhebungen gibt. Die Staatsstraße 2263 verläuft nach Großneuses (1 km südlich) bzw. nach Höchstadt zur Bundesstraße 470 (2,5 km nördlich).
Geschichte Der Ort wurde 1348 als „kleinen Newsey by Höstet“ im Lehenbuch des Hochstifts Bamberg erstmals urkundlich erwähnt. Kleinneuses bestand ursprünglich nur aus einem Hof. 1612 war der Oberamtmann von Höchstadt, Wolf von Gebsattel, der Lehensträger. Mitte des 18. Jahrhunderts war der Hof in zwei Halbhöfe aufgespalten, auf die die Grafen von Schönborn grundherrliche Ansprüche hatten.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 140 = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 124 = Kleinneuses auf der Website hoechstadt.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kleinneuses aus 4 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Höchstadt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über die 4 Viertelhöfe hatte die Schönborn’sche Herrschaft Pommersfelden.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 71.Laut J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 157f., gab es im Ort auch Nürnbergische Untertanen.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kleinneuses dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sterpersdorf zugewiesen. Es gehörte zur 1818 gegründeten Ruralgemeinde Schwarzenbach. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 2 Anwesen dem Patrimonialgericht Pommersfelden (bis 1848).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 135.
Am 1. Mai 1978 wurde Kleinneuses im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Höchstadt an der Aisch eingegliedert.
Baudenkmäler In Kleinneuses gibt es drei Baudenkmäler: Haus Nr. 1: Wohnhaus Haus Nr. 3: Wohnhaus Bildstock
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 22 21 21 18 14 16 39 25 28 35HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet 4 4 4 3 3 6Quelle
Religion Die Bewohner waren ursprünglich nach St. Georg (Höchstadt an der Aisch) gepfarrt, wohin die Katholiken bis heute noch gepfarrt sind. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession, die im 19. Jahrhundert im Ort die Mehrheit hatten, sind nach St. Oswald in Lonnerstadt gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Höchstadt an der Aisch) Kategorie:Weiler im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Ersterwähnung 1348