mini|hochkant=1.3|Abarth 3000 SP, Einsatzwagen von Johannes Ortner 1969 mini|hochkant=1.3|Der zweitürige Alfa Romeo Alfasud war die Basis für die Alfasud-Cup-Tourenwagen Johannes Ortner (* 1935; † vor 11. April 2026 in Pörtschach) war ein österreichischer Autorennfahrer und Unternehmer.
Karriere als Rennfahrer
Der in Kärnten geborene Johannes Ortner begann in den späten 1950er-Jahren mit dem Motorsport. Er startete bei Bergrennen und fuhr nationale Rallyes. Bekannt wurde er durch seine Einsätze bei der Alpenfahrt und seine Erfolge als Werksfahrer bei Abarth. Bei der seit 1910 mit Unterbrechungen über mehrere Alpenpässe gefahrenen österreichischen Rallye war er 1958 zum ersten Mal am StartInternationale österreichische Alpenfahrt 1958. Nach einem zweiten Gesamtrang 1961Internationale österreichische Alpenfahrt 1961 siegte er 1962 auf dem hubraumkleinen Steyr-Puch 500Internationale österreichische Alpenfahrt 1962. Zu den Einzelsiegen kam 1960 der österreichische Staatsmeistertitel.
1966 engagierte Carlo Abarth Ortner und holte ihn zu seinem Werksteam nach Turin. In den folgenden Jahren wurde er zum Stammfahrer bei Abarth, der auch die besondere Unterstützung des Teambesitzers genoss. Als Gegenleistung lieferte Ortner Erfolge ab. Er fuhr die Abarth-Rennwagen in der Sportwagen-Weltmeisterschaft und wurde 1967 Dritter beim 500-km-Rennen auf dem Nürburgring. Dieses Ergebnis erreichte er auch beim 500-km-Rennen von Mugello, gemeinsam mit Gijs van Lennep auf einem Abarth 2000S. Dieses Rennen zählte 1969 zur Italienischen Sportwagen-Meisterschaft500-km-Rennen von Mugello 1969. Am erfolgreichsten war Ortner in der Europa-Bergmeisterschaft. 1970 und 1971 wurde er Europameister bei den Sportwagen.
Als Carlo Abarth mit dem Ablauf der Rennsaison 1971 sein Unternehmen an Fiat und den Rennstall an Osella verkauft hatte, zog sich Ortner vom Rennsport zurück.
Alfasud-Cup
Johannes Ortner war 1975 der Initiator der Trofeo Alfasud, eines österreichischen Markenpokals mit seriennahen Tourenwagen auf Basis des Alfa Romeo Alfasud. Aus der Trofeo wurde bereits 1976 der Alfasud-Cup in Österreich und Italien. Der Cup wurde in der Folge zu einem der beliebtesten Markenpokale Europas, der das Sprungbrett vieler Fahrer für eine Motorsportkarriere wurde. Unter anderen starteten die späteren Formel-1-Piloten Gerhard Berger und Karl Wendlinger ihre Karrieren im Alfasud-Cup. Alle Cup-Fahrzeuge wurden in den Werkstätten des Autohauses Ortner in Villach aufgebautÜber den Alfasud-Cup.
Unternehmer
Johannes Ortner gründete 1964 in Villach eine Autowerkstatt. Mit zwei Mitarbeitern führte er das Unternehmen als Vertragspartner von Steyr-Puch. Der Betrieb wuchs stetig. Es kamen Betriebsstätten in Klagenfurt und mit Peugeot, Bultaco, den Marken der Fiat-Gruppe (Fiat, Lancia, Alfa Romeo und Jeep) und Hyundai neue Vertriebspartner hinzu. Ab 1986 wurden auch Motorboote verkauft.
Johannes Ortner starb im Frühjahr 2026.
Statistik
Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft
Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 1962 Johannes Ortner Steyr-Puch 500 33 1963 Steyr-Puch Steyr-Puch 650 36 1964 Steyr-Puch Steyr-Puch 650 46 1965 Johannes Ortner Steyr-Puch 650 56 1966 Abarth Abarth 1300 OTAbarth 1300 SP 15 14 27 DNF 11 1967 Abarth Abarth 1300 OTFiat-Abarth 1000 7 45 3 1969 Abarth-Osella Abarth 2000 SP 39 1970 Abarth Abarth 2000SAbarth 3000 SP DNF DNF
Literatur
Weblinks
Johannes Ortner bei Racing Sports Cars Johannes Ortner bei WRC-Results Johannes Ortner auf der Website des Technischen Museums (archiviert am 9. August 2020)
Einzelnachweise
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